Frauen bringen’s einfach nicht

Der Deutsche Gewerkschaftsbund lässt „gute Arbeit“ untersuchen, oder das was er dafür hält. Die Studie enthält aber auch Informationen, die so vielleicht nicht beabsichtigt waren.

41 Prozent der Beschäftigten sind laut der Umfrage nach der Arbeit sehr häufig oder oft zu erschöpft, um sich noch um private oder familiäre Angelegenheiten zu kümmern. Mit 47 Prozent sind Frauen dabei deutlich häufiger betroffen als Männer mit 37 Prozent.

Obwohl Frauen eher die einfacheren und weniger verantwortungsvollen Positionen bekleiden als Männer, fühlen sie sich erschöpfter von ihrer Arbeit als Männer.

Sicher hat der DGB nicht beabsichtigt, öffentlich zu verkünden, dass Frauen es einfach nicht bringen. Die Daten deuten aber darauf hin.

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Wenn die Hebamme zweimal klingelt (und über den Mann urteilt)

Beim SZ-Magazin berichtet die Hebamme Maja Böhler von einem Hausbesuch.

Bei einem Wochenbett-Besuch trifft die Hebamme in dieser Woche auf eine übermüdete Mutter und einen ausgeschlafenen Vater. Genau hier beginnt das Problem.

Der Vater wagt es ausgeschlafen zu sein. Das ist für Maja Böhler „das Problem“.

Für die Hebamme scheint es normal zu sein, ihre Kunden nach dem kurzen Einblick eines Besuchs zu beurteilen und sich öffentlich darüber zu mockieren.

Die Wohnung der M’s entsprach nicht ganz meinem Geschmack, eine Art bewohnbarer Applestore mit weißen Fronten und glänzenden Oberflächen. Mir war sofort ein wenig kalt und ich zögerte, meine Tasche abzulegen, denn hier lag nichts herum, kein Staubkorn, keine Windelpackung, kein Spucktuch.

Maja Böhler hat sich ihr Urteil bereits beim betreten der Wohnung gebildet. Sympathie pur.

Sauberkeit und Ordnung scheint sie negativ zu werten.

Anfangs sind sie überrascht, wie gut sie alles wuppen, nach der ersten Nacht denken viele auch noch: war doch easy, aber nach drei, vier Nächten kommt oft der Einbruch. Es ist der anstrengende Auftakt einer anstrengenden Zeit. Und auch die Väter merken spätestens dann, wie viel Macht dieses kleine Bündel, das nix kann außer quäken, darin hat, das eigene Leben durcheinander zu bringen.

Ja, diese Männer sind irgendwie schwer von Begriff.

Genau an diesem Punkt war Herr M., der es anders als seine Frau ins Bad geschafft zu haben schien. Jedenfalls trug er ein Hemd, Cordhose und eine zugeknöpfte Strickjacke, wie sie Politiker gerne anhaben, wenn sie sich mal leger geben wollen.

Herr M. ist eine Zumutung für Maja Böhler. Nicht Mal die Kleidung bekommt er so auf die Reihe, dass es ihr gefällt. Hätte er vorher lieber mal nachgefragt. Und geduscht hat er auch noch, ist ihm gar nicht klar, dass das Maja Böhler nicht passt?

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Die Unterdrückung von Frauen ist für Feministinnen völlig in Ordnung

In den letzten Tagen ist die Geschichte von Malvina und Diaa hochgekocht. Es geht um einen syrischen Jugendlichen mit einer deutschen Freundin und ihre Geschichte. Zunächst entbrannte eine Diskussion um das Alter des Jugendlichen.

KiKa räumte ein, dass das angegebene Alter nicht korrekt war und korrigierte es zunächst von 17 auf 19 Jahre. Mittlerweile ist Diaa wohl 20 Jahre alt.

Auch der Inhalt steht in der Kritik: Diaa wirkt unangenehm besitzergreifend und schreibt seiner Freundin ihr Verhalten vor. Das reicht von ihrer Kleidung über ihr Essen bis zu der Art, wie sie ihre Freunde zu begrüßen hat. Weiterlesen „Die Unterdrückung von Frauen ist für Feministinnen völlig in Ordnung“

Wie das ZDF Mädchen zu sich selbst überschätzenden Feministinnen erzieht

Als ich am Sonntag Morgens den Fernseher einschaltete, lief gerade die Sendung „Löwenzahn“. Und zwar mit neuem Hauptdarsteller. Statt Peter Lustig gibt es jetzt einen Fritz Fuchs.

In der Sendung ging es um ein Mädchen, das beim Bäcker aushilft. Ohne es mit Ihrem Chef abzusprechen räumt sie ihre eigene Kreation, ein Blaubeerbrot, in die Auslage des Marktstandes ein.

Das Produkt ist schlecht, wie sie selbst einräumt.

Dann kommt ihr Cousin (Fritz Fuchs) hinzu und es kommt heraus, dass sie noch nicht einmal ein Rezept für das Blaubeerbrot hatte.

Der Bäcker feuert sie, weil sie Mist gebaut hat. Das wird als schlecht und überzogen dargestellt.

