Warum manche Frauen keine Arbeit finden

Susanne Lörmann darf auf der Blog-Plattform der Huffington Post einen Beitrag unter folgendem Titel veröffentlichen:

Der wahre Grund, warum Akademikerinnen keine Kinder bekommen sollten

Auch wenn der Titel so wirkt, als würde eine allgemeine Problemanalyse folgen, verbirgt sich unter diesem Titel einfach nur ein ganz normaler Jammerfrauenartikel, in dem die Autorin ausschließlich über ihre eigenen subjektiven Probleme klagt. Erkenntnisse für andere Personen in problematischen Situationen lassen sich nicht ableiten.

Seit Monaten suche ich eine neue Arbeit. Teilzeit, bitte, Bereich egal.

Schon im ersten Satz wird klar, dass es ausschließlich um sie selbst geht. Der Titel macht dabei ganz deutlich, dass die Ursachen für die seit Monaten vergebliche Arbeitssuche natürlich nicht bei ihr selbst liegen können.

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Die immer neuen Forderungen Alleinerziehender nach Unterstützung

Ach ja, die Jammerfrauen. Auf einem privaten Blog habe ich eine Beschwerde darüber gelesen, dass andere Frauen sich mit falschen Opferfedern schmücken, weil sie sich als Alleinerziehend bezeichnen, obwohl sie das gar nicht sind.

Schließlich endet die Geschichte in der Forderung nach weiteren sozialen Wohltaten für die alleinerziehenden Helden des Alltags.

„Mein Mann arbeitet Vollzeit, ich bin ja den ganzen Tag quasi auch alleinerziehend.“ Ich hab gar nicht so viele Fäuste, wie ich hauen will.

— dIE kEMP (@dIE_kEMP) 7. September 2017

„Alleinerziehend“ ist aber kein Wort, dass man einfach so wörtlich nehmen kann, alleinerziehend ist ein gesellschaftlich und politisch mehr oder weniger definierter Status.

Wir lernen: Alleinerziehend ist definiert, Abstufungen gibt es nicht.

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Warum der Begriff Schlampe völlig in Ordnung ist

Uepsilonniks fordert, dass man den Begriff Schlampe aus seinem Wortschatz streicht. Da mein Standpunkt stark von seinem abweicht antworte ich diesmal hier und nicht bei ihm in den Kommentaren.

Als eine Frau in der Runde gefragt wurde, ob sie sich Sex beim ersten Date vorstellen könne, entgegnete sie entrüstet: „Ich bin doch keine Schlampe!“.

[…] Eine solche Frau ist nicht sexpositiv.

Na und? Jeder nach seinem Geschmack.

Eine solche Frau hat keinen guten Kontakt zur ihrer Sexualität. Sie unterhält keine Beziehung zu ihrer Sexualität als etwas, dass man ohne schlechtes Gewissen genießen kann.

Aber das ist doch nicht nur bei der Sexualität so.

Nahrung kann man auch nicht in beliebiger Menge „ohne schlechtes Gewissen genießen“. Weil es eben auch negative Konsequenzen haben kann, wenn man zu viel isst.

Bei Alkohol ist das genauso.

Warum sollte es bei Sex so wichtig sein, dass man ihn „ohne schlechtes Gewissen genießen“ kann?

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Toxische Klingonigkeit: Die Geschlechtskrankheit Star Trek Discovery

Wie alle Serien im Star-Trek-Universum wird auch Star Trek Discovery mit einer dreibuchstabigen Abkürzung abgekürzt: STD.

STD ist im englischen auch die Abkürzung für sexually transmitted disease. Das bedeutet Geschlechtskrankheit.

Ich habe mir die Pilotfolge der Serie angeschaut und muss sagen: Der Name trifft den Inhalt gut. Die ganze Serie ist durchgegendert, sie leidet im wörtlichen Sinn an einer Geschlechtskrankheit.

