Die Deindustrialisierung Deutschlands für symbolische Klimapolitik

Ich einem Artikel bei focus.de wird von dem Vorwurf der EU-Kommission berichtet, europäische Automobilhersteller übertrieben bei der Angabe ihres aktuellen CO2-Ausstoßes, damit sie in Zukunft mehr Spielraum bei der Einhaltung von niedrigeren Grenzwerten hätten.

Die Hersteller blicken offensichtlich mit Sorge in die Zukunft, ob sie – trotz großer Investitionen in Forschung und Entwicklung – in der Lage sind die zukünftigen Grenzwerte einzuhalten. Die Verzweiflung scheint groß zu sein in einem der bedeutendsten Industriezweige Deutschlands.

Für mich stellt sich die Frage, wie groß der Beitrag des europäischen Verkehrs am globalen CO2-Ausstoß ist, also wie groß die CO2-Reduktion ist, die sich überhaupt erreichen lässt.

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Kritischer Journalismus bei Spiegel Online: Der Umzug der Soros-Stiftung nach Berlin

Keno Versek führt bei Spiegel-Online ein Interview mit Mitarbeitern der Soros-Stiftung, die ihren Sitz von Ungarn nach Berlin verlegt. Meine Kenntnisse der Soros-Stiftung sind begrenzt, ich habe versucht mir mit Hilfe dieses Interviews eine Meinung zu bilden.

Ungarn übte massiven Druck auf die Stiftung des US-Milliardärs George Soros aus. Nun zieht die Stiftung nach Berlin um. Hier schildern zwei Mitarbeiter, was sie in dem osteuropäischen Land erleben mussten.

Liest man den Teaser bekommt man einen schlimmen Eindruck der Situation. Zwei Mitarbeiter haben „massiven Druck“ erlebt. Wir werden sehen, was sie im Interview schildern.

Das Artikelbild zeigt laut Bildunterschrift eine Demonstration gegen Soros in MazedonienEs geht also nicht nur um Ungarn. Auch anderswo scheint man mit der Soros-Stiftung ein Problem zu haben. Warum es Widerstand gegen die Stiftung gibt, wird aber nicht thematisiert.

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Zuschauererziehung: Wird „The Big Bang Theory“ durch Drogen erst schön?

Torsten Kleinz regt sich bei Heise Online über die Fernsehserie „The Big Bang Theorie“ auf, die für ihn eine“ intellektuelle Beleidigung“ ist. Anlass ist die Einstellung der Sendung nach der nächsten Staffel.

Laut Entertainment Weekly war es Hauptdarsteller Jim Parsons, der selbst für eine Gage von 50 Millionen US-Dollar nicht mehr bereit war, zwei weitere Jahre den Wissenschaftler Sheldon Cooper zu spielen, der auf dem emotionalen Level eines 13jährigen Jungen hängengeblieben ist. Dafür ist Parsons zu danken.

Offensichtlich ist die Serie ein kommerzieller Erfolg und die Produzenten sehen eine erfolgreiche Zukunft – sonst würden sie wohl dem Hauptdarsteller wohl kaum einen solchen Betrag bieten. Schon diese Tatsache zeigt, dass Torsten Kleinz mit seiner Einschätzung nur für sich selbst, nicht aber für die Fans der Serie spricht.

Gänzlich unverständlich ist mir folgende Kritik des Autoren:

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Grönemeyer will die Mehrheit der Deutschen vor Gericht stellen

Herbert Grönemeyer trat am Freitag als Überraschungsgast bei einem Musikfestival in Jamel (Mecklenburg-Vorpommern) auf.

Musiker Herbert Grönemeyer hat nach eigenen Worten in 62 Jahren noch keine Zeit erlebt, in der laut zu sein so wichtig war. „Das Land ist nervös, die Zeiten sind nervös, und wir müssen lernen, Haltung zu zeigen, den Mund aufzumachen und laut zu werden, richtig laut zu werden, damit die rechte Szene merkt: Das ist hier nicht gewollt“, sagte Grönemeyer am Freitagabend als Überraschungsgast des Musikfestivals in Jamel.

