Feministische Ökonomie ist Ideologie plus Forderungen

Im Onlineangebot der Frankfurter Rundschau habe ich einen Artikel über „feministische Ökonomie“ gelesen. Autorin ist Tess Herrmann, die sich als Mitglied eines „Kollektivs für Gesellschaft und Ökonomie“ bezeichnet. Sie schreibt unter der Überschrift „Feminismus nur am Rand“:

Selbst auf Konferenzen, die eine Vielfalt innerhalb der ökonomischen Lehre und Forschung fordern, sind Frauen oft unterrepräsentiert. Das muss sich ändern!

Als ein Schreibkollektiv, das sich mit feministischer Ökonomik beschäftigt und versucht, den regierenden Mainstream der Volkswirtschaftslehre auf seine blinden Flecken hinzuweisen, stoßen wir auch bei den Ökonominnen und Ökonomen, die sich ausdrücklich mit alternativen Themen auseinandersetzen, immer wieder auf Unverständnis.

Für das Verständnis ihrer Kritik wäre es wichtig zu wissen: Weiterlesen „Feministische Ökonomie ist Ideologie plus Forderungen“

Fake News mit Sächsischer Zeitung, TU Dresden und Stefan Niggemeier

Bei Übermedien berichtet Stefan Niggemeier – den ich sehr schätze – über die Sächsische Zeitung. Die hat sich dazu entschlossen gegen den Pressekodex zu verstoßen, indem sie über die Zugehörigkeit von Verdächtigen und Tätern zu Minderheiten regelmäßig berichtet. Hier im Blog konnte man lesen, dass das noch nicht immer funktioniert.

Zunächst wurde eine repräsentative Umfrage unter den Abonnenten durchgeführt. Wir erfahren bei Übermedien, dass es kein Problem gibt:

Ein erstes, beruhigendes Ergebnis für Vetterick lautet: „Ein Großteil dessen, was an Kritik heranschwappt an das Haus, ist überhaupt nicht repräsentativ für die Leserschaft.“ Die Leute seien viel weniger unzufrieden, als man glauben könnte, wenn man in die Leserbriefe oder die Internetforen schaut.

Für Professor Lutz M. Hagen von der Technischen Universität, der die Umfrage durchgeführt hat, ist das ein zentraler, typischer Effekt: „Die Mehrheit der Leser stimmt nicht mit der Mehrheit der Leserbriefschreiber überein.“ Durch die Digitalisierung und den Strukturwandel der Öffentlichkeit, würden „Minderheitsmeinungen und extreme Meinungen sehr viel stärker sichtbar als in der alten Medienwelt.“ Es gebe eine stille Mehrheit, die von der lauten Minderheit gern für sich reklamiert wird, obwohl das gar nicht zutreffe.

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Die Ideologie des Klimawandels

Manche Menschen glauben, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und klüger als ihre Mitmenschen zu sein. Sie wissen sich so sehr im Recht, dass sie glauben die Argumente anderer nicht mehr ernst und auch die Menschen selbst nicht mehr für voll nehmen zu müssen.

Wie im Interview zu sehen ist, ist Bill Nye  ist so ein Mensch. Er will Menschen, die am menschengemachten Klimawandel zweifeln, als Kriegsgefangene einsperren.

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Warum Political Correctness den Fortschritt behindert

Über einen Kommentar bin ich auf ein Interview mit dem pakistanischen Kernphysiker Pervez Hoodbhoy gestoßen. Da er selbst Moslem ist, hat er das Privileg, klare Worte finden zu dürfen.

Wir erleben gerade eine große kulturelle Revolution in der islamischen Welt. Nicht nur Pakistan ist betroffen, sondern mehr oder weniger jedes muslimische Land. Pakistan verändert sich, Afghanistan hat sich radikalisiert, Iran, der Irak, viele Länder in Afrika und in der arabischen Welt, Ägypten, Algerien, jetzt Mali. Früher oder später wird man auch in Syrien nur noch verhüllte Frauen sehen. Aber schauen wir uns die islamischen Gemeinden in Europa und in den USA an – die sind von dem gleichen Erreger infiziert.

Moment, stopp! Das kann der doch nicht einfach so sagen! Wo ist der Verweis auf die Kolonialgeschichte und die aktuelle Unterdrückung, die diese Radikalisierung begründen?!

