Landtagswahl in Thüringen, Teil 1: Die Parteien zu Frauenförderung und Genderthemen

Am 27.10.2019 wird in Thüringen ein neuer Landtag gewählt. Ich habe mir die Programme der (bei der letzten Wahl 2014) fünf stärksten Parteien – CDU, Die Linke, SPD, AfD und Bündnis 90/Die Grünen – angesehen.

In die Betrachtung aufgenommen habe ich auch die FDP, die zwar 2014 mit 2,5 Prozent der Stimmen deutlich hinter der NPD lag, der Umfragen aber größere Chancen auf Einzug in den Landtag einräumen.

Ich habe Thüringen gewählt, weil es die nächste anstehende Wahl ist und ich in Gesprächen immer wieder feststelle, dass den Menschen die Ziele der Parteien nicht bekannt sind. Ich habe erlebt, dass jemand, der sich aus einem konkreten Grund gegen eine Partei entschieden hatte, eine andere Partei wählte, die dasselbe Ziel verfolgte.

Aus den Parteiprogrammen greife ich Themen heraus, die mich interessieren. Die Programme sind zu den Themen unterschiedlich konkret und unterschiedlich ausführlich. Ich habe versucht, allgemeines Politikersprech herauszukürzen und mich auf die Kernaussagen zu beschränken, die allerdings manchmal dennoch lang sind, wenn beispielsweise die Grünen ausführlich und dennoch konkret ihre Absichten zu Genderthemen darlegen.

Deshalb habe ich die aus meiner Sicht wichtigsten Aussagen hervorgehoben. Auf eine Bewertung habe ich bewusst verzichtet, jeder soll sich selbst eine Meinung zu Aussagen wie „Frauen müssen mehr Zeit und Arbeit investieren, um vergleichbare Positionen sowie Gehälter wie die ihrer Kollegen zu erlangen“ (Die Linke) bilden.

Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Dokumente sind im Web als PDF zu finden, aber nur schlecht les- und durchsuchbar. Die Grünen haben einen Hang zum Schwafeln, die Linken weisen immer wieder auf die großartigen Erfolge des linken Ministerpräsidenten in den letzten vier Jahren hin und die AfD formuliert sehr polemisch. Den Vogel abgeschossen hat die FDP, soviele doppelte und dreifache Leerzeichen habe ich noch nie in einem PDF gesehen. All das erschwert die Extraktion der Kernaussagen.

Ich bin dankbar für jeden Hinweis, sollte ich eine wichtige Aussage übersehen haben.

Los geht es mit Teil 1:

 

Frauenförderung und Genderthemen

CDU

Frauenförderung: Wir wollen den Anteil von Frauen in politischen Gremien, Ämtern und Mandaten erhöhen, beispielsweise durch Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Politik. Weiterlesen „Landtagswahl in Thüringen, Teil 1: Die Parteien zu Frauenförderung und Genderthemen“

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Jammerfrau: Ich finde keinen Mann, obwohl ich Feministin bin

Bei theconversation.com beschreibt eine Frau ihre Erfahrungen mit der Partnerbörse Bumble. Ein wichtigstes Kriterium bei der Auswahl der Plattform war für Autorin Treena Orchard, dass bei Bumble die Frauen den ersten Schritt bei der Kontaktaufnahme machen.

Ein Blick in die Selbstbeschreibung der Partnerbörse bestätigt das:

Das Wichtigste zuerst

Gleichberechtigung setzt einen respektvollen Umgang miteinander voraus. Und genau da kommen wir ins Spiel. Bei Bumble machen Frauen den ersten Schritt und mischen damit die traditionellen Geschlechterrollen beim Daten auf.

Bumble hat also das Ziel, die „traditionellen Geschlechterrollen“ aufzumischen und preisen das als wichtigste Eigenschaft an.

Ein Blick in Treena Orchards Profil (alle Übersetzungen in diesem Artikel mit DeepL mit eigenen Änderungen):

Zu meinen Forschungsschwerpunkten gehören Sexualität und Sexarbeit, Gender, Marginalisierung und Gesundheitspolitik. Nebenbei trägt sie durch ihre Forschung und ihren Aktivismus zu verschiedenen akademischen und gesellschaftlichen Bereichen bei.

Treena Orchard beginnt ihren Artikel mit dem Hinweis, dass sie ja eigentlich niemals Dating-Apps nutzen wollte, dies heute aber unumgänglich sei.