Da haben sicher alle gejubelt, die da „gegen rechts“ versammelt waren. Ganz im Sinne von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), die auf der Bühne davon sprach, in den letzten Jahren seien „die, die auf Hass und Hetze setzen, lauter geworden“. „Und das sollten wir nicht zulassen.“

Grönemeyer und Schwesig forcieren eine bedenkliche Art der Auseinandersetzung. Es geht darum Haltung zu zeigen, sich abzugrenzen, Andersdenkende laut zu übertönen. Diese demonstrative Ausgrenzung legitimieren sie durch Verhalten und Eigenschaften, die sie anderen zuschreiben: Die anderen, das sind die, die Hass und Hetze verbreiten.

Das ist kein Versuch, andere von der eigenen Meinung zu überzeugen. Das ist der Versuch einen Keil zwischen die eigenen Anhänger und die anderen, in diesem Fall „die Rechten“, zu treiben.

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Sollen Arme doch den FlixBus nehmen

Bei Spiegel Online bin ich auf eine Kolumne von Georg Diez gestoßen.

Wenn ein Flug von Berlin nach Köln 15 Euro kostet und eine Fahrt mit der Bahn 120, dann läuft etwas grundsätzlich falsch.

Für die Fahrt von Berlin nach Köln habe ich bei der Bahn Angebote ab 25,90 Euro gefunden. Georg Diez‘ Kolumne beginnt schon so richtig gut. Ganz offensichtlich vergleicht er in der Überschrift Äpfel mit Birnen, nämlich das begrenzte Kontingent eines Sonderangebotes eines Billigfliegers mit dem regulären Preis der Bahn.

Und es wird nicht besser. Die Kolumne startet mit der herablassenden Beschreibung von Nutzern von Billigfliegern, die konsterniert sind, dass ihr Mallorca-Flug ausgefallen ist. Der hätte doch nur 73 Euro gekostet, lässt Georg Diez seine Leser hämisch wissen.

So als könnten die Nutzer, die ein Ticket zu diesem Preis kaufen, nichts anderes erwarten. Ist Georg Diez das Prinzip der Mischkalkulation nicht bekannt?

Es gibt, so war die Erfahrung der vergangenen Jahre, eine Art Menschenrecht auf absurd billiges Reisen,

Ganz offensichtlich kann man für eine Kolumne bei Spiegel-Online einfach irgendetwas fabulieren: Wer behauptet oder impliziert, dass es ein Menschenrecht auf billiges Reisen gäbe?

Ich habe zunächst angenommen, dass das witzig gemeint sein soll. Georg Diez macht aber sofort klar, dass das genauso moralinsauer gemeint ist, wie es klingt:

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Jammerfrauen vergiften ihre Beziehung und ihr Leben

Bei Bento beklagen sich Frauen darüber, dass sie mit ihren Freunden nicht über das Thema „Frauen“ sprechen können.

FÜHLEN
So reden junge Paare über Gleichberechtigung: „Sobald es um ‚Frauen‘ geht, streiten wir“

Bei der Überschrift konnte ich mir ein Lachen nicht ganz verkneifen: „Fühlen“. Bento und seine Leser werden wohl niemals erwachsen.

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Bestrafe einen, erziehe Hunderte

Die Frankfurter Rundschau berichtete vor kurzem über den Trick im „extrem rechten Lager“, den Leuten etwas über Sprechtabus vorzulügen. Repräsentanten „demokratischer Organisationen“ sollten sich „solche Tricks verkneifen“.

Im extrem rechten Lager wird den Leuten vorgelogen, über bestimmte Dinge dürfe nicht geredet werden. Aber der Repräsentant einer demokratischen Organisation wie des Städtetags sollte sich solche Tricks verkneifen.

Das bedeutet nichts anderes als:

  1. Es ist rechtsextrem, über politisch-korrekte Sprechtabus zu reden.
  2. Über Sprechtabus zu reden, sollte mit einem Sprechtabu belegt werden.

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