„…auch mal für den Mainstream unpopuläre Positionen und Sichtweisen“ – Dieter Nuhr und seine Greta-Thunberg-Witze

Carsten Heidböhmer kritisiert auf stern.de die Forderung, den „eher harmlos daherkommenden Comedian“ Dieter Nuhr nicht mehr im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu übertragen. Mit seinen Witzchen über Greta Thunberg nähme Nuhr „auch mal für den Mainstream unpopuläre Positionen und Sichtweisen“ ein. Auch wer über Nuhrs Witze nicht lachen könne, solle froh sein, dass es „einen wie ihn“ gäbe. Weiterlesen „„…auch mal für den Mainstream unpopuläre Positionen und Sichtweisen“ – Dieter Nuhr und seine Greta-Thunberg-Witze“

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Greta Thunberg ist die personifizierte Kompromisslosigkeit

Der Auftritt Greta Thunbergs vor dem Weltklimarat stieß, wie zu erwarten, auf viel Kritik. Dagegen wehrte sich Thunberg jetzt und attackierte ihrerseits die Kritiker, wie welt.de berichtet.

Wer ihr Vorgehen zum Klimaschutz nicht billigt, sei keiner Beachtung wert, schrieb sie.

So redet jemand, der überzeugt ist, im alleinigen Besitz der Wahrheit zu sein. Greta Thunberg meint, sie allein wisse, was richtig ist, nämlich ihr Vorgehen zum Klimaschutz. Andere Meinungen sind überflüssig, eine Diskussion erübrigt sich. Argumente nimmt Greta Thunberg nicht zur Kenntnis. Entweder ist man ihrer Meinung oder keiner Beachtung wert. Weiterlesen „Greta Thunberg ist die personifizierte Kompromisslosigkeit“

Wie in der DDR: Entlassung wegen einer privaten Unterhaltung

Es geht wieder los.

Die deutsche Gesellschaft driftet ins Totalitäre.

Hätte mir vor 10 Jahren jemand gesagt, dass Menschen in Deutschland wegen einer politischen Einstellung, die den Mächtigen nicht passt, ihren Job verlieren können, ich hätte ihn für einen Verschwörungstheoretiker gehalten.

2019 ist das Realität. Nein, das stimmt nicht, es ist noch schlimmer: Menschen können entlassen werden, wenn sie sich privat mit einem Politiker unterhalten, der die falsche politische Einstellung hat.

Hessens Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) hat die Entlassung des Chefs der Filmförderung durchgesetzt. Sein Vergehen: Ein privates Mittagessen mit einem AfD-Politiker.

Der Leiter der Filmförderung heißt Hans Joachim Mendig, der Politiker ist der AfD-Vorsitzende und EU-Parlamentsabgeordnete Jörg Meuthen.

„Ich hatte zu dem Zeitpunkt beide nicht gekannt“, so Meuthen. Mit Mendig habe er nach dem gemeinsamen Essen in einem  Frankfurter Restaurant auch keinen Kontakt mehr gehabt: „Das war unsere einzige Begegnung.“

Das muss man sich vorstellen: Da tauschen sich drei Menschen bei einem Mittagessen über die allgemeine politische Lage aus (so Meuthen), und deswegen wird einer von ihnen gefeuert. Weiterlesen „Wie in der DDR: Entlassung wegen einer privaten Unterhaltung“

Landtagswahl in Thüringen, Teil 4: Die Parteien zum Öffentlich-rechtlichen Rundfunk

In Teil 4 der Miniserie zu den Parteiprogrammen informiere ich zur Zukunft des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wie sie sich die thüringer Parteien vorstellen.

 

CDU

Mehr MDR Standorte in Thüringen: Der MDR ist eine Dreiländeranstalt. Wir setzen uns dafür ein, dass Thüringen von den wirtschaftlichen Aktivitäten und den Standortentscheidungen des MDR in dem Umfang profitiert, wie es seinem Beitragsanteil an der Anstalt entspricht. Aufträge des MDR in Thüringen sollten möglichst auch in der Region vergeben werden.