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Der schnelle Klick zwischendurch: Deutschlands Defizit heißt teilzeitarbeitende Frauen

Kennt ihr das – man loggt sich nach E-Mail-Check oder Shopping im Browser aus und es erscheint eine Seite mit mehr oder weniger relevanten Schlagzeilen? Dort steht unter einem unpassenden Foto „So hat dieser Star in zwei Wochen 20 Kilo abgenommen“ oder „12 Dinge, die Katzenfreunde unbedingt wissen sollten“. Ich habe heute auf „OECD bescheinigt Deutschland Defizit bei Frauen-Einkommen“ geklickt.

Trotz aller Anstrengungen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf hinkt Deutschland nach Informationen des «Spiegels» weiter hinter anderen Ländern hinterher.

Schlecht, denke ich. Hinterherhinken ist immer schlecht. Weiterlesen „Der schnelle Klick zwischendurch: Deutschlands Defizit heißt teilzeitarbeitende Frauen“

Linke – Traumtänzer auf dem Rücken der Menschen

Ein Artikel bei Heise.de macht mich wütend. Er wurde aus dem Italienischen übersetzt, neben dem Autor (Diego Fusaro) müssen ihn also weitere Menschen gut genug gefunden haben um ihn zu übersetzen und bei Telepolis zu publizieren.

Die Hochschule soll nicht Jobs verschaffen,

Soll sie nicht? Welche anderen Gründe gibt es dann für die Gesellschaft, die Hochschule zu finanzieren?

die im Übrigen heute flexibel und prekär sind: Sie muss gebildete und fähige Menschen erziehen, die sich ihrer eigenen Geschichte und der eigenen Zukunftsaussichten bewusst sind.

Sind alle Jobs, die einen Hochschulabschluss voraussetzen, „flexibel und prekär“? Im weiteren Text wird der Philosoph John Stuart Mill als Autorität dafür herangezogen, zu bestimmen, wofür Universitäten benötigt werden:

„Die Universität ist nicht darauf ausgerichtet, das Wissen zu lehren, das für eine bestimmte Weise, den Lebensunterhalt zu bestreiten, notwendig ist. Es ist nicht ihr Zweck, kompetente Anwälte, Ärzte oder Ingenieure auszubilden, sondern gebildete und fähige Menschen.“

Das ist dumm. Ich bin kein Philosoph, aber wenn ich Menschen ausbilde, und die können danach nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten, dann ist das eine sinnlose Ausbildung. Auch wenn man als Philosoph arbeitet, muss die Ausbildung nicht geeignet sein, Menschen für diese Arbeit (z. B. in der Wissenschaft) zu qualifizieren?

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Ehrenmorde – Die unsichtbaren toten Männer des ungenannten Kulturkreises (Update)

Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht hat 2011 eine Studie zu Ehrenmorden veröffentlicht. Der Link auf der Homepage zur Studie führt leider ins Nichts, es bleibt nur die Zusammenfassung.

Die Autoren drücken sich vor einer klaren Benennung des Kulturkreises, in dem Ehrenmorde vorkommen. Es gibt nur Indizien dazu, an unterschiedlichen Stellen:

Ehrenmorde […] werden in der öffentlichen Diskussion als Indikator für Integrationsdefizite von Migranten insbesondere aus muslimischen Ländern […] wahrgenommen […]

Ehrenmorde in Deutschland ereignen sich in Migrantenfamilien, die diese zäh-
lebigen patriarchalen und kollektivistischen Verhaltensnormen nach Deutsch-
land mitgebracht haben. Ohne den spezifischen kulturellen Hintergrund sind
diese Tötungsdelikte schlichtweg nicht erklärbar.

Eine begleitende Auswertung […] zeigt jedoch, dass Partnertötungen durch Männer mit türkischer Staatsangehörigkeit dreimal häufiger, und in der Altersgruppe 25 bis 30 Jahre sogar fünfmal häufiger sind als Partnertötungen durch Deutsche. Ähnliches gilt auch für Männer mit einer Staatsangehörigkeit der Länder des ehemaligen Jugoslawien und Albaniens. […] Die Häufigkeit „normaler“ Partnertötungen bei Migranten sollte ebenso Anlass zur Sorge sein wie die selteneren, aber in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommenen Ehrenmorde.

Zwei Drittel der Fälle ereignen sich in Familien türkischer Herkunft, wobei
sowohl ethnische Türken als auch ethnische Kurden vertreten sind.

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