Ausgehend von meinen persönlichen Erfahrungen und akademischen Erkenntnissen über Sexualität, Geschlecht und Macht, untersucht dieser Artikel, was passiert, wenn Dating-Apps nicht halten, was sie versprechen.

Der Einstieg hat mich schon zum Schmunzeln gebracht.

Dieser peinliche Versuch, einem Nabelschau-Artikel durch ihre angeblichen akademische Fähigkeiten einen wissenschaftlichen Anstrich der Allgemeingültigkeit zu geben – herrlich.

Der Versuch der Partnerbörse ihre eigenen Misserfolge mit Männern anzuhängen – die Krönung der Herrlichkeit!

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Eine feministische Aktion in Weimar

Heute möchte ich die geneigten Leser dieses Blogs auf eine Kunstaktion (Selbstbezeichnung) aufmerksam machen. Hier ein Link mit einer Bildergalerie, die absolut sehenswert ist.

Die Bilder sind einem Video entnommen, das die Künstlergruppe selbst veröffentlicht hat, weil ihre Aktion, das Goethehaus mit Klopapierrollen zu bewerfen, in Weimar niemanden interessierte. Niemand hatte darüber berichtet.

Seht euch die Bildergalerie an. Ernsthaft, seht euch jedes einzelne Bild an. Ich lache hier immer noch. Die halten ein Schild in die Kamera und haben darauf „Scheidenröslein“ geschrieben.

Als Autor der „Scheidenden Geister“ muss ich diesen Bezug zum weiblichen Geschlechtsorgan aufgreifen. Diese Aktivisten sind klasse! Sie halten das für Emanzipation und machen versehentlich einen hervorragenden Witz. Weiterlesen „Eine feministische Aktion in Weimar“

Der neue deutsche Krimi: Männer sind entweder toxisch oder würdelose Weicheier

Im Sommerurlaub wollte ich mal wieder Krimis lesen. Ich wollte Spannung und Unterhaltung, ohne großen literarischen Anspruch, politikfrei und vor allem ohne moralische Appelle.

Dazu hatte ich mir vor dem Urlaub aktuelle Hörbücher besorgt. Mir gefiel die Vorstellung ausgedehnter Spaziergänge, während ein Kommissar einen Mörder jagt und ich mitdenken und schlussfolgern kann. So wie als Kind, als ich, fasziniert von der Logik Sherlock Holmes‘, seine Fälle wieder und wieder gelesen habe.

Der neue deutsche Krimi war für mich ein Reinfall auf ganzer Linie.

Gleich auf den ersten Seiten des Kriminalromans „Ostseefeuer“ von Eva Almstädt muss sich die Kommissarin mit einem Kindesvater auseinandersetzen, der ihr das Sorgerecht für das gemeinsame Kind streitig macht. Er wird als richtig fieser Typ dargestellt, der einer guten Mutter ihr Kind wegnehmen will. Das Auftreten dieses Mannes ist spöttisch-aggressiv und, wenn man die Realität deutscher Jugendämter und Gerichte kennt, völlig absurd, während Kommissarin Korittke ruhig, überlegt und vernünftig handelt.

Dennoch wird die junge Mutter durch den Fiesling-Vater eingeschüchtert, was eigentlich nicht zu ihrer gerade eingeführten Figur passt, aber wohl notwendig ist, damit die Autorin ihr eine Opferrolle bei gleichzeitiger moralischer Überlegenheit zuschreiben kann.

Ich musste das Hören abbrechen. Weiterlesen „Der neue deutsche Krimi: Männer sind entweder toxisch oder würdelose Weicheier“

Für die etablierten Medien eine Lachnummer: Das Leben eines Mannes vernichten

Gut gelaunt berichtet focus.de über einen Fall, in dem sich eine Mutter das alleinige Sorgerecht für die Kindern sichern wollte.

Alles klar, Herr Kommissar?

Augenzwinkernd beginnt Göran Schattauer den Artikel mit einem Falko-Zitat.

Es ging um zwei Einbrüche. In eine Pizzeria und in ein Altenheim. Aufgrund der polizeilichen Untersuchungen kam für beide Delikte nur ein Mann als Täter in Betracht: Ralf K. (Name von der Redaktion geändert), 32 Jahre alt, Malervon Beruf. Die Staatsanwaltschaft München war sich ihrer Sache zunächst sehr sicher. So sicher, dass sie in einem Fall sogar Anklage erhob – wegen versuchten Diebstahls im besonders schweren Fall. […]

Um ein Haar wäre der Beschuldigte, Vater von drei Kindern, vor Gericht gelandet und womöglich verurteilt worden.

