Die Sprechverbote der Weltverbesserer

Neulich bei Twitter:

Opa hat eine neue Nachbarin. Sie spricht mich an.

Ob ich aus Vietnam sei, weil ja toll integriert.

Ich sage: Gute Frau, was reden Sie? Ich bin hier geboren und in dieser Straße aufgewachsen.

Sie: „Achso, ich bin erst hingezogen.“

Eine Frau (Nhi Le) mit vietnamesischen Wurzeln echauffiert sich öffentlich darüber, dass sie von einer Unbekannten gefragt wird, ob sie „aus Vietnam sei“, weil sie ja toll integriert wäre.

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Verantwortungslosigkeit und Staatsversagen: Die Folgen einer verfehlten Migrationspolitik am Beispiel der Stadt Duisburg

Zeit.de hat den Duisburger Oberbürgermeister Sören Link interviewt.

Link: Wir haben aktuell 3.705 Asylbewerber und Geduldete zu versorgen. […]  Aber das alles kostet Geld. Zum Beispiel für Wohnen, Bildung und Essen. Wir bleiben in Duisburg pro Jahr auf 35 Millionen Euro Kosten für die Unterbringung dieser Menschen sitzen.

Ganz nebenbei liefert Sören Link in diesem Interview eine konkrete Zahl: Allein die Unterbringung von 3.705 Asylbewerbern und Geduldeten kostet Duisburg 35 Millionen Euro jährlich.

Das sind 9.447 Euro pro Person pro Jahr. Nur für die Unterbringung.

Geht man davon aus, dass im Durchschnitt die Kosten pro Flüchtling oder Geduldetem in ganz Deutschland ähnlich sind, kann man die bundesweiten Kosten aller Gemeinden abschätzen.

Laut „Mediendienst Integration“ lebten zum Stichtag 31.12.2017 in Deutschland ca. 900.000 Flüchtlinge, 400.000 Menschen, deren Asylantrag noch nicht entschieden war und 89.000 Geduldete.

Zusammen sind das 1.389.000 Menschen.

In dieser Zahl sind die Menschen nicht enthalten, die im Rahmen eines Familiennachzuges nach Deutschland gekommen sind. Zu diesen Zahlen sagt der „Mediendienst Integration“ lapidar: „Die Gesamtzahl der Familienzusammenführungen von Flüchtlingen lässt sich nicht ermitteln„, es werden aber jeweils über 100.000 Visa für Familienzusammenführungen pro Jahr genannt. Das ist zu ungenau für weitere Betrachtungen.

Ebenfalls nicht in der Zahl der 1.389.000 Flüchtlinge in Deutschland enthalten sind natürlich auch diejenigen, die sich illegal in Deutschland aufhalten. Diese Zahl oder auch nur eine Schätzung konnte ich nicht ermitteln und ich weiß auch nicht, welche Leistungen sie erhalten.

Also rechnen wir mit 1.389.000 Flüchtlingen in Deutschland, deren Unterbringung die Gemeinden 9.447 Euro pro Person und Jahr kostet.

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Toxische Männlichkeit: Männer sind freundlich und teamfähig

Bei Youtube bin ich über ein Video gestolpert:

Ein sehr guter Basketballspieler gibt sich als Nerd aus, der noch nie gespielt hat. Er geht auf eine Gruppe Basketballspieler zu die ihn nicht kennen, demonstriert seine totale Unfähigkeit und fragt, ob er mitspielen darf.

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Feministinnen möchten Bittsteller sein

Die ehemals konservative „Welt“ berichtet über Frauen, die „die Monatsblutung öffentlich zelebrieren“ wollen.

Der Texts enthält nichts Neues. Nur die übliche – auch hier unbelegte – Behauptung, dass Frauen mit einem Stigma belastet wären, die übliche Obsession mit Körperflüssigkeiten und natürlich jede Menge Gejammer. Feminismus in einem Satz.

An einer Stelle jedoch enthält der Text eine Forderung:

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Gedemütigte Frauen: Sie merken es nicht einmal

Bei ze.tt, dem „Partner von Zeit Online“, gibt es den Artikel „Die größten Fails am Morgen nach dem One Night Stand“.

Das Thema passt sehr gut zum Niveau von ze.tt, aber auch der Inhalt passt zu meiner Wahrnehmung der Plattform: Die Protagonisten reflektieren ihre eigenen Entscheidungen und ihr eigenes Handeln nicht. Aus ihren Erlebnissen wird keine Lebenserfahrung, sie bleiben geistige Kinder.

Ich habe mir zwei besonders schöne „Fails am Morgen“ rausgesucht.

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Tag der Geschlechter-Empathielücke

Gunnar vom Alternativlos-Aquarium hat mich gebeten, auf den von ihm in Leben gerufenen „Internationalen Tag der Geschlechter-Empathielücke“ hinzuweisen.

Ich bin kein Fan davon, dem überall präsenten Gejammer aller möglichen selbst empfundenen Benachteiligten noch mehr Gejammer hinzuzufügen. Das empfinde ich als „Race to the Bottom“, bei dem jeder versucht sich selbst oder seine Gruppe als das größte Opfer zu präsentieren.

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