Vollzeitstellen für Gleichstellungsbeauftragte

Ein Beispiel aus Ahrensburg in Schleswig-Holstein zeigt, wie schwer es ist, einmal verteilte Pfründe wieder zu kassieren.

Die vollzeitbeschäftigte Gleichstellungsbeauftragte in Ahrensburg, einer Stadt mit 30.000 Einwohnern, geht Ende März in den Ruhestand. Die Verwaltung hat vorgeschlagen, die Stelle um die Hälfte zu reduzieren. Der Bürgermeister als Chef der Verwaltung meint, die Aufgaben seien auch mit reduzierter Stundenzahl umzusetzen. In der von ihm in den Stadtrat eingebrachten Beschlussvorlage heißt es: Weiterlesen „Vollzeitstellen für Gleichstellungsbeauftragte“

Feministische Ökonomie ist Ideologie plus Forderungen

Im Onlineangebot der Frankfurter Rundschau habe ich einen Artikel über „feministische Ökonomie“ gelesen. Autorin ist Tess Herrmann, die sich als Mitglied eines „Kollektivs für Gesellschaft und Ökonomie“ bezeichnet. Sie schreibt unter der Überschrift „Feminismus nur am Rand“:

Selbst auf Konferenzen, die eine Vielfalt innerhalb der ökonomischen Lehre und Forschung fordern, sind Frauen oft unterrepräsentiert. Das muss sich ändern!

Als ein Schreibkollektiv, das sich mit feministischer Ökonomik beschäftigt und versucht, den regierenden Mainstream der Volkswirtschaftslehre auf seine blinden Flecken hinzuweisen, stoßen wir auch bei den Ökonominnen und Ökonomen, die sich ausdrücklich mit alternativen Themen auseinandersetzen, immer wieder auf Unverständnis.

Für das Verständnis ihrer Kritik wäre es wichtig zu wissen: Weiterlesen „Feministische Ökonomie ist Ideologie plus Forderungen“

Die Demografie-Lüge

Interessanter Beitrag auf welt.de: Wolfgang Kaden schreibt über die „Demografie-Lüge“.

Die niedrige Geburtenrate ist ein großer Gewinn für uns

Er bezieht sich auf den verstorbenen Soziologen Karl Otto Hondrich. Der habe in seinem 2007 erschienenen Buch „Weniger sind mehr“

überzeugend dargelegt, warum der Geburtenrückgang mitnichten einen Grund für apokalyptische Szenarien biete, sondern, im Gegenteil, „ein Glücksfall für unsere Gesellschaft“ sei.

Weiterlesen „Die Demografie-Lüge“

Traumjobs dank Flüchtlingskrise IV

Die Augsburger Allgemeine berichtet unter der Überschrift „Sozialpädagogen für Flüchtlingsarbeit verzweifelt gesucht“:

Weil immer mehr Flüchtlinge Betreuung brauchen, fehlen Fachkräfte an allen Ecken und Enden. Wie viele Stellen nötig sind, kann keiner vorhersehen.

Und das trotz Abschwächung des Zustroms von Asylbewerbern. Weiterlesen „Traumjobs dank Flüchtlingskrise IV“

Eifrig, verbissen und peinlich: taz-Autorin wird vorgeführt

Bundesrichter Thomas Fischer beschreibt auf meedia.de  das Zustandekommen und letztliche Scheitern eines Interviews mit der taz-Autorin Simone Schmollack, die mit einem offenen Brief an Fischer in Erscheinung trat.

Fischer antwortet und veröffentlicht eine der vier Interviewversionen, die ihm Schmollack per E-Mail zur Autorisierung übersandt hatte. Weiterlesen „Eifrig, verbissen und peinlich: taz-Autorin wird vorgeführt“

Entwicklung in Afrika: Bevölkerungswachstum und Migrationsdruck

Eine lesenswerte Kolumne auf zeit.de: Theo Sommer schreibt über die demografische Entwicklung in Afrika und die Erwartung von Millionen Menschen, die insbesondere aus den Staaten südlich der Sahara nach Europa drängen werden.

Wohl sind eine Reihe von Ländern letzthin in die Wachstumszone von vier, ja sechs Prozent vorgestoßen, doch die Hälfte aller bitter Armen dieser Welt leben in Afrika südlich der Sahara. Jeder achte Flüchtling kam im ersten Halbjahr 2015 von dort. Dies könnte noch viel schlimmer werden. Nach den jüngsten demografischen Projektionen kommt in den nächsten Jahrzehnten ein Flüchtlingsproblem auf uns zu, das die derzeitige Herausforderung weit in den Schatten stellt.

Hier im Blog hatte sich Siggi mit dem Bevölkerungswachstum in Afrika beschäftigt. Für die „Zeit“ sind das ungewohnt klare Worte. Weiterlesen „Entwicklung in Afrika: Bevölkerungswachstum und Migrationsdruck“

Polygamisten in Parallelgesellschaften haben’s auch nicht leicht

Mohamed Amjahid hat sich für die Zeit auf die Suche nach Polygamisten gemacht. Die BILD-Zeitung hatte berichtet, dass fast jeder dritte arabische Mann in Berlin-Neukölln zwei Frauen habe.

Er klappert Hinterhofmoscheen auf der Sonnenallee ab, spricht mit einem Imam, dem Rathaus, der Arbeitsagentur und Integrationsvereinen. Er findet keinen einzigen. Das überrascht mich dann doch. Keiner der fast 5.000 arabischstämmigen Männer in Neukölln hat mehr als eine Frau? Kann es sein, dass Polygamie nicht an die große Glocke gehangen wird? Dass insbesondere gegenüber der Presse eher geschwiegen wird? Weiterlesen „Polygamisten in Parallelgesellschaften haben’s auch nicht leicht“