Der Cousin Fritz Fuchs verspricht, das Mädchen zu unterstützen. Tatsächlich ist es umgekehrt: Er backt Brote, während sie ihn unterstützt. Er eröffnet einen eigenen Marktstand, um die Brote zu verkaufen. Sie unterstützt ihn auch dabei.

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Kein Unterschied: Wie man von „Hab dich nicht so“ zu sexueller Gewalt gegen Frauen kommt

Patrick Schlereth schreibt in einem Artikel für fr.de, den Online-Auftritt der Frankfurter Rundschau, über den offenen Brief von 100 Frauen in der französischen Tageszeitung „Le Monde“, in dem sie vor einem totalitären Klima und dem Verlust sexueller Freiheiten durch die #Metoo-Debatte warnen.

Was verstehen die Unterzeichnerinnen des Gastbeitrags nun unter Freiheit? Sexualität sei von Natur aus „offensiv und wild“, geben sie zu bedenken. Hartnäckiges oder unbeholfenes Anbaggern sei kein Verbrechen und von sexualisierter Aggression zu unterscheiden.

Das klingt zunächst einleuchtend, doch wollen wir das Abstrakte mit einem Fallbeispiel ins Konkrete überführen. „Du hast so schöne Augen, darf ich Dir ein Getränk ausgeben / mich neben Dich setzen / Deine Nummer haben?“ wäre unbeholfen. Okay, mancher Mann meint es vielleicht nicht böse, kann es aber einfach nicht besser. Lautet die Antwort auf eine der Fragen jedoch „Nein“, kann ein hartnäckiges Insistieren seitens des Mannes schnell unangenehm werden für die Frau: „Ach komm schon, nun hab‘ Dich doch nicht so.“

Es mag Frauen geben, für die dieses absurde Spiel zum knisternden Flirten dazugehört, doch die sollten nicht die Regeln für alle vorgeben oder ihre persönlichen Vorlieben mit den Forderungen der #MeToo-Bewegung vermischen.

Patrick Schlereth führt von unbeholfenen Anmachsprüchen, die nicht belästigend sind,  zu „hab‘ Dich doch nicht so“ und suggeriert, dass es Frauen gäbe, die den letzten Spruch gut fänden.

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Jammerpolitikerin: Frauen sind die falschen für den Job

Gabriele Andretta (SPD) fordert, den Frauenanteil in der Politik per Gesetz zu erhöhen.

Sie begründet ihre Forderung damit, dass der Frauenanteil im niedersächsischem Landtag unter 30 Prozent gesunken sei.

Sie ignoriert, dass dies die Entscheidung des Souveräns war. Es standen Parteien mit Frauenquote und ohne Frauenquote zur Wahl, offensichtlich war der Frauenanteil der Kandidatenlisten nicht das entscheidende Kriterium für die Wähler.

Es gibt deutlich mehr Frauen als Männer unter den Wahlberechtigten. Auch für Frauen scheint das Geschlecht der Kandidaten also nicht die entscheidende Rolle zu spielen. Sie entscheiden sich nicht für Parteien mit Frauenquote oder gehen gar nicht erst zur Wahl.

Gabriele Andrettas Forderung ist undemokratisch. Sie will die souveräne Entscheidung der Wähler mittels Vorauswahl beschneiden.

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Jammerfrau Antje Schrupp: Niemand sollte für sein Privatleben selbst verantwortlich sein

Antje Schrupp widmet sich bei Zeit-Online dem Thema Work-Life-Balance:

Wer bekommt über Weihnachten frei? Wer muss einspringen, wenn jemand ein krankes Kind hat? Es kann nicht sein, dass Singles den Balanceakt von Familien mittragen müssen.

Mir ist nicht klar, was das mit Work-Life-Balance zu tun hat. Aus meiner Sicht gar nichts.

Aber ich gebe Antje Schrupp Recht: Über ein normales Maß an gegenseitiger Rücksichtnahme und Unterstützung hinaus kann niemand in der professionellen Umgebung eines Arbeitsplatzes erwarten, dass andere einem den Rücken für Privates freihalten.

Meine Physiotherapeutin ist zwar keine Feministin, aber ich hätte auch nicht gedacht, dass sie Frauen diskriminieren würde. Bis sie mir neulich eröffnete, in ihrer Praxis nie wieder junge Frauen einstellen zu wollen. Die würden einfach zu oft schwanger.

Genau genommen möchte die Physiotherapeutin nicht Frauen diskriminieren, sondern junge Frauen. Und das aus nachvollziehbaren Gründen, wie Antje Schrupp einräumt:

Denn ich musste zugeben, dass der Ausbruch nicht unbegründet war. Zum dritten Mal innerhalb von wenigen Jahren hatte sich an jenem Tag eine ihrer Angestellten in Mutterschaftsurlaub und Elternzeit verabschiedet.

Antje Schrupps betriebswirtschaftliche Expertise wird danach deutlich:

Bei einem Kleinbetrieb ist das statistisch sehr erheblich.

Die Auswirkungen  von Mutterschaftsurlaub und Elternzeit auf ein Unternehmen haben nichts mit der Firmengröße zu tun, sondern nur etwas mit dem Anteil der Mitarbeiter, die Mutterschaftsurlaub und Elternzeit nehmen.

Einfachste Zusammenhänge. Unergründlich für eine Feministin.

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