Neuer Kampfbegriff „Gendernationalismus“

Gestern stieß ich bei Twitter auf einen neuen Begriff für Kritik an der Bejubelung frauenfeindlicher islamischer Praktiken durch westliche Feministinnen: „Gendernationalismus“.

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Die Merkmale, die Bücker benennt, haben nichts mit Nationalismus (oder auch nur Nation) zu tun. Weiterlesen „Neuer Kampfbegriff „Gendernationalismus““

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Ich stieß auf Bullshit: Die Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung [Nachtrag 1, Nachtrag 2]

Die von der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung herausgegebene Studie „VERLORENE MITTE – FEINDSELIGE ZUSTÄNDE“ wurde in den letzten Tagen in der Presse ausgiebig behandelt. Untertitel: „Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2018/19“.

„Äußerst alarmierend“, hieß es bei Spiegel Online über die Reaktionen aus SPD, Linken und Grünen, auch andere Politiker warnten vor der Gefahr durch Extremismus und Rechtspopulismus.

Ich bin bei solchen Studien – anders als noch vor fünf Jahren – misstrauisch. Ich sah mir ein Kriterium für von der Studie untersuchte Menschenfeindlichkeit – die „Abwertung asylsuchender Menschen“ – näher an.

Ich stieß auf Bullshit. Weiterlesen „Ich stieß auf Bullshit: Die Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung [Nachtrag 1, Nachtrag 2]“

…und jede Menge dummer Gutmenschen im Publikum

Es gibt so Tage, da reicht es mir. Da frage ich mich, ob die ganze Welt verrückt geworden ist – oder ich, so wie der Autofahrer, der im Radio von einem Geisterfahrer hört und sagt: „Ein Geisterfahrer? Hunderte!“

Um es vorwegzunehmen: Heute ist so ein Tag. Und ich rege mich auf in diesem Blogartikel. Weil ich die Schnauze voll habe.

Über die Klimawandel-Streiks und das damit verbundene Schulschwänzen diskutierten die Dortmunder „Fridays for Future“-Aktivistin Therese Kah, der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki, Grünen-Vorsitzender Robert Habeck, Wissenschaftler Harald Lesch und der Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, Reiner Haseloff. Kubicki und Haseloff sprachen sich gegen die Freitagsdemonstrationen aus. „Es ist schlichtweg ein Schulschwänzen und kein Streik“, kritisierte Kubicki. „Die Schüler schaden sich nur selbst, niemandem sonst.“

Das sah Aktivistin Therese Kah natürlich anders und konterte: „Es braucht drastische Maßnahmen, um zu zeigen, wie drastisch die Klimakrise ist.“

So berichtet welt.de über „Anne Will“.

Meine Auffassung zu den Klimaschwänzern habe ich hier beschrieben. Der „Konter“ der Aktivistin Therese Kah erstaunt mich trotzdem.

Gewöhnlicher Mensch: Ursache ⇒ negative Folgen ⇒ geeignete Maßnahmen

Klimaaktivistin: drastische Maßnahmen ⇒ um auf drastische Ursache hinzuweisen

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Männlichkeit in der Krise: Männer finden die falschen Frauen attraktiv

Im Guardian sieht Arwa Mahdawi Männer und ihre Männlichkeit in der Krise (alle Übersetzungen mit DeepL mit eigenen Änderungen):

Die männliche Fixierung auf junge Frauen ist ein weiteres Zeichen der Krise der Männlichkeit

Eine deprimierende neue Studie über Online-Dating zeigt ein Problem auf, das in jedem Bereich unserer Gesellschaft nachhallt. […]

Studien zeigen, dass Männer von emotional instabilen Frauen angezogen werden, vorzugsweise nicht älter als 18 Jahre.

Der Einstieg in den Artikel ist dramatisch. Es gibt ein großes Problem, das jeden Bereich unserer Gesellschaft betrifft. Schuld sind – wie immer – Männer, der Auswurf der Evolution.

Forscher untersuchten fast 200.000 heterosexuelle Nutzer und fanden heraus, dass die sexuelle Attraktivität von Männern im Alter von 50 Jahren ihren Höhepunkt erreicht, während Frauen mit 18 Jahren ihren Höhepunkt erreichen.

Männer wagen es, die falschen Frauen zu bevorzugen. Arwa Mahdawi kann ihre Empörung kaum verstecken.

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Relotius-Framing: Nein, die neuen Bundesländer sind für Asylsuchende nicht zehnmal gefährlicher

Neue Bundesländer sind für Asylbewerber zehnmal gefährlicher

titelt welt.de (Permalink) und bezieht sich auf eine Studie des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).

