Die Deindustrialisierung Deutschlands für symbolische Klimapolitik

Ich einem Artikel bei focus.de wird von dem Vorwurf der EU-Kommission berichtet, europäische Automobilhersteller übertrieben bei der Angabe ihres aktuellen CO2-Ausstoßes, damit sie in Zukunft mehr Spielraum bei der Einhaltung von niedrigeren Grenzwerten hätten.

Die Hersteller blicken offensichtlich mit Sorge in die Zukunft, ob sie – trotz großer Investitionen in Forschung und Entwicklung – in der Lage sind die zukünftigen Grenzwerte einzuhalten. Die Verzweiflung scheint groß zu sein in einem der bedeutendsten Industriezweige Deutschlands.

Für mich stellt sich die Frage, wie groß der Beitrag des europäischen Verkehrs am globalen CO2-Ausstoß ist, also wie groß die CO2-Reduktion ist, die sich überhaupt erreichen lässt.

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Wenn Feministinnen schlechte Laune haben

Ist das die vierte Welle des Feminismus?

Warum diese Dozentin darauf besteht, mit ihrem Doktortitel angesprochen zu werden

titelt ze.tt, Juniorpartner von Zeit Online.

Derartige Befindlichkeit kenne ich nur von Menschen, die eigene Unsicherheit, fehlende natürliche Autorität oder ein geringes Selbstwertgefühl kompensieren wollen. Weiterlesen „Wenn Feministinnen schlechte Laune haben“

Politikwissenschaft ist keine Wissenschaft: Wie man rassistische Vorurteile schürt

Unter dem Titel

Rassenlehre

Die Rückkehr einer Bullshit-Wissenschaft

gibt es bei Zeit-Online einen Artikel, der die Wissenschaft von der Rassenlehre kritisieren soll.

Ich wusste nicht, dass es diese Wissenschaft gibt.

Absurdeste Thesen zu Intelligenz und Abstammung werden wieder diskutiert. Auch dank des Rechtsrucks in den USA. Das ist keine Wissenschaft, sondern einfach nur Rassismus.

Der Artikel gibt vor, sich mit Wissenschaft auseinanderzusetzen. Doch schon im Teaser wird klar, dass dem nicht so ist. Der Autor Gavin Evans vermischt Wissenschaft und Politik, indem er den von ihm wahrgenommenen Rechtsruck in den USA für wissenschaftliche Thesen verantwortlich macht.

Der Journalist, Autor und promovierte Politikwissenschaftler Gavin Evans hat unter anderem ein Buch über die Frage geschrieben, ob Intelligenz eine Frage der Rasse ist.

Um ehrlich zu sein, ich musste nach diesem Satz lachen. Ein Politikwissenschaftler der sich in Biologie versucht. Ich halte das für aussichtslos und humoristisch.

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Frauen bringen’s einfach nicht

Der Deutsche Gewerkschaftsbund lässt „gute Arbeit“ untersuchen, oder das was er dafür hält. Die Studie enthält aber auch Informationen, die so vielleicht nicht beabsichtigt waren.

41 Prozent der Beschäftigten sind laut der Umfrage nach der Arbeit sehr häufig oder oft zu erschöpft, um sich noch um private oder familiäre Angelegenheiten zu kümmern. Mit 47 Prozent sind Frauen dabei deutlich häufiger betroffen als Männer mit 37 Prozent.

Obwohl Frauen eher die einfacheren und weniger verantwortungsvollen Positionen bekleiden als Männer, fühlen sie sich erschöpfter von ihrer Arbeit als Männer.

Sicher hat der DGB nicht beabsichtigt, öffentlich zu verkünden, dass Frauen es einfach nicht bringen. Die Daten deuten aber darauf hin.

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Wenn eine Frau einen Lebenstraum hinwirft

In meinem Umfeld als Kind und Jugendlicher gab es verschiedene Berufswünsche. Je nach Alter und Gruppe variierte das. Manche Berufswünsche waren realistisch, andere eher unrealistisch.

Ganz normale, alltägliche Berufe waren darunter, von Leuten die bereits als Kind realistische Vorstellungen hatten.

