Der Aschenputtel-Effekt ist nicht widerlegt – im Gegenteil

Da ich in letzter Zeit häufiger ausländische Medien nutze, bin ich auf einen alten Artikel auf der Webseite des Schweizer Fernsehens gestoßen:

Den Aschenputtel-Effekt gibt es nicht

Das Märchen von der bösen Stiefmutter ist widerlegt.

Interessant, dass diese Erkenntnisse nicht in den englischen Wikipedia-Artikel zu diesem Thema eingeflossen sind, einen deutschsprachigen Artikel zu diesem Thema finde ich nicht.

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Eine Frage der richtigen Fragen: Wie Forscher eine „enthemmte Mitte“ konstruieren

Die „Leipziger ‚Mitte‘-Studien“ werden an vielen Stellen genutzt um den Deutschen eine rechtsextreme Gesinnung zu attestieren.

So bin auch ich auf diese Studie gestoßen und habe sie mir genauer angesehen.

Zunächst fällt auf, dass die Studie von drei verschiedenen Stiftungen unterstützt wurde, die ich nicht für neutral halte:

Handelt es sich noch um Wissenschaft oder ist es bereits Politik, wenn die Studie, die von den politischen Stiftungen konkurrierender Parteien unterstützt wird, ein Kapitel „Die AfD als rechtspopulistischer Profiteur der Flüchtlingsdebatte“ enthält?

Leider ist das Kapitel in der Online-Ausgabe der Studie nicht enthalten, so dass ich mir kein eigenes Bild zum Inhalt machen kann.

Bei der Recherche habe ich auch Kritik an der Studie gefunden. Da dieses Interview mit dem Politologen Klaus Schroeder mündlich geführt wurde, ist es nicht so strukturiert und belegt, wie ich es mir wünschen würde. Eine der zentralen Aussagen ist:

Wenn aber die Befragten gezwungen werden, auf eine pauschale, generalisierte Frage zu antworten, dann haben sie nicht viele Möglichkeiten.

Die Fragen sind also nach Meinung von Klaus Schroeder so gestellt, dass Antworten von Menschen, die gar keine rechtsextremen Meinungen vertreten, als rechtsextrem interpretiert werden.

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Professor Mausfelds im Kern totalitäres Gedankengut

Ich hatte neulich einen Artikel über Professor Mausfeld geschrieben. Es gibt noch etwas, was mich an den Ausführungen Mausfelds stört.

Professor Mausfeld gab den Eliten die Schuld an indoktrinierenden Medien und macht diese dafür verantwortlich, dass wir nicht in einer „wirklichen“ Demokratie leben, weil es die Menschen deswegen „falsch“ informiert sind und „schlechte“ Entscheidungen treffen.

Meine Meinung ist, dass die Menschen selbst für die Medien verantwortlich sind, die wir haben, weil sie entsprechende (Konsum-) Entscheidungen treffen.

Und ich bin nicht der Meinung, dass es die Qualität der Medien ist, die uns von „wirklicher“ Demokratie trennt, weil es einerseits auch andere Faktoren für „schlechte“ Entscheidungen gibt, beispielsweise die Befähigung der Menschen selbst, und weil uns andererseits Elemente der direkten Demokratie fehlen, die ich wichtig für Demokratie halte.

Der Gedanke, den ich nicht zu Papier bekommen habe ist: Selbst wenn Professor Mausfeld recht hätte, und die Eliten die Menschen mit Hilfe der Medien indoktrinieren würden, was würde daraus folgen?

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Die Tyrannei der Wenigen

Die BZ berichtet über die Forderung des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) der Berliner Alice Salomon Hochschule, ein Gedicht des Lyrikers Eugen Gomringer von der Südfassade des Gebäudes zu entfernen.

Das ist die Übersetzung des Gedichtes (im Original spanisch):

Alleen

Alleen und Blumen

Blumen

Blumen und Frauen

Alleen

Alleen und Frauen

Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer

Was ist der Stein des Anstoßes?

Der Vorwurf, den die Studentenvertretung der Hochschulleitung in einem offenen Brief macht, gründet auf Gefühlen von Angst, Degradierung und als unangenehm empfundener Bewunderung von Frauen. Weiterlesen „Die Tyrannei der Wenigen“

Feministische Ökonomie ist Ideologie plus Forderungen

Im Onlineangebot der Frankfurter Rundschau habe ich einen Artikel über „feministische Ökonomie“ gelesen. Autorin ist Tess Herrmann, die sich als Mitglied eines „Kollektivs für Gesellschaft und Ökonomie“ bezeichnet. Sie schreibt unter der Überschrift „Feminismus nur am Rand“:

Selbst auf Konferenzen, die eine Vielfalt innerhalb der ökonomischen Lehre und Forschung fordern, sind Frauen oft unterrepräsentiert. Das muss sich ändern!

Als ein Schreibkollektiv, das sich mit feministischer Ökonomik beschäftigt und versucht, den regierenden Mainstream der Volkswirtschaftslehre auf seine blinden Flecken hinzuweisen, stoßen wir auch bei den Ökonominnen und Ökonomen, die sich ausdrücklich mit alternativen Themen auseinandersetzen, immer wieder auf Unverständnis.

Für das Verständnis ihrer Kritik wäre es wichtig zu wissen: Weiterlesen „Feministische Ökonomie ist Ideologie plus Forderungen“

Fake News mit Sächsischer Zeitung, TU Dresden und Stefan Niggemeier

Bei Übermedien berichtet Stefan Niggemeier – den ich sehr schätze – über die Sächsische Zeitung. Die hat sich dazu entschlossen gegen den Pressekodex zu verstoßen, indem sie über die Zugehörigkeit von Verdächtigen und Tätern zu Minderheiten regelmäßig berichtet. Hier im Blog konnte man lesen, dass das noch nicht immer funktioniert.

Zunächst wurde eine repräsentative Umfrage unter den Abonnenten durchgeführt. Wir erfahren bei Übermedien, dass es kein Problem gibt:

Ein erstes, beruhigendes Ergebnis für Vetterick lautet: „Ein Großteil dessen, was an Kritik heranschwappt an das Haus, ist überhaupt nicht repräsentativ für die Leserschaft.“ Die Leute seien viel weniger unzufrieden, als man glauben könnte, wenn man in die Leserbriefe oder die Internetforen schaut.

Für Professor Lutz M. Hagen von der Technischen Universität, der die Umfrage durchgeführt hat, ist das ein zentraler, typischer Effekt: „Die Mehrheit der Leser stimmt nicht mit der Mehrheit der Leserbriefschreiber überein.“ Durch die Digitalisierung und den Strukturwandel der Öffentlichkeit, würden „Minderheitsmeinungen und extreme Meinungen sehr viel stärker sichtbar als in der alten Medienwelt.“ Es gebe eine stille Mehrheit, die von der lauten Minderheit gern für sich reklamiert wird, obwohl das gar nicht zutreffe.

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Die Ideologie des Klimawandels

Manche Menschen glauben, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und klüger als ihre Mitmenschen zu sein. Sie wissen sich so sehr im Recht, dass sie glauben die Argumente anderer nicht mehr ernst und auch die Menschen selbst nicht mehr für voll nehmen zu müssen.

Wie im Interview zu sehen ist, ist Bill Nye  ist so ein Mensch. Er will Menschen, die am menschengemachten Klimawandel zweifeln, als Kriegsgefangene einsperren.

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