Journalismus bei der FR: Verschweigen was ist

Die Frankfurter Rundschau berichtet in ihrer Online-Ausgabe von einer Auseinandersetzung mitten in Darmstadt.

Nach ersten Ermittlungen waren zwei Gruppen in einen heftigen Streit geraten. Nach verbalen Streitigkeiten kam es zu einer Schlägerei. In deren Verlauf soll ein bislang unbekannter Täter ein Messer gezogen haben. Mit diesem verletzte er mindestens drei junge Männer. Ein 24-jähriger Mann wurde so schwer verletzt, dass er notoperiert werden musste.

Es ist immer nur von „jungen Männern“ die Rede. Von „Gruppen“. In dem ganzen Artikel wird nicht einmal gesagt, was ist. Weiterlesen „Journalismus bei der FR: Verschweigen was ist“

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Wie man ein Gespräch führt ohne die entscheidenden Punkte zu benennen

Über Hadmut Danisch bin ich auf einen Artikel bei den Stuttgarter Nachrichten aufmerksam geworden.

Dieser Artikel zeigt, wie die politisch korrekte Presse verschweigt oder kleinredet und auch die Auswirkungen der Probleme überhaupt nicht erwähnt werden.

Dabei arbeiten der Journalist Willi Reiners und der Klinikchef Mark Dominik Alscher Hand in Hand.

Ich glaube nicht, dass es sich um eine abgesprochene Tabuzone handelt, die nur sehr vorsichtig betreten wird – nein, ich glaube, dass politische Korrektheit beiden Seiten längst in Fleisch und Blut übergegangen ist.

Gewalt im Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart

Es geht um Gewalt in einem Krankenhaus, so steht es über dem Artikel. Ich muss das betonen, weil die politisch korrekte Waschmaschine bereits in der ersten Frage des Interviews einsetzt. Weiterlesen „Wie man ein Gespräch führt ohne die entscheidenden Punkte zu benennen“

Zukünftige Jammerfrau: Wo sind all die guten Männer hin?

Bild.de berichtet über einen Prozess gegen einen Mann, der wegen Beleidigung einer Behördenmitarbeiterin verurteilt wurde:

Das machte Malek G. aggressiv, er brüllte: „Du bist eklig. Und du kannst machen, was du willst. Ich bleibe in Deutschland, du alte Fo…!“  […]

Mit einer Geste, so auch ein anderer Zeuge aus der Behörde, deutete Malek G. gegenüber Cornelia M. an, dass sie ihn oral befriedigen solle.

Bild.de schreibt über die Vorstrafen des Mannes:

Schwarzfahren, Diebstahl, Drogenbesitz.

Bei mir ensteht das Bild eines Mannes, der nicht im Leben steht. Er ist ein Dieb, hat kein Benehmen, insbesondere nicht gegenüber Frauen, und er scheint sich manchmal nicht im Griff zu haben.

Sein Tagessatz (im Artikel mit 13 Euro angegeben) deutet darauf hin, dass er keiner tragfähigen Beschäftigung nachgeht.

Der Verurteilte scheint auch die Institutionen des Rechtsstaats nicht ernst zu nehmen: Dem ersten Verhandlungstermin blieb er fern.

Auf mich wirkt er wie ein Nichtsnutz.

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Wenn konkrete Probleme keine Rolle spielen

In Cottbus gibt es Probleme mit jungen Flüchtlingen.

Die Schwierigkeiten sind so groß, dass sich die Landesregierung einschaltete und zusätzliche Polizisten in die südbrandenburgische Stadt schickt.

Selbst die SPD-Linke Landesregierung scheint zu bemerken, dass es so nicht weitergehen kann.

Nach einem Streit am Mittwoch zwischen Jugendlichen wurde ein 16-jähriger Deutscher von einem Syrer an eine stehende Straßenbahn gedrückt. Der junge Mann bedrohte ihn mit einem Messer und schnitt ihm ins Gesicht.

Von solchen Vorfällen lese ich in letzter Zeit häufiger. Sehr viele Ausländer in Deutschland scheinen permanent ein Messer mit sich zu führen. Das wird genutzt, um die Ex-Freundin oder einen Gegner abzustechen.

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Die Anspruchshaltung von Gutmenschen schürt Rassismus

Bei wdr.de wird über die Zustände in einer Flüchtlingsunterkunft berichtet.

