Männer jammern nicht: Wie man Männer mundtot macht

Yvonne52 hat meinen letzten Artikel kommentiert. Im Blog-Beitrag widme ich mich einem Artikel im Guardian, der eine Krise der Männlichkeit herbeiredet und mit fadenscheinigen Argumenten zu begründen versucht.

Diese ganzen Diskussionen öden mich nur noch an.

Mich stört schon der erste Satz des Kommentars, wegen des Frames der hier angewendet wird. Zu einer Diskussion gehören mindestens zwei Teilnehmer im Dialog. Das ist hier aber nicht der Fall.

Guardian-Autorin Arwa Mahdawi nutzt ein reichweitenstarkes Medium um Männern etwas vorzuwerfen, ohne dafür einen Grund anzuführen. Als Reaktion auf diesen Angriff habe ich auf die fehlende Begründung für moralische Vorwürfe und auf andere interessante Aspekte der zitierten Studie hingewiesen.

Indem yvonne52 das als „Diskussion“ framed suggeriert sie, dass hier ein Dialog auf Augenhöhe geführt wird und beide Parteien die gleiche Verantwortung für die Auseinandersetzung tragen.

Wenn ein Medium wie der Guardian die übermächtige Mainstream-Meinung vertritt und basierend darauf Vorwürfe artikuliert, ist das aber nicht das Gleiche wie die Reaktion darauf, die die Vorwürfe widerlegt.

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Männlichkeit in der Krise: Männer finden die falschen Frauen attraktiv

Im Guardian sieht Arwa Mahdawi Männer und ihre Männlichkeit in der Krise (alle Übersetzungen mit DeepL mit eigenen Änderungen):

Die männliche Fixierung auf junge Frauen ist ein weiteres Zeichen der Krise der Männlichkeit

Eine deprimierende neue Studie über Online-Dating zeigt ein Problem auf, das in jedem Bereich unserer Gesellschaft nachhallt. […]

Studien zeigen, dass Männer von emotional instabilen Frauen angezogen werden, vorzugsweise nicht älter als 18 Jahre.

Der Einstieg in den Artikel ist dramatisch. Es gibt ein großes Problem, das jeden Bereich unserer Gesellschaft betrifft. Schuld sind – wie immer – Männer, der Auswurf der Evolution.

Forscher untersuchten fast 200.000 heterosexuelle Nutzer und fanden heraus, dass die sexuelle Attraktivität von Männern im Alter von 50 Jahren ihren Höhepunkt erreicht, während Frauen mit 18 Jahren ihren Höhepunkt erreichen.

Männer wagen es, die falschen Frauen zu bevorzugen. Arwa Mahdawi kann ihre Empörung kaum verstecken.

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Finden Frauen über 30 noch einen Mann?

Im Forum von Elitepartner stellt eine 31-jährige Frau die Frage, ob für Frauen über 30 die Partnersuche schwierig sei.

Ich (w31, attraktiv, guter Job) war nie jemand, der früh an Ehe u Kinder gedacht und sich gesehnt hat. War immer in längeren Beziehungen, aber leider war nie der dabei, mit dem ich mir vorstellen konnte, Kinder zu bekommen und zu Heiraten.

Es handelt sich um eine selbstbewusste Frau, die die Kontrolle über ihr Leben und ihre Entscheidungen hatte und hat. Mit einem guten Job hat sie keinen wirtschaftlichen Druck, der sie in eine suboptimale Beziehung zwingt.

Sie hatte längere Beziehungen, aber nicht zu Männern die sie heiraten wollte oder mit denen sie Kinder bekommen wollte.

Das hat mich aber nie gestört. Ich habe mir immer gesagt, irgendwann finde ich schon den, der zu mir passt und mit dem ich mir eine Zukunft vorstellen kann.

Diese Aussage ist interessant: Sie war sich völlig darüber im Klaren, dass sie irgendwann heiraten möchte und Kinder bekommen möchte. Den dazu passenden, (perfekten) zukünftigen Partner hat sie als Gegeben vorausgesetzt.

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Auch ältere Frauen können die Feministin in sich entdecken

1994 brachte Lucilectric das Lied „Mädchen“ heraus. Spiegel.de berichtet über ein Interview mit der Sängerin.