Man merkt der Serie an, dass die kreative Energie in Genderologie und Diversität geflossen ist. Damit blieb nichts für die Qualität der Story übrig. Und die „guten Absichten“ wirken so aufgesetzt und platt, dass sie genau das Gegenteil erreichen.

Es folgen Spoiler!

Feminismus in Serie

Captain und Erster Offizier sind Frauen. Selbstverständlich sind sie nicht weiß.

Bis zu diesem Punkt hätte ich mir – insbesondere bei einer Star-Trek-Serie – nichts gedacht. Star Trek war schon immer progressiver als der Mainstream und hatte schon immer auch eine politische Botschaft.

Aber es reicht eben nicht, dass die beiden höchstrangigen Offiziere nicht-weiße Frauen sind. Der Erste Offizier muss auch noch einen Männernamen haben, Michael. Und natürlich muss Michael in jeder Hinsicht besser sein als alle anderen, besonders als die Männer.

Übertroffen wird sie nur an wenigen Stellen, und dann natürlich von einer Frau. Damit die andere Frau supersmart erscheint, wird Michael plötzlich als zu doof dargestellt um zu bemerken, dass sie ein Muster laufen um ihre Position im Sand zu markieren. Die Sinnhaftigkeit der Geschichte ist egal, wenn eine Frau gut dargestellt werden muss.

Auch die Klingonen wurden komplett versaut. Sie werden als nuschelnde Neandertaler dargestellt, die keiner Empathie würdig sind. Ich kann mich auch hier des Eindrucks nicht erwehren, dass diese Degradierung feministischen Denkmustern geschuldet ist:

Klingonen standen für Ehre, Mut, Opferbereitschaft und Loyalität, für Taten statt Worte, für Entschlossenheit. Das ist – aus feministischer Sicht – toxische Klingonigkeit.

Da männliche Eigenschaften in einer geschlechtskranken Serie nicht in einem positiven Licht erscheinen dürfen, wurden die Klingonen zu den Halbtieren gemacht, für die Feministinnen Männer halten.

Die Serie beginnt damit, dass der Captain und sein Erster Offizier auf einem Planeten einen Brunnen bohren wollen, weil es eine nachhaltige Umweltveränderung gegeben hat. Sie bohren einen Brunnen und damit ist der Planet gerettet. Na Klar.

Genauso platt geht es weiter:

Es scheint, als könne man nicht einfach zum Brunnen beamen, deshalb müssen sie einen langen Weg durch eine gefährliche Wüste laufen. Dann aber sind sie überrascht, dass sie am Brunnen nicht beamen können.

Das ist nicht einfach eine Unüberlegtheit der Drehbuchschreiber. Solche Schwächen sind Folge der politischen Zielsetzung. Diese benötigt beide Elemente, also das Laufen durch die gefährliche Wüste und das nicht mögliche Beamen, damit beide Frauen als extrem megaintelligent, ultramutig und superkreativ eingeführt werden können.

Eine schlüssige Geschichte hatte offensichtlich keine Priorität. Was man für wichtig hielt, hat man in der Geschichte untergebracht und fertig. Und genau so fühlt es sich an.

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Frauen über 30 verlieren bei der Partnersuche

Über Dalrock bin ich auf einen Artikel aus dem Jahr 2012 aufmerksam geworden. Für ein Mainstream-Medium finde ich Bettina Arndts Artikel für dieses Thema außergewöhnlich sachlich.

Im Artikel geht es darum, dass Frauen, die die Familiengründung hinter ihrer Karriere zurückstellen, in ihren 30er-Jahren häufig feststellen, dass sie keinen „passenden“ Mann mehr finden.

Naomi is stunned by the number of women in their 30s who throw themselves at her partner: the colleagues who sign emails with kisses; the female journalist who pointedly asked, post-interview, if he was married. Yet given the plight of thirtysomething women seeking partners, it’s hardly surprising that her boyfriend is in their sights.