Flüchtlinge beklagen Zustände in Oerlinghausener Unterkunft

Die Zustände müssen so furchtbar sein, dass sich hoher Besuch angekündigt hat.

Staatssekretär Andreas Bothe aus dem NRW-Integrationsministerium hat sich Freitag (19.01.2018) ein Bild über die Zustände in der Oerlinghauser Flüchtlingsunterkunft gemacht.

Ein Staatssekretär kommt extra vorbei und schaut sich die Situation an.

Der Rat der Stadt hatte sich an das Land gewendet, weil die Kriminalität rund um die Unterkunft angestiegen ist.

Steigende Kriminalität geht oft mit einer allgemeinen Verwahrlosung der Gegend einher. Es klingt so, als sei der Grund des Besuches, dass sich die Situation der Stadt verschlechtert hat, seit die Flüchtlinge hier untergebracht werden.

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Selbstverständlich lassen wir uns vom Terror einschüchtern

In Lokalzeitungen kann man nachlesen, was in großen Medien nicht vorkommt:

Terrorangst: Gymnasium streicht Fahrten in europäische Metropolen

Auf der Lehrerkonferenz in der vergangenen Woche wurde unter anderem das Fahrtenprogramm für das kommende Jahr beschlossen. Die sonst am Steinhagener Gymnasium üblichen Ziele London, Paris, Prag und Wien tauchen darin nicht mehr auf.

„Diese Entwicklung hat sich in den vergangenen Jahren bereits angebahnt“, berichtet der Schulleiter mit Blick auf zurückliegende Terrorereignisse. Auf diese habe eine kleine Gruppe Eltern und Lehrer hysterisch reagiert. Scheele-von Alven ließ durchblicken, dass es in der Vergangenheit teils hochemotionale Auseinandersetzungen über die Sicherheit der Studienfahrten an der Schule gegeben haben muss.

Man kann es sich einfach machen und den Eltern vorwerfen, dass sie nicht rational handeln. Auf mich wirkt das Verhalten überbehütend und dumm. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Kinder in einer europäischen Metropole Opfer eines Terroranschlages werden, ist sehr gering.

Aber Terror trifft die Menschen nun einmal auf einer emotionalen Ebene. Und Kinder sind ein emotionales Thema. Die nicht rational handelnden Eltern (praktischerweise scheint die Gruppe dank dieser Formulierung geschlechtsneutral zu sein) zeigen aber ganz deutlich: Wir lassen uns von Terrorismus einschüchtern und wir ändern wegen Terrorismus unsere Lebensweise.

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Web.de und Professor Christian Pfeiffer: An der komplexen Wahrheit vorbei

Bei web.de versucht man mit den üblichen Methoden das Problem der hohen Kriminalität von Zuwanderern herunterzuspielen. Der Artikel hat den Titel

Sexualstraftäter in Deutschland: Die komplexe Wahrheit über Migranten und Statistiken

In die Schlagzeilen kommen aber auch immer wieder falsche oder zumindest tendenziös wiedergegebene Zahlen zu Sexualdelikten – wie die jüngst von Bayerns CSU-Innenminister Joachim Herrmann.

Er hatte für sein Bundesland verkürzt von drastisch mehr Vergewaltigungen im ersten Halbjahr 2017 gesprochen – obwohl die Zahlen auch sexuelle Nötigungen enthalten.

Joachim Herrmann hat also Zahlen zu Sexualdelikten „tendenziös wiedergegeben“ nur weil er bei der Zunahme der Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen nur von „Vergewaltigungen“ gesprochen hat.

Es handelt sich tatsächlich nur um eine Verkürzung des Sachverhaltes. Dieser Unterschied – wahrscheinlich eher durch die mündliche Präsentation bedingt – ist für Web.de tendenziös.

Die Basisgröße (von der die Zunahme berechnet wurde) bezog sich aber korrekt ebenfalls auf Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen. Es ist also gut möglich, dass Vergewaltigungen alleine tatsächlich um den von Herrmann berichteten Prozentsatz von 48 Prozent (!) zugenommen haben. Genauso wie auch die Summe aus beiden Straftatbeständen, die nur nicht einzeln statistisch erfasst werden.

Für Web.de sind nicht 48 Prozent zusätzliche Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen der Skandal, sondern dass sexuelle Nötigungen nicht so schlimm sind wie Vergewaltigung.

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