Aber es gab auch Berufe, bei denen jedem schon als Kind klar war, dass es wenig realistisch ist, diese Berufe anzustreben. Astronaut war einer davon.

Ein Klassenkamerad, der mir in Erinnerung geblieben ist, wollte Kampfpilot werden. Fliegen mit Mach 2. Kein Passagierjet. Es musste schon was besonderes sein.

Jedem in meinem Umfeld war klar, dass dies ein sehr schwierig zu erreichendes Berufsziel ist. Auch meinem Klassenkameraden, der diesen Wunsch hatte, war das klar. Und zwar ganz klar. Musste er zwischen Lernen und einer Unternehmung wählen, begründete er öfter mal eine Absage damit, dass er Kampfpilot werden wollte.

Er hatte ein Ziel. Er wusste, dass es nicht einfach werden würde und er war bereit Opfer dafür zu bringen.

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Was ist dran an der Gefahr durch Glyphosat?

Agrarminister Christian Schmidt wird auf zeit.de von Ludwig Greven als „wackerer CSU-Agrarlobbyist“ bezeichnet, weil er

einer verlängerten Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat durch die EU

zugestimmt hat. Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) war anderer Auffassung.

In anderen Berichten ist von den „Risiken für Gesundheit und Umwelt“ durch Glyphosat die Rede.

Warum ist Glyphosat „umstritten“? In der Presse wird häufig erwähnt, es sei „potenziell krebserregend“.

Vor dem Alleingang Schmidts war die EU in der Sache monatelang entscheidungsunfähig. Eine Mehrheit für die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat kam trotz wiederholter Abstimmungen nicht zustande. Die Stimme Deutschlands, für das Agrarminister Schmidt gesprochen hat, gab jetzt den Ausschlag.

Was ist Glyphosat und wie gefährlich ist es? Weiterlesen „Was ist dran an der Gefahr durch Glyphosat?“

Alles Nazis außer Mutti

Unter der Überschrift

Benutzt du diese Nazi-Sätze – ohne es zu wissen?

versucht bento seine Leser für „Nazi-Wörter“ sensibilisieren.

Wenn wir Wörter wie „Mischvolk“, „Endlösung“ oder „Überfremdung“ hören, sollten bei allen von uns sofort die Nazi-Alarmglocken klingeln – klar.

Aber es gibt Phrasen und einzelne Wörter, die vom Nationalsozialismus negativ belegt wurden und die nicht so eindeutig erkennbar sind. Viele davon haben sich über die Jahrzehnte hinweg in unserem täglichen Sprachgebrauch etabliert.

Bento-Autorin Hanna Zobel erklärt es zum Problem, dass bestimmte Worte „sich über die Jahrzehnte hinweg in unserem täglichen Sprachgebrauch etabliert“ haben, obwohl sie in der Vergangenheit negativ belegt waren.

Nochmal: Weil bestimmte Worte früher für negative Dinge verwendet wurden, sollen jetzt die „Nazi-Alarmglocken klingeln“ obwohl das zwischenzeitlich nicht mehr der Fall ist.

Wir lernen: Wenn die Nazis ein Wort einmal verbrannt haben ist es nicht mehr zu benutzen. Auch wenn der Nutzer des Wortes – wie die Überschrift erklärt – sich dieser Verwendung gar nicht bewusst ist und daher keine schlechte Intention verfolgt.

Einen Grund, warum von den Nazis verwendete Wörter heute nicht mehr verwendet werden sollten, gibt Hanna Zobel nicht an.

Wir haben Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch von der FU Berlin gefragt, warum manche Wörter nicht so harmlos sind, wie sie wirken und was ihre Verwendung mit uns macht.

Anatol Stefanowitsch neutral als Sprachwissenschaftler einzuführen greift zu kurz. Ich denke man kann mit Fug und Recht sagen, dass Anatol Stefanowitsch Anhänger einer bestimmten Ideologie ist und diese auch offensiv verbreitet. Stefanowitsch hält beispielsweise „Heimat“ nur auf den ersten Blick für ein harmloses Wort.

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