Der Mann war Opfer eines Komplotts gegen ihn, die beiden Einbrüche sollten ihm in die Schuhe geschoben werden. Das waren nicht die einzigen Versuche dem Mann zu schaden um die Oberhand im Sorgerechtsstreit zu gewinnen.

Der Münchner Staatsanwalt Daniel Meindl, 39 Jahre alt, jedenfalls spricht von einer „grausam netten Geschichte“. Und er gibt zu: „Es war der skurrilste Fall, der mir je untergekommen ist.“

Noch bevor man überhaupt alle Fakten gelesen haben kann, wird der Fall als Lachnummer einsortiert. Es geht hier um das Opfer mehrerer Straftaten, aber der Staatsanwalt nennt den Fall „skurril“.

Mir fällt zur Einordnung eher „besonders verabscheuungswürdig“ ein.

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Feministin: Ich mache was ich will – Männer sind für meine Sicherheit verantwortlich

Im Online-Angebot des Sydney Morning Herald bin ich auf den Artikel einer Feministin gestoßen, die ein Australian-Football-Spiel besucht hat und anschließend belästigt wurde, als sie allein auf ihr Taxi wartete (alle Übersetzungen DeepL mit eigenen Änderungen):

Innerhalb von 30 Minuten wurde ich von fünf verschiedenen Gruppen von Männern belästigt, die in Mannschaftsfarben an mir vorbei liefen.

Es gab anzügliche Sprüche und Missbrauch, eine Aufforderung „lächeln, Liebste“ und zielgerichtete Fragen danach, wohin ich gehe und auf wen ich warte.

Während ich versuchte, mich kleiner zu machen – als ob ich durch Neigen des Kopfes und Krümmen der Schultern weniger sichtbar wäre – hing ein Typ aus einem Autofenster und schrie Obszönitäten in meine Richtung, während der Fahrer hupte.

Keine schöne Situation.

Obwohl Jill Stark das Wort „Missbrauch“ („abuse“) verwendet, geht es ausschließlich um verbale Belästigung. Genau genommen geht es um das, was sie in der konkreten Situation und von den konkreten Personen kommend als verbale Belästigung empfunden hat.

Das mag wie Haarspalterei klingen, es ist es aber wichtig, weil es die Subjektivität der Situation verdeutlicht:

  • Eine andere Frau würde die gleichen Sprüche oder einige davon vielleicht nicht als Belästigung empfinden. Manche würden sich vielleicht sogar geschmeichelt fühlen und auf die Sprüche einsteigen.
  • In einer anderen Situation, etwa in einem Club, würde sie vielleicht einige der Sprüche nicht als belästigend empfinden.
  • Von anderen Männern kommend würde sie so manchen Spruch vielleicht nicht als Belästigung empfinden. Würde Brad Pitt (oder wen auch immer sie als überwältigend attraktiv findet) sie auffordern zu lächeln – gäbe es diesen Artikel?

Objektiv betrachtet scheint die Situation juristisch nicht grenzüberschreitend gewesen zu sein, auch wenn sie sie subjektiv beängstigend und einschüchternd erlebt hat.

Und wer weiß, vielleicht handelte es sich bei manchen Fragen nach ihrem Ziel um ehrlich gemeinte Hilfsangebote?

Ich will sagen: Es ist schwierig. Die Situation ist nicht schön, aber sie bewegt sich im zulässigen Rahmen.

Das wird deutlich, wenn man die Situation umdreht: Ist es im zulässigen Rahmen, wenn Jill Stark Brad Pitt zielgerichtet fragt, wo er denn hin will oder ob er denn nicht mal seine Bauchmuskeln anspannen könne?

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Neuer Kampfbegriff „Gendernationalismus“

Gestern stieß ich bei Twitter auf einen neuen Begriff für Kritik an der Bejubelung frauenfeindlicher islamischer Praktiken durch westliche Feministinnen: „Gendernationalismus“.

tweet20190430

Die Merkmale, die Bücker benennt, haben nichts mit Nationalismus (oder auch nur Nation) zu tun. Weiterlesen „Neuer Kampfbegriff „Gendernationalismus““