Selbstverständlich lassen wir uns vom Terror einschüchtern

In Lokalzeitungen kann man nachlesen, was in großen Medien nicht vorkommt:

Terrorangst: Gymnasium streicht Fahrten in europäische Metropolen

Auf der Lehrerkonferenz in der vergangenen Woche wurde unter anderem das Fahrtenprogramm für das kommende Jahr beschlossen. Die sonst am Steinhagener Gymnasium üblichen Ziele London, Paris, Prag und Wien tauchen darin nicht mehr auf.

„Diese Entwicklung hat sich in den vergangenen Jahren bereits angebahnt“, berichtet der Schulleiter mit Blick auf zurückliegende Terrorereignisse. Auf diese habe eine kleine Gruppe Eltern und Lehrer hysterisch reagiert. Scheele-von Alven ließ durchblicken, dass es in der Vergangenheit teils hochemotionale Auseinandersetzungen über die Sicherheit der Studienfahrten an der Schule gegeben haben muss.

Man kann es sich einfach machen und den Eltern vorwerfen, dass sie nicht rational handeln. Auf mich wirkt das Verhalten überbehütend und dumm. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Kinder in einer europäischen Metropole Opfer eines Terroranschlages werden, ist sehr gering.

Aber Terror trifft die Menschen nun einmal auf einer emotionalen Ebene. Und Kinder sind ein emotionales Thema. Die nicht rational handelnden Eltern (praktischerweise scheint die Gruppe dank dieser Formulierung geschlechtsneutral zu sein) zeigen aber ganz deutlich: Wir lassen uns von Terrorismus einschüchtern und wir ändern wegen Terrorismus unsere Lebensweise.

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Web.de und Professor Christian Pfeiffer: An der komplexen Wahrheit vorbei

Bei web.de versucht man mit den üblichen Methoden das Problem der hohen Kriminalität von Zuwanderern herunterzuspielen. Der Artikel hat den Titel

Sexualstraftäter in Deutschland: Die komplexe Wahrheit über Migranten und Statistiken

In die Schlagzeilen kommen aber auch immer wieder falsche oder zumindest tendenziös wiedergegebene Zahlen zu Sexualdelikten – wie die jüngst von Bayerns CSU-Innenminister Joachim Herrmann.

Er hatte für sein Bundesland verkürzt von drastisch mehr Vergewaltigungen im ersten Halbjahr 2017 gesprochen – obwohl die Zahlen auch sexuelle Nötigungen enthalten.

Joachim Herrmann hat also Zahlen zu Sexualdelikten „tendenziös wiedergegeben“ nur weil er bei der Zunahme der Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen nur von „Vergewaltigungen“ gesprochen hat.

Es handelt sich tatsächlich nur um eine Verkürzung des Sachverhaltes. Dieser Unterschied – wahrscheinlich eher durch die mündliche Präsentation bedingt – ist für Web.de tendenziös.

Die Basisgröße (von der die Zunahme berechnet wurde) bezog sich aber korrekt ebenfalls auf Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen. Es ist also gut möglich, dass Vergewaltigungen alleine tatsächlich um den von Herrmann berichteten Prozentsatz von 48 Prozent (!) zugenommen haben. Genauso wie auch die Summe aus beiden Straftatbeständen, die nur nicht einzeln statistisch erfasst werden.

Für Web.de sind nicht 48 Prozent zusätzliche Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen der Skandal, sondern dass sexuelle Nötigungen nicht so schlimm sind wie Vergewaltigung.

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Was die tz aus München bei Vergewaltigungen wichtig findet

In der tz kann man lesen, dass die Anzahl der Vergewaltigungen in Bayern in den ersten sechs Monaten diesen Jahres um fast 50 Prozent gestiegen ist:

Insgesamt tauchen in der Polizeistatistik 685 Fälle auf, ein Plus von 48 Prozent. Besonders auffällig: Die Zahl der Taten, die Zuwanderern zugeordnet wurden, stieg gar um 91 Prozent auf 126, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag im Kabinett. Damit lag der Gesamtanteil der Zuwanderer an allen sexuellen Vergehen bei 18 Prozent (2016: 14 Prozent)

Laut Wikipedia wurden zwischen 2007 und 2015 bundesweit jährlich 7.000 und 8.000 Vergewaltigungen und schwere sexuelle Nötigungen im Jahr angezeigt. Seit 2012 mit abnehmender Tendenz. Die Schwankungen von Jahr zu Jahr lagen dabei immer deutlich unter zehn Prozent.

Dieser Kontext zeigt, wie ungewöhnlich die Steigerung um 50 Prozent ist. Setzt sich der Trend im Gesamtjahr fort, ist 2017 mit ca. 3.500 zusätzlichen Vergewaltigungsopfern zu rechnen.

Ich finde es beschämend, dass die tz diesen Kontext nicht erwähnt und damit dem Ausmaß des Problems nicht gerecht wird. Ich halte es für eine der Hauptaufgaben von Medien, Daten und Fakten in einen verständlichen Kontext zu setzen.

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Mit diesen Politikern geht Leipzig den Berliner Weg des Failed State

Durch unsere MDR-Beiträge in der letzten Zeit bin ich auf die Leipziger Lokalpolitik aufmerksam geworden. Je mehr Informationen ich mir dazu anlese, desto schockierter bin ich über Leipzig und das Verhalten der Leipziger Politiker.

