Greta Thunberg: Die Instrumentalisierung einer minderjährigen Behinderten

Auf allen Kanälen, so der Bayerische Rundfunk, ist die junge schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg zum Shooting-Star avanciert.

Ein Fast-Noch-Kind mit ernstem Gesicht hielt der erwachsenen, aber unverantwortlichen Welt den Spiegel vor: „Ihr Umweltsünder macht unsere Erde kaputt, unsere Zukunft!“

Mir geht dieses moralisierende Gehabe des Mädchens gehörig auf den Zeiger. Noch mehr aber stört mich die Berichterstattung in den Medien, die sie zu einem Vorbild erklären. In Deutschland tun es ihr viele Schüler gleich und schwänzen freitags für den Klimaschutz die Schule.

Ich ging davon aus, dass Greta umweltbewusst erzogen wurde, um nicht zu sagen indoktriniert. Es passt für mich zu Schweden, zu einem links-progressiven Elternhaus, zum westlich-modernen Schulsystem. Jetzt machte mich jemand darauf aufmerksam, dass Greta unter Autismus leidet. Weiterlesen „Greta Thunberg: Die Instrumentalisierung einer minderjährigen Behinderten“

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Relotius: Die Fragen die man eigentlich stellen müsste

Seit der Fall Claas Relotius bekannt wurde, beobachte ich in der Berichterstattung darüber eine Konzentration auf die kleinen und großen Fälschungen und Lügen des Herrn Relotius. Der Blick auf das große Ganze wird damit verstellt.

Man arbeitet sich an einer Liste ab, kritisiert den Faktencheck des Spiegel und fertig. Der Spiegel selbst deckt lächerliche Fehler wie die Tatsache auf, dass ein Footballspieler ein Verteidiger und nicht – wie von Relotius behauptet – ein Quarterback sei.

Um ehrlich zu sein, halte ich das für den journalistischen Standardfall und nicht für eine Besonderheit von Claas Relotius. Wenn in der Berichterstattung über Colin Kaepernick ein passendes Statement eines anderen Spielers benötigt wird um die Geschichte rund zu machen – welcher Journalist interessiert sich für die Position dieses Spielers?

Die erste Frage, die man eigentlich stellen müsste:

Wenn man auf dieser Genauigkeitsstufe alle Reportagen aller Medien der letzten Jahre durchsuchen würde – wie viele solche Fehler würde man finden?

Bei der NZZ führten Beschwerden von Lesern dazu, dass man die Zusammenarbeit mit Relotius bereits 2014 eingestellt wurde. Wie wahrscheinlich ist es, dass es solche Leserhinweise beim Spiegel und anderen Medien, für die Relotius gearbeitet hat, nicht gab?

Die zweite Frage, die man eigentlich stellen müsste:

Wie oft gab es Beschwerden, Hinweise und Richtigstellungen von Relotius-Opfern oder anderen Lesern?

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Warum Zivilcourage für mich ein Problem ist

Mein Blog-Kompagnon Horst thematisiert Zivilcourage und stellt die Frage wie man sich selbst in welchen Situationen verhalten würde.

Ich habe meine Einstellung zu Zivilcourage in den letzten Jahren verändert, weil sich die Welt um mich herum geändert hat. Früher habe ich es als Selbstverständlichkeit aufgefasst  Menschen in Not zu helfen – heute nicht mehr. Das hat im Wesentlichen zwei Gründe.

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Männer sind keine Opfer, weil sie nicht gefragt werden

Spiegel-Online berichtet darüber, dass die Kurden-Regierung im Nordirak „Jugendliche“ gefoltert hat.

Kurden-Regierung soll Jugendliche gefoltert haben

Jugendliche.

Sie wurden angeblich geschlagen, gefesselt und mit Elektroschocks gequält: Im Nordirak hat die Kurden-Regierung laut dem Bericht einer Menschenrechtsorganisation Minderjährige gefoltert.

Minderjährige.

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Don Alphonso verliert die Distanz der Kunstfigur

Seit langer Zeit lese ich Artikel von Don Alphonso. Früher bei faz.net, heute bei welt.de. Auch auf Twitter folge ich ihm.

Don Alphonso ist ein Meister der spitzen Feder, gleichzeitig distanziert und treffsicher. Zur Wahrung der Distanz ist es hilfreich als Kunstfigur zu schreiben. Die Sicht des privilegierten Adligen und Immobilienbesitzers ermöglicht ihm Gedanken weit außerhalb des Erfahrungshorizonts anderer Journalisten zu formulieren.

In letzter Zeit scheint Don Alphonso aber seine Distanz zu verlieren und dünnhäutiger zu werden. Er fällt aus dem Rahmen der Kunstfigur und wird direkter.

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Warum man Menschen wie Ralf Stegner nicht überzeugen kann

Ralf Stegner (SPD) hat einen Twitter Account. Neulich hat er mal wieder eine echte Perle veröffentlicht:

Da geht ein schwieriges+ruppiges Jahr für die Sozialdemokratie. Jetzt müssen wir die politischen Herausforderungen für 2019 entschlossen+selbstbewusst anpacken: Notwendige Weichenstellungen der Sozialpolitik,beim digitalen+ökologischen Umbau der Industrie+ in der Europapolitik!

Der Tweet besteht nur aus leeren Floskeln, er enthält keine einzige konkrete Absicht. Jeder versteht etwas anderes unter „notwendigen Weichenstellungen“.

Kurz: Er ist genau die Art von leerem Geseier mit dem die SPD mich als Wähler verloren hat.

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Zivilcourage

Anlass für diesen Artikel war ein Gespräch mit Freunden über diese Gewalttat in Amberg und Personen, die Zivilcourage zeigten, indem sie – obwohl sie sich damit selbst in Gefahr brachten – anderen halfen.

Ich stelle mir die Frage: Wie hätte ich mich verhalten?

Am Bahnhofsvorplatz soll einer der Männer ein Mädchen (17) als „Nutte“ beleidigt und bedrängt haben. Als die Begleiter des Mädchens (beide 17) dazwischengingen, wurden sie durch Schläge im Gesicht verletzt.

Als Begleiter wären wohl die meisten Männer dazwischengegangen.

Der Auszubildende kam mit Prellungen und Gehirnerschütterung ins Krankenhaus. Ein Mann, der den Opfern helfen wollte, wurde ebenfalls verprügelt.

Dieser Mann war offenbar ein Unbeteiligter, der sich entschied zu helfen.

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