Feministin: Ich mache was ich will – Männer sind für meine Sicherheit verantwortlich

Im Online-Angebot des Sydney Morning Herald bin ich auf den Artikel einer Feministin gestoßen, die ein Australian-Football-Spiel besucht hat und anschließend belästigt wurde, als sie allein auf ihr Taxi wartete (alle Übersetzungen DeepL mit eigenen Änderungen):

Innerhalb von 30 Minuten wurde ich von fünf verschiedenen Gruppen von Männern belästigt, die in Mannschaftsfarben an mir vorbei liefen.

Es gab anzügliche Sprüche und Missbrauch, eine Aufforderung „lächeln, Liebste“ und zielgerichtete Fragen danach, wohin ich gehe und auf wen ich warte.

Während ich versuchte, mich kleiner zu machen – als ob ich durch Neigen des Kopfes und Krümmen der Schultern weniger sichtbar wäre – hing ein Typ aus einem Autofenster und schrie Obszönitäten in meine Richtung, während der Fahrer hupte.

Keine schöne Situation.

Obwohl Jill Stark das Wort „Missbrauch“ („abuse“) verwendet, geht es ausschließlich um verbale Belästigung. Genau genommen geht es um das, was sie in der konkreten Situation und von den konkreten Personen kommend als verbale Belästigung empfunden hat.

Das mag wie Haarspalterei klingen, es ist es aber wichtig, weil es die Subjektivität der Situation verdeutlicht:

  • Eine andere Frau würde die gleichen Sprüche oder einige davon vielleicht nicht als Belästigung empfinden. Manche würden sich vielleicht sogar geschmeichelt fühlen und auf die Sprüche einsteigen.
  • In einer anderen Situation, etwa in einem Club, würde sie vielleicht einige der Sprüche nicht als belästigend empfinden.
  • Von anderen Männern kommend würde sie so manchen Spruch vielleicht nicht als Belästigung empfinden. Würde Brad Pitt (oder wen auch immer sie als überwältigend attraktiv findet) sie auffordern zu lächeln – gäbe es diesen Artikel?

Objektiv betrachtet scheint die Situation juristisch nicht grenzüberschreitend gewesen zu sein, auch wenn sie sie subjektiv beängstigend und einschüchternd erlebt hat.

Und wer weiß, vielleicht handelte es sich bei manchen Fragen nach ihrem Ziel um ehrlich gemeinte Hilfsangebote?

Ich will sagen: Es ist schwierig. Die Situation ist nicht schön, aber sie bewegt sich im zulässigen Rahmen.

Das wird deutlich, wenn man die Situation umdreht: Ist es im zulässigen Rahmen, wenn Jill Stark Brad Pitt zielgerichtet fragt, wo er denn hin will oder ob er denn nicht mal seine Bauchmuskeln anspannen könne?

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Neuer Kampfbegriff „Gendernationalismus“

Gestern stieß ich bei Twitter auf einen neuen Begriff für Kritik an der Bejubelung frauenfeindlicher islamischer Praktiken durch westliche Feministinnen: „Gendernationalismus“.

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Die Merkmale, die Bücker benennt, haben nichts mit Nationalismus (oder auch nur Nation) zu tun. Weiterlesen „Neuer Kampfbegriff „Gendernationalismus““

Männer jammern nicht: Wie man Männer mundtot macht

Yvonne52 hat meinen letzten Artikel kommentiert. Im Blog-Beitrag widme ich mich einem Artikel im Guardian, der eine Krise der Männlichkeit herbeiredet und mit fadenscheinigen Argumenten zu begründen versucht.

Diese ganzen Diskussionen öden mich nur noch an.

Mich stört schon der erste Satz des Kommentars, wegen des Frames der hier angewendet wird. Zu einer Diskussion gehören mindestens zwei Teilnehmer im Dialog. Das ist hier aber nicht der Fall.

Guardian-Autorin Arwa Mahdawi nutzt ein reichweitenstarkes Medium um Männern etwas vorzuwerfen, ohne dafür einen Grund anzuführen. Als Reaktion auf diesen Angriff habe ich auf die fehlende Begründung für moralische Vorwürfe und auf andere interessante Aspekte der zitierten Studie hingewiesen.

Indem yvonne52 das als „Diskussion“ framed suggeriert sie, dass hier ein Dialog auf Augenhöhe geführt wird und beide Parteien die gleiche Verantwortung für die Auseinandersetzung tragen.

Wenn ein Medium wie der Guardian die übermächtige Mainstream-Meinung vertritt und basierend darauf Vorwürfe artikuliert, ist das aber nicht das Gleiche wie die Reaktion darauf, die die Vorwürfe widerlegt.

