Die feministische Logik des Arbeitsmarkts: Es gibt keine

Detlef Esslinger redet bei sueddeutsche.de die Realität schön. Er meint, es wäre keine schlechte Sache, wenn 25 Prozent der Auszubildenden ihre Ausbildung abbrechen.

Die vielen Abbrecher sind eine gute Nachricht

Habe ich gesagt schönreden? Feiern ist wohl die bessere Beschreibung.

Nur wenige Lehrlinge geben damit das Ziel auf, sich ausbilden zu lassen. Statt sich alles gefallen zu lassen, suchen sie bessere Bedingungen.

Detlef Esslingers Horizont scheint bei bei der persönlichen Sicht des Auszubildenden zu enden. Ein Ausbildungsabbruch ist aus seiner Sicht nur schlecht, wenn keine weitere Ausbildung folgt. Abbrecher, die einfach nur „bessere Bedingungen“ suchen sind für ihn in Ordnung.

Auswirkungen auf die Ausbildungsbetriebe, den gesamten Berufsstand oder gar auf die Wirtschaft kann Detlef Esslinger nicht erkennen.

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Politikwissenschaft ist keine Wissenschaft: Wie man rassistische Vorurteile schürt

Unter dem Titel

Rassenlehre

Die Rückkehr einer Bullshit-Wissenschaft

gibt es bei Zeit-Online einen Artikel, der die Wissenschaft von der Rassenlehre kritisieren soll.

Ich wusste nicht, dass es diese Wissenschaft gibt.

Absurdeste Thesen zu Intelligenz und Abstammung werden wieder diskutiert. Auch dank des Rechtsrucks in den USA. Das ist keine Wissenschaft, sondern einfach nur Rassismus.

Der Artikel gibt vor, sich mit Wissenschaft auseinanderzusetzen. Doch schon im Teaser wird klar, dass dem nicht so ist. Der Autor Gavin Evans vermischt Wissenschaft und Politik, indem er den von ihm wahrgenommenen Rechtsruck in den USA für wissenschaftliche Thesen verantwortlich macht.

Der Journalist, Autor und promovierte Politikwissenschaftler Gavin Evans hat unter anderem ein Buch über die Frage geschrieben, ob Intelligenz eine Frage der Rasse ist.

Um ehrlich zu sein, ich musste nach diesem Satz lachen. Ein Politikwissenschaftler der sich in Biologie versucht. Ich halte das für aussichtslos und humoristisch.

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Wie man ein Gespräch führt ohne die entscheidenden Punkte zu benennen

Über Hadmut Danisch bin ich auf einen Artikel bei den Stuttgarter Nachrichten aufmerksam geworden.

Dieser Artikel zeigt, wie die politisch korrekte Presse verschweigt oder kleinredet und auch die Auswirkungen der Probleme überhaupt nicht erwähnt werden.

Dabei arbeiten der Journalist Willi Reiners und der Klinikchef Mark Dominik Alscher Hand in Hand.

Ich glaube nicht, dass es sich um eine abgesprochene Tabuzone handelt, die nur sehr vorsichtig betreten wird – nein, ich glaube, dass politische Korrektheit beiden Seiten längst in Fleisch und Blut übergegangen ist.

Gewalt im Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart

Es geht um Gewalt in einem Krankenhaus, so steht es über dem Artikel. Ich muss das betonen, weil die politisch korrekte Waschmaschine bereits in der ersten Frage des Interviews einsetzt. Weiterlesen „Wie man ein Gespräch führt ohne die entscheidenden Punkte zu benennen“

Warum die Erziehung von Söhnen einfacher ist als die Erziehung von Töchtern

Die Datenlage ist klar, Jungen werden vom deutschen Bildungssystem benachteiligt. Bei gleicher Leistung bekommen sie schlechtere Noten als Mädchen.

An anderen Stellen wird geäußert, dass Jungs zwar genauso intelligent wie Mädchen seien, sie aber selbst schuld wären, das sie trotzdem schlechtere Noten bekommen.

In dieser zynischen Sicht ist es nicht das Versagen der Schulen und ihrer Pädagogen, sondern es ist die Schuld der Kinder, dass die Noten nicht ihre tatsächlichen Leistungen widerspiegeln.