Keine Beitragserhöhung: Wir werden uns dafür einsetzen, dass der Rundfunkbeitrag nicht weiter steigt und wollen dafür werben, dass Studenten oder Auszubildende von der Beitragszahlung befreit werden. Dies ist bisher nur möglich, sofern sie BAföG beziehen. Weiterlesen „Landtagswahl in Thüringen, Teil 4: Die Parteien zum Öffentlich-rechtlichen Rundfunk“

Landtagswahl in Thüringen, Teil 3: Die Parteien zur Flüchtlingspolitik

In Teil 3 der Miniserie geht es um die Absichten der Parteien im Umgang mit Flüchtlingen.

CDU

Keine Einwanderung über den Flüchtlingsschutz: Wir bekennen uns zu unserer humanitären Verpflichtung, Asyl und Flüchtlingsschutz zu gewähren. Flüchtlingsschutz ist Schutz auf Zeit und muss im Normalfall in einer Rückkehr in das Herkunftsland enden, wenn der Fluchtgrund entfallen ist. Der Flüchtlingsschutz muss so ausgestaltet sein, dass er nicht als Einladung zur Einwanderung missverstanden werden kann.

Kein Bleiberecht ohne Aufenthaltsstatus: Wir werden die rot-rot-grüne Praxis beenden, in jedem Flüchtling im Grunde einen Thüringer Neubürger zu sehen. Wer keinen Flüchtlingsschutz genießt muss ausreisen und abgeschoben werden, wenn er dieser Aufforderung nicht nachkommt. Weiterlesen „Landtagswahl in Thüringen, Teil 3: Die Parteien zur Flüchtlingspolitik“

Männer werden sexuell übergriffig, wenn man sie nicht unter Kontrolle hält

Einen Artikel aus 2016 hat meine Aufmerksamkeit geweckt. Es geht um die Aussagen des Rechtspsychologen Rudolf Egg vor dem Untersuchungsausschuss im Landtag von Nordrhein-Westfalen zu den Ereignissen Silvester 2015.

Ich fand es interessant diesen drei Jahre alten Artikel noch einmal zu lesen und sich die Situation von damals noch einmal ins Gedächtnis zu rufen.

Rudolf Egg gibt Aussagen der Opfer in ihrer Strafanzeige wieder.

Frauen, die übel begrapscht und auf widerwärtige Weise sexuell belästigt worden sind, gaben etwa zu Protokoll: „Leider waren die Polizisten vor Ort nicht sehr hilfreich. Eine Beamtin sagte zu mir: ,Du kommst doch aus Köln, dann weißt du doch, dass du hier nicht feiern gehen darfst.‘“

Egg findet dafür deutliche Worte: „Es ist unerträglich, wenn einigen Frauen das Gefühl gegeben wurde, sie selbst hätten dazu beigetragen.“

Ja, darüber kann man sich aufregen. Ich will ebenfalls nicht in einem Land leben in dem man sich nicht frei bewegen kann, ohne Angst zu haben.

Spannend ist der Blickwinkel der Polizistin. In ihrem Job kennt sie schließlich die Realität und ist häufiger mit körperlichen Übergriffen konfrontiert. Für die Polizistin ist klar, dass man in erster Linie selbst für seine eigene Sicherheit verantwortlich ist. So wie sie selbst in ihrem beruflichen Alltag.

Aus dieser Perspektive sagt sie: Ihr kennt die Lage, warum bringt ihr euch selbst in unnötige Gefahr?

Ja, Egg kann sich moralisierend über diese Aussage in das Gesicht eines Opfers echauffieren. Und er hat damit Recht. Trotzdem ist das nur die eine Seite.

Die Polizistin hat eben auch Recht. Sie sollte nur nicht recht haben. Es wäre besser und unser Land wäre lebenswerter, wenn sie nicht Recht hätte.

Ich finde eher verwunderlich, dass der eigentliche Skandal dieser Aussage keine Aufmerksamkeit findet: Eine Polizistin, die die reale Situation in Köln aus persönlicher Erfahrung kennt, beschreibt nichts anderes als eine No-Go-Area.

Für sie ist es normal, dass man dort nicht hingehen sollte. Für sie ist es Allgemeinwissen, dass man diesen Bereich meiden sollte.

Als Polizistin ist sie quasi eine Expertin auf diesem Gebiet. Dass diese unzensierte Expertenaussage nicht aufgegriffen und skandalisiert wurde sagt vieles über den Zustand unserer Politik und unserer Medien aus.

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