„Und da lehn‘ ich mich zurück und lass dem Mann den ersten Schritt. Mir geht’s so gut, weil ich ’n Mädchen bin, weil ich ’n Mädchen bin. Komm doch mal rüber Mann und setz dich zu mir hin, weil ich ’n Mädchen bin, weil ich ’n Mädchen bin.“

Interessant ist, welchen Teil spiegel.de aus dem Lied zitiert: Eine Stelle, in der das Mädchen sich eher passiv verhält und dem starken Mann vertraut.

Auf die Frage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, ob der Text nicht ein antiquiertes Frauenbild transportiere, weil darin ein Mädchen von einem Mann angesprochen werden wolle und nicht selbst aktiv werde, sagte sie: „Aus heutiger Sicht ist das so.“

Nur diesen Aspekt des Liedes herauszugreifen und ihn zum Problem zu erklären verrät die Geisteshaltung, die hier am Werke ist: Feminismus. Ich helfe mal mit ein paar weiteren Stellen des Textes nach:

Was’n das für ’n wundervoller Hintern
der da neben an ’nem Tresen steht
und der Typ der da am Hintern noch mit dran ist

Wie? Was?

Mit vertauschten Rollen von Frau und Mann ist das im Zeitalter von MeToo übergriffig. Jemanden einfach so auf den Hintern zu reduzieren? Geht das denn? Ist das nicht Sexismus?

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Analverkehr für Feministinnen

Möchte man etwas über die Geisteshaltung von Feministinnen lernen, lohnt es sich bei brigitte.de hereinzuschauen. Dort glaubt man, eine Zeitschrift für Erwachsene zu sein und die „Debatte“ über Analsex eröffnen zu müssen.

Aus feministischer Sicht gibt es zwei Möglichkeiten, wie eine Frau zu Analverkehr stehen kann: Entweder mag sie es nicht, dann tut sie es nicht oder sie findet es aufregend, dann tut sie es. Eine dritte Kategorie, es nicht zu mögen, es aber ihrem Partner zuliebe zu tun, existiert für Feministinnen nicht.

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Was rät man einer 35-jährigen Frau mit Torschlusspanik?

Bei thecut.com gibt es einen Leserbrief einer verzweifelten 35-jährigen Frau (alle Übersetzungen mit DeepL und eigenen Veränderungen).

Ich bin eine 35-jährige Frau und habe nichts vorzuweisen. Meine 20er und frühen 30er Jahre waren eine wilde Mischung aus Umzügen entlang der gesamten Westküste, ein paar kurze Aufenthalte im Ausland, mehrere Jobs in einer mittelmäßigen Position ohne wirkliche Fortschritte. Ich war auch das Vorzeigeobjekt für Serien-Monogamie. Meine hoffnungsvollste und am längsten andauernde Beziehung (dreieinhalb Jahre, juchhu!) endete vor zwei Jahren. Wir zogen in eine neue Stadt (meine vierte neue Stadt), schufen gemeinsam ein Zuhause und stürzten uns dann in eine traumatische Trennung, die mich in meine fünfte und aktuelle Stadt führte und den wer-weiß-wievielten Job.

Es ist die typische Geschichte der unabhängigen, erfolgreichen Frau, wie wir sie schon öfter im Blog hatten. Sie lebt den feministischen Traum, der führt aber nicht wie erhofft zum Glück, sondern zum Gegenteil. Diese Erkenntnis kommt den Betroffenen feministischer Propaganda aber erst, wenn es praktisch zu spät ist um noch Änderungen herbeizuführen.

Interessant ist diese Geschichte, weil es sich um einen Leserbrief handelt, der im Artikel beantwortet wird. Ich denke, man kann thecut.com als feministisches Medium bezeichnen, wir dürfen also gespannt sein, welche Antworten Feministinnen auf hereinbrechende Realität bereithalten. Aber schauen wir uns zunächst den Leserbrief näher an.

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Jammerfrauen vergiften ihre Beziehung und ihr Leben

Bei Bento beklagen sich Frauen darüber, dass sie mit ihren Freunden nicht über das Thema „Frauen“ sprechen können.

FÜHLEN
So reden junge Paare über Gleichberechtigung: „Sobald es um ‚Frauen‘ geht, streiten wir“

Bei der Überschrift konnte ich mir ein Lachen nicht ganz verkneifen: „Fühlen“. Bento und seine Leser werden wohl niemals erwachsen.

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