Die Zeit berichtet groß über ein Viertel im Leipziger Süden:

Connewitz: Das ist, neben der Hamburger Schanze und der Rigaer Straße in Berlin, eine der Autonomen-Hochburgen Deutschlands. Streitet die Republik über linke Gewalt, schaut sie immer auch hierher, in diesen Leipziger Stadtteil. […]

Wirklich jede einzelne Wand ist voll mit Graffiti. Die meisten Leute trinken ihr Bier lieber auf der Straße als in Bars; Punk-Musik tönt auch nach 22 Uhr aus den Fenstern, ohne dass sich jemand beschwert; […]

Für viele im Viertel war die Eröffnung der Polizeistation eine Kampfansage. Einmal griffen Linksextreme die Beamten im Revier mit Steinen und Farbbeuteln an. […]

Seine Aussage, in Connewitz gebe es „rechtsfreie Räume“, verteidigt Merbitz. Es geht ihm um Attacken auf die Polizei, einerseits. Aber auch um die Ordnung. Die Graffiti, die Lautstärke, die Leute, die in den Häusern wohnen, obwohl sie sich nicht bei den Behörden angemeldet haben; die Hunde, die keine Steuermarken haben. Wenn das Ordnungsamt sich nicht mehr in einen Stadtteil traue, müsse man konsequent vorgehen.

Ja: In Connewitz gibt es ein erhöhtes Gewaltpotenzial.

„Erhöhtes Gewaltpotenzial“ sieht in Leipzig so aus:

Die Vermummten bauten eine brennende Reifen-Barrikade, warfen Pflaster-Steine, Böller und Brandsätze und zündeten Feuerwerkskörper, wie die Polizei mitteilte. Unter anderem seien Fenster des Bundesverwaltungsgerichts, Scheiben einer Straßenbahnhaltestelle und die Frontscheibe eines vorbeifahrenden Reisebusses zerstört worden. […]

Mehrere Polizisten seien verletzt worden. Zudem seien drei Polizeiautos so stark beschädigt worden, dass sie nicht mehr benutzt werden könnten.

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NGOs: Hilfsorganisationen sind für Tote verantwortlich

Wir hatten hier im Blog bereits das Thema, dass Gutmenschen mit ihren NGOs für den Tod von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer verantwortlich sind. Auch an anderen Stellen sind Hilfsorganisationen für Tote verantwortlich.

Das Flüchtlingslager „Dschungel von Calais“ wurde im Oktober letzten Jahres geräumt. Trotzdem halten sich noch immer sehr viele Flüchtlinge in der Gegend auf, weil sie nach Großbritannien wollen.

Die Flüchtlinge gehen dabei nicht eben zimperlich vor (Juni 2017):

Eine von Migranten errichtete Barrikade auf einer Autobahn nahe Calais hat einen tödlichen Unfall verursacht. Der Fahrer eines Kleintransporters mit polnischem Kennzeichen sei bei einer Kollision gestorben, teilte die zuständige Präfektur mit. Migranten hätten in der Nacht Baumstämme auf die A16 gelegt, der Lieferwagen sei dann gegen einen der drei aufgestauten Lastwagen geprallt und in Flammen aufgegangen. In einem der Lastwagen wurden neun Migranten festgenommen.

In der Region um die nordfranzösische Hafenstadt Calais sammeln sich seit Jahren Menschen, um illegal nach Großbritannien zu gelangen. Laut einem Bericht der Regionalzeitung „La Voix du Nord“ wurden seit Ende Mai wieder häufiger Straßen blockiert, um Lkw-Fahrer zum Anhalten zu zwingen.

Migranten errichten Barrikaden und nehmen den Tod von Menschen billigend in Kauf.

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Racial Profiling – Zu recht Verfassungswidrig

Im Artikel Die Integrationsfähigkeit von Einwandern hängt von der Herkunft ab habe ich die Kriminalität von Einwanderern nach Herkunft untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass sich unterschiedliche Gruppen von Migranten ganz unterschiedlich verhalten.

Tabelle_Tatverdächtige_nach_Nationalität
Erklärungen zur Tabelle gibt es im Ursprungsartikel Die Integrationsfähigkeit von Einwandern hängt von der Herkunft ab

Angesichts dieser Zahlen fällt es mir schwer, der Diskussion um Racial Profiling zu folgen. Denn ich kann mich nicht erinnern, Zahlen zur Aufschlüsselung der Kriminalität von Migranten nach Herkunft schon einmal irgendwo gelesen zu haben – nur deswegen habe ich mir die Mühe gemacht, die Daten selbst aufzubereiten.

Wie kann man aber das Thema Racial Profiling durch die Polizei ohne Faktenbasis diskutieren?

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Die Integrationsfähigkeit von Einwandern hängt von der Herkunft ab

Linke fordern von der deutschen Aufnahmegesellschaft ständig, mehr für die Integration von Migranten zu tun. Die Bundesregierung legt Milliardenprogramme zur Unterstützung der Integration auf. Ich sehe mir an, wie sich die Integration von Migrantengruppen in Deutschland nach der Herkunft unterscheidet.

Meine Vermutung ist, dass Unterschiede beim Integrationserfolg auch von der Herkunft abhängen. Dazu betrachte ich verschiedene Kennzahlen. In diesem Artikel beginne ich mit der Kriminalität.

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