Ist der deutsche Osten für Asylbewerber tatsächlich zehnmal gefährlicher?

Nein, ist er nicht, wie ich zeigen werde. Aber die Überschrift setzt den Rahmen. Viele Leser betrachten sie als Kernaussage, lesen im Anreißer etwas von einer „neuen Studie“, sehen ihre Auffassung vom Osten bestätigt – und scrollen auf der Startseite von welt.de nach unten, ohne den Text zu lesen.

In westdeutschen Städten leben Menschen verschiedener Herkunft seit Jahrzehnten zusammen. Im Osten fehlt vielen diese Erfahrung. Und das hat Folgen, wie eine neue Studie offenbart. Wirtschaftliche Bedingungen spielten dagegen nur eine geringe Rolle.

Die Erklärung für den gefährlichen Osten liefert die Studie gleich mit: Den Ostlern fehlt die Erfahrung der Westler, wie Menschen verschiedener Herkunft seit Jahrzehnten zusammenleben.

Die Zahl der Angriffe sei „in Regionen mit einem zuvor geringen Ausländeranteil höher als in Regionen mit einem bereits hohen Ausländeranteil“, stellen Horst Entorf und Martin Lange fest.

Der Ausländeranteil muss nur lange genug hoch genug sein, dann werden die ostdeutschen Städte für Asylbewerber sicherer?
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Finden Frauen über 30 noch einen Mann?

Im Forum von Elitepartner stellt eine 31-jährige Frau die Frage, ob für Frauen über 30 die Partnersuche schwierig sei.

Ich (w31, attraktiv, guter Job) war nie jemand, der früh an Ehe u Kinder gedacht und sich gesehnt hat. War immer in längeren Beziehungen, aber leider war nie der dabei, mit dem ich mir vorstellen konnte, Kinder zu bekommen und zu Heiraten.

Es handelt sich um eine selbstbewusste Frau, die die Kontrolle über ihr Leben und ihre Entscheidungen hatte und hat. Mit einem guten Job hat sie keinen wirtschaftlichen Druck, der sie in eine suboptimale Beziehung zwingt.

Sie hatte längere Beziehungen, aber nicht zu Männern die sie heiraten wollte oder mit denen sie Kinder bekommen wollte.

Das hat mich aber nie gestört. Ich habe mir immer gesagt, irgendwann finde ich schon den, der zu mir passt und mit dem ich mir eine Zukunft vorstellen kann.

Diese Aussage ist interessant: Sie war sich völlig darüber im Klaren, dass sie irgendwann heiraten möchte und Kinder bekommen möchte. Den dazu passenden, (perfekten) zukünftigen Partner hat sie als Gegeben vorausgesetzt.

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Trump, Soros und China: Westliche Arroganz vom Feinsten

Holger Zschäpitz, Leitender Wirtschaftsredakteur bei welt.de, analysiert George Soros‘ Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Um die Reizworte „Trump“ und „China“ kommt er dabei genauso wenig herum wie um die typisch deutsche Arroganz und Besserwisserei.

„Xi Jinping ist der größte Feind der offenen Gesellschaft“, sagte Soros. China sei zwar nicht das einzige autoritäre System in der Welt. Doch die Kombination aus relativem Wohlstand und technologischem Fortschritt mache das Regime zu einer großen Gefahr für die westliche Welt. Offene Gesellschaften seien einer „tödlichen Gefahr“ ausgesetzt, wenn maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz als Kontrollinstrumente genutzt würden, mahnte der ungarisch-stämmige 88-Jährige.

George Soros behauptet, dass Chinas Wohlstand und technologischer Fortschritt eine Gefahr für die westliche Welt sei. Ein erklärungsbedürftiger Zusammenhang, denn es ist nicht offensichtlich, inwiefern ein autoritäres System in einem Land andere Länder negativ beeinflussen sollte.

Es ist auch nicht klar, warum die Nutzung von maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz als Kontrollinstrumente in China negative Auswirkungen auf die westliche Welt haben sollte.

Die DDR war ebenfalls ein autoritärer Staat. Welchen negativen Einfluss hatte das auf (West-)Deutschland? Welche (nicht-militärische) Gefahr ging von der DDR für Deutschland aus?

Das Problem um das sich George Soros hier herumdrückt ist, dass er eben nicht meint, dass autoritäre Staaten andere Staaten bedrohen. Er meint, dass die Auswirkungen, also die Ergebnisse unterschiedlicher Gesellschaften verglichen werden.

George Soros hat Angst, dass sich das chinesische System in mancher Hinsicht als besser herausstellt als das westliche. Er drückt sich nur um diese Aussage herum.

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