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Männlichkeit in der Krise: Männer finden die falschen Frauen attraktiv

Im Guardian sieht Arwa Mahdawi Männer und ihre Männlichkeit in der Krise (alle Übersetzungen mit DeepL mit eigenen Änderungen):

Die männliche Fixierung auf junge Frauen ist ein weiteres Zeichen der Krise der Männlichkeit

Eine deprimierende neue Studie über Online-Dating zeigt ein Problem auf, das in jedem Bereich unserer Gesellschaft nachhallt. […]

Studien zeigen, dass Männer von emotional instabilen Frauen angezogen werden, vorzugsweise nicht älter als 18 Jahre.

Der Einstieg in den Artikel ist dramatisch. Es gibt ein großes Problem, das jeden Bereich unserer Gesellschaft betrifft. Schuld sind – wie immer – Männer, der Auswurf der Evolution.

Forscher untersuchten fast 200.000 heterosexuelle Nutzer und fanden heraus, dass die sexuelle Attraktivität von Männern im Alter von 50 Jahren ihren Höhepunkt erreicht, während Frauen mit 18 Jahren ihren Höhepunkt erreichen.

Männer wagen es, die falschen Frauen zu bevorzugen. Arwa Mahdawi kann ihre Empörung kaum verstecken.

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Finden Frauen über 30 noch einen Mann?

Im Forum von Elitepartner stellt eine 31-jährige Frau die Frage, ob für Frauen über 30 die Partnersuche schwierig sei.

Ich (w31, attraktiv, guter Job) war nie jemand, der früh an Ehe u Kinder gedacht und sich gesehnt hat. War immer in längeren Beziehungen, aber leider war nie der dabei, mit dem ich mir vorstellen konnte, Kinder zu bekommen und zu Heiraten.

Es handelt sich um eine selbstbewusste Frau, die die Kontrolle über ihr Leben und ihre Entscheidungen hatte und hat. Mit einem guten Job hat sie keinen wirtschaftlichen Druck, der sie in eine suboptimale Beziehung zwingt.

Sie hatte längere Beziehungen, aber nicht zu Männern die sie heiraten wollte oder mit denen sie Kinder bekommen wollte.

Das hat mich aber nie gestört. Ich habe mir immer gesagt, irgendwann finde ich schon den, der zu mir passt und mit dem ich mir eine Zukunft vorstellen kann.

Diese Aussage ist interessant: Sie war sich völlig darüber im Klaren, dass sie irgendwann heiraten möchte und Kinder bekommen möchte. Den dazu passenden, (perfekten) zukünftigen Partner hat sie als Gegeben vorausgesetzt.

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Auch ältere Frauen können die Feministin in sich entdecken

1994 brachte Lucilectric das Lied „Mädchen“ heraus. Spiegel.de berichtet über ein Interview mit der Sängerin.

„Und da lehn‘ ich mich zurück und lass dem Mann den ersten Schritt. Mir geht’s so gut, weil ich ’n Mädchen bin, weil ich ’n Mädchen bin. Komm doch mal rüber Mann und setz dich zu mir hin, weil ich ’n Mädchen bin, weil ich ’n Mädchen bin.“

Interessant ist, welchen Teil spiegel.de aus dem Lied zitiert: Eine Stelle, in der das Mädchen sich eher passiv verhält und dem starken Mann vertraut.

Auf die Frage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, ob der Text nicht ein antiquiertes Frauenbild transportiere, weil darin ein Mädchen von einem Mann angesprochen werden wolle und nicht selbst aktiv werde, sagte sie: „Aus heutiger Sicht ist das so.“

Nur diesen Aspekt des Liedes herauszugreifen und ihn zum Problem zu erklären verrät die Geisteshaltung, die hier am Werke ist: Feminismus. Ich helfe mal mit ein paar weiteren Stellen des Textes nach:

Was’n das für ’n wundervoller Hintern
der da neben an ’nem Tresen steht
und der Typ der da am Hintern noch mit dran ist

Wie? Was?

Mit vertauschten Rollen von Frau und Mann ist das im Zeitalter von MeToo übergriffig. Jemanden einfach so auf den Hintern zu reduzieren? Geht das denn? Ist das nicht Sexismus?

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Analverkehr für Feministinnen

Möchte man etwas über die Geisteshaltung von Feministinnen lernen, lohnt es sich bei brigitte.de hereinzuschauen. Dort glaubt man, eine Zeitschrift für Erwachsene zu sein und die „Debatte“ über Analsex eröffnen zu müssen.

Aus feministischer Sicht gibt es zwei Möglichkeiten, wie eine Frau zu Analverkehr stehen kann: Entweder mag sie es nicht, dann tut sie es nicht oder sie findet es aufregend, dann tut sie es. Eine dritte Kategorie, es nicht zu mögen, es aber ihrem Partner zuliebe zu tun, existiert für Feministinnen nicht.

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