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Fefe und die „richtigen“ Schwulen

Fefe hatte mal wieder einen Geistesblitz:

Jens Spahn legt nach, diesmal über „ungeborenes menschliches Leben“. Wow. Hat dem mal jemand erzählt, dass in seinem Wertesystem seine Homoehe als Sodomie einzuschätzen und zu bekämpfen wäre?

Fefe spielt auf Spahns Homosexualität an und meint, dass er wegen „seiner“ Homoehe ein „Wertesystem“ vertreten müsste, welches auch Abtreibungen erlaubt.

Schwule dürfen Fefes Ansicht nach keine eigene Meinung zum Thema Abtreibung haben. Für Fefe heißt es: Wer Homoehe sagt, muss auch Abtreibung sagen.

Aber warum? Das sind zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben. Homosexualität und Homoehe, genau wie Heterosexualität und Heteroehe haben keine Opfer – solange alles im Konsens passiert.

Das ist bei einer Abtreibung anders: Hier wird ein menschlicher Fötus abgetötet.

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Das schwache Signal in den Zwanzigern – oder: Die Auswirkungen des Feminismus auf Männer und Frauen

Zeit.de berichtet über Luis, 23. Zunächst studierte Luis Soziologie und Philosophie, was er aber nach dem ersten Semester abbrach. Danach begann er eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann. Jetzt arbeitet Luis 39 Stunden in der Woche in diesem Beruf.

Bruttoeinkommen: 2.971 Euro.

Nettoeinkommen: 1.871 Euro. Wenn ich auf 32 Stunden reduziert habe, werden es 1.600 Euro sein. Dazu kommt ein Weihnachtsgeld in Höhe von rund 80 Prozent eines Monatslohns.

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Was unsere Gesellschaft im innersten zusammenhält

Bei der Zweifelsfrau gibt es ein Gedankenexperiment:

Stellen Sie sich vor, ab morgen würde sich die Hälfte der Bundesbürger dafür entscheiden, im Supermarkt, im Kaufhaus oder beim Einzelhändler nicht mehr zu bezahlen. Also nicht mehr nur ein paar Hundert oder ein paar Tausend, wie an einem normalen Tag, sondern 40 Millionen. Stellen Sie sich vor, die gehen ab morgen in die Läden, nehmen sich, was Ihnen gefällt, und spazieren wieder hinaus.

Wäre das eine Straftat? Aber sicher. Wäre das eine Verletzung geltenden Rechts? Selbstverständlich. Könnten die bestehenden Institutionen die geltenden Gesetze durchsetzen, dem gesetzten Recht wieder zu seinem Recht verhelfen? Nein, natürlich nicht. Kein Staat dieser Welt hätte die Kapazität dazu, die Hälfte seiner Bevölkerung davon abzuhalten oder nachträglich zu sanktionieren.

Das Recht auf Eigentum – woraus sich ja die Pflicht zum Leisten eines Gegenwerts beim Übertragen des Eigentums ableitet – existiert nicht, weil es in den Gesetzen steht, sondern weil sich die überwiegende Mehrheit der Menschen daran hält. Und zwar die überwiegende, überwiegende Mehrheit. Also nicht irgendwie 64 Prozent oder gar nur 51 Prozent. Sondern ein Prozentsatz deutlich näher an den 100%. Nur so hat nämlich ein Gemeinwesen die Chance gegenüber den paar Prozent, die sich nicht daran halten, das Recht auch durchzusetzen und die Übertretung zu sanktionieren.

Es ist die gelebte Übereinkunft, die das Recht überhaupt erst handhabbar macht.

Dieses gut nachvollziehbare Beispiel kann man auf andere Straftatbestände übertragen.

Daraus lässt sich ableiten, dass es in unserer Gesellschaft Werte gibt, an die sich (fast) alle Menschen halten. Täten sie es nicht, hätte unsere Gesellschaft keine Ressourcen dies zu verhindern.

Unsere Gesellschaft bräche zusammen.

Dann bin ich auf einen Tweet gestoßen (Original in englisch):

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