Naomi ist überwältigt von der Zahl der Frauen in ihren 30er-Jahren, die sich ihrem Partner an den Hals werfen: Die Kolleginnen, die E-Mails mit Küssen unterschreiben; die Journalistin, der nach dem Interview gezielt gefragt hat, ob er verheiratet wäre. Doch angesichts der Not der über dreißigjährigen Frauen, die Partner suchen, ist es kaum verwunderlich, dass diese ihren Freund auf dem Schirm haben.

Naomi ist 28 Jahre alt, ihr Partner 36. Seit sechs Jahren sind sie ein Paar.

We hear endless complaints from women about the lack of good men.

Women astonished that men don’t seem to be around when they decide it is time to settle down. Women telling men to “man up“ and stop shying away from commitment.

Wir hören endlose Beschwerden von Frauen über den Mangel an guten Männern.

Frauen sind erstaunt, dass Männer nicht verfügbar sind, wenn sie entscheiden, dass es Zeit ist, sich niederzulassen. Frauen erwarten von Männern, dass sie ihren Mann stehen sollen und aufhören sollen, sich vor ernsthaften Beziehungen zu drücken.

Ich finde das ist eine treffende Beobachtung. Frauen sehen die Verantwortung für die eigene Partnerlosigkeit häufig bei anderen, also den Männern. Eigenes Verhalten, eigene Entscheidungen werden selten als Grund für Partnerlosigkeit gesehen.

Wir werden sehen, dass sich dieser Artikel in dieser Hinsicht von anderen Mainstream-Medien abhebt. Bettina Arndt geht so weit, dass sie auf die Männersphäre im Internet Bezug nimmt und entsprechende Blogger zitiert.

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Die Tyrannei der Wenigen

Die BZ berichtet über die Forderung des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) der Berliner Alice Salomon Hochschule, ein Gedicht des Lyrikers Eugen Gomringer von der Südfassade des Gebäudes zu entfernen.

Das ist die Übersetzung des Gedichtes (im Original spanisch):

Alleen

Alleen und Blumen

Blumen

Blumen und Frauen

Alleen

Alleen und Frauen

Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer

Was ist der Stein des Anstoßes?

Der Vorwurf, den die Studentenvertretung der Hochschulleitung in einem offenen Brief macht, gründet auf Gefühlen von Angst, Degradierung und als unangenehm empfundener Bewunderung von Frauen. Weiterlesen „Die Tyrannei der Wenigen“

Arne Hoffman als Bedrohung unserer Gesellschaft

Arne Hoffman ist wieder mal in den Mainstreammedien aufgetaucht. Die Darstellung seiner Person und seiner Positionen entspricht dem, was ich von Mainstreammedien erwarte, wie ich es auch schon vor sechs Monaten beschrieben habe:

Das sieht man beispielsweise, wenn Arne Hoffmann, der mit seinem Blog Genderama gemäßigte Positionen bezieht, mal bei sueddeutsche.de zu Wort kommt. Egal wie sehr er versucht sich von  „Feld-, Wald- und Wiesen-Maskulisten“ abzugrenzen. Im Artikel taugt er höchstens als Witzfigur und er wird genauso abgewatscht wie ein mutmaßlich existierender Werner Stahl, der im Artikel unglaubwürdig überzeichnet wird. Arne Hoffmann bringt Argumente: Jungen schneiden in der Schule schlechter ab als Mädchen – sie werden sofort weggewischt, Professoren und Aufsichtsräte, hier gibt es weniger Frauen.

Argumente zählen nicht.

Ich ging beim Lesen des FAZ-Pamphlets davon aus, dass Arne Hoffman Profi ist und weiß, dass genau das passiert, wenn er sich mit den Medien einlässt. Insofern wird er auch nicht negativ überrascht gewesen sein, dass er in vordergründig höflichem Ton persönlich lächerlich gemacht wird.

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