Erst „Integration“, dann „gegenseitige Akzeptanz“ und jetzt „kulturelle Modernisierung“

Ich hatte hier beschrieben, wie deutsche Islamverbände in seltsamer Einigkeit mit Mitgliedern der deutschen Regierung dafür werben, das Staatsziel der Integration von Zuwanderern durch Akzeptanz zu ersetzen.

Die Integration von Zuwanderern, also die Aufnahme von Migranten in das nationale Sozialgefüge, erfordert die Bereitschaft der Migranten zur Anpassung. An ihre Stelle soll aktive Akzeptanz des Sozialgefüges der Migranten durch die Aufnahmegesellschaft treten. Nebenbei drückt Akzeptanz ein zustimmendes Werturteil aus.

Die Autoren einer neuen Bertelsmann-Studie gehen einen Schritt weiter. Sie bezeichnen die aktuelle Veränderung der deutschen Gesellschaft durch neue kulturelle Einflüsse als kulturelle Modernisierung.

Das ist nichts weniger als das Gegenteil von Integration, es bedeutet die Anpassung der deutschen Gesellschaft an die Zuwanderer.

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Eine Behandlung therapiebedürftiger Wähler ist sinnvoll und möglich

Teil 1: „Schöner wäre ein offener, ehrlicher Umgang mit AfD-Wählern“

Ich habe selten einen so schlechten Artikel wie den Ronja von Rönnes auf zeit.de gelesen. „MEINE GÜTE, DANN WÄHLT HALT AFD“, steht in Großbuchstaben darüber. Von Rönnes fehlende Bereitschaft zur inhaltlichen Auseinandersetzung verbirgt sich hinter einer Maske gelangweilter Abfälligkeit.

Nur ein Abschnitt von vielen:

Schöner wäre ein offener, ehrlicher Umgang mit AfD-Wählern, ähnlich wie mit introvertierten Internetartikel-Verfassern: „Oh, echt? Du hast Angst vor Burkas? Du Arme!“ oder „Das tut mir total leid für dich, meine Oma hatte das auch mal, aber dann hatte sie einen super Therapeuten, der das mit ihrer Fremdenangst toll in den Griff gekriegt hat.“

Es gibt eine tiefe Kluft zwischen Journalisten der etablierten Medien und dem, was sie „ängstliche Bürger“ nennen. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Argumenten von Burka-Gegnern findet hier – wie im gesamten Artikel – nicht statt. Die Diffamierung als therapiebedürftige Angsthasen ist für von Rönne ein „ehrlicher Umgang mit AfD-Wählern“. Das ist an Überheblichkeit kaum zu überbieten. Weiterlesen „Eine Behandlung therapiebedürftiger Wähler ist sinnvoll und möglich“

Die Tyrannei der Wenigen

Die BZ berichtet über die Forderung des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) der Berliner Alice Salomon Hochschule, ein Gedicht des Lyrikers Eugen Gomringer von der Südfassade des Gebäudes zu entfernen.

Das ist die Übersetzung des Gedichtes (im Original spanisch):

Alleen

Alleen und Blumen

Blumen

Blumen und Frauen

Alleen

Alleen und Frauen

Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer

Was ist der Stein des Anstoßes?

Der Vorwurf, den die Studentenvertretung der Hochschulleitung in einem offenen Brief macht, gründet auf Gefühlen von Angst, Degradierung und als unangenehm empfundener Bewunderung von Frauen. Weiterlesen „Die Tyrannei der Wenigen“

Jammerfrau erzählt unplausible und lückenhafte Geschichte – stern.de hinterfragt nichts

Über Siggis Verweis auf den Sexismusbeauftragten in einem Artikel bin ich auf diesen Artikel auf stern.de über eine entsorgte Mutter gestoßen. Dort heißt es:

Carolin P., 39 Jahre: Ihr Mann nahm ihr erst die Kinder, dann die Existenz

Da beklagt sich eine Frau, entsorgt worden zu sein – und plötzlich wird das deutsche System von Gewaltschutz, Sorgerechtszusprechung und Unterhaltsverpflichtungen, das häufig zu Lasten von Männern geht, als unmenschlich dargestellt. Der Sexismusbeauftragte hat beleuchtet, dass die Elternteilentsorgung für die Presse erst jetzt interessant wird,

wenn auch immer häufiger mal Mütter damit konfrontiert werden.

Da hat er Recht. Der Sexismusbeauftragte ist aber davon ausgegangen, dass die entsorgte Mutter die Wahrheit sagt.

Nach meinem Dafürhalten stinkt die ganze Geschichte zum Himmel, denn sie basiert ausschließlich auf Aussagen der Frau.

Im Folgenden hören wie die Geschichte einseitig berichtet von Carolin P. Ihr Mann kommt nicht zu Wort.

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Lässt der MDR eine Politikerin der Partei DIE LINKE unter falschem Namen über Mieten im Osten jammern?

Am 22. August 2017 um 20:15 Uhr – zur besten Sendezeit – lief im MDR Fernsehen die Sendung „Umschau“. Ein Beitrag befasste sich mit dem Wohnungsmarkt in Leipzig: „Was die Mieten steigen lässt“.

Nach dem Einstieg wird dem Zuschauer Familie Riekewald vorgestellt.

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Die Wahlempfehlung des Lesben- und Schwulenverbandes

Eine Wahlempfehlung im Berlin Journal.

Der Lesben-und Schwulenverband (LSVD) hat Union, SPD, Linke, Grüne, FDP und AfD zu ihren Positionen befragt. Nun rät er den Wählern, sich von der lesbischen AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel „nicht täuschen zu lassen“, sondern auf die konkreten Vorhaben ihrer Partei zu schauen.

So wolle die AfD als einzige Partei bestehende Bildungs- und Aktionspläne gegen Homo- und Transphobie beenden und das Antidiskriminierungsgesetz abschaffen. Diese „zutiefst homophobe Politik“ zeige sich auch in den AfD-Antworten auf die „Wahlprüfsteine“ des LSVD.

Der unkritische Artikel ist Müll. Er schildert lediglich die Position des LSVD. Interessant sind die Kommentare. Als ich den Artikel gelesen habe, am 23.8. um 9:56 Uhr, gab es 50 Kommentare. Hier eine Auswahl (mit vorgeschaltetem Vulgärfilter): Weiterlesen „Die Wahlempfehlung des Lesben- und Schwulenverbandes“

Der Hauptgrund der Briten, für den Brexit zu stimmen, war die Flüchtlingskrise

Über den Brexit wurde schon viel geschrieben. Und auch darüber, was die Briten bewogen hat, mehrheitlich für den Brexit zu stimmen. Viele Gründe wurden genannt. Dass die Flüchtlingskrise, die ungesteuerte Einwanderung vieler Menschen nach Europa, der Hauptgrund war, ließ sich deutschen Medien bisher meist nicht entnehmen.

Was war die Ursache für die Entscheidung der Briten, die Europäische Union zu verlassen? Was gab den Ausschlag, was brachte die entscheidenden Prozentpunkte, damit es für eine knappe Mehrheit reichte? Was bewegte die Briten 2016 und was bewegt sie bis heute? Weiterlesen „Der Hauptgrund der Briten, für den Brexit zu stimmen, war die Flüchtlingskrise“