Ideologen haben die Deutungshoheit übernommen: Wikipedia ist keine neutrale Quelle (mehr)

Neulich wanderte ich mit Freunden durch den Wald. Das Ziel war eine Burg. Dort angekommen wertete ich das kühlende Bier für unsere Gruppe auf, indem ich klugscheißerisch Fakten zur Burg verlas. Meist klicke ich dann noch ein paar weitere Artikel bei Wikipedia an und schmökere noch ein wenig.

Über den Artikel Burg kam ich schließlich im Artikel Mittelalter zu einem Link auf die „mittelalterliche Warmzeit“ um verwundert festzustellen, dass der Artikel nicht wie erwartet eben „Mittelalterliche Warmzeit“ heißt, sondern „Mittelalterliche Klimaanomalie„.

Meine Skepsis war sofort geweckt, schließlich haben die Begriffe „Warmzeit“ und „Anomalie“ unterschiedliche Bedeutungen. Eine „Anomalie“ ist eine Abweichung von der Regel, wohingegen eine Warmzeit neutral einen Zeitraum mit im Durchschnitt höheren Temperaturen zwischen zwei Zeitabschnitten mit durchschnittlich tieferen Temperaturen bezeichnet (Wikipedia). Eine Wärmeperiode als Anomalie erhebt kältere Perioden zum Standard.

Mittlerweile bin ich bei Wikipedia sofort skeptisch, wenn ich auf Begriffe stoße, die ein augenscheinliches Framing enthalten.

Eine kurze Recherche lieferte Indizien für diesen Verdacht: Der Artikel hieß  „Mittelalterliche Warmzeit“, erst im Januar 2019 wurde er umbenannt. Der Nutzer DeWikiMan schreibt als Begründung:

allgeminerer und mittlerweile der in der Wissenschaft häufiger verwendete Begriff, s. Disk, „Titel umbenennen / Seite verschieben“

Für DeWikiMan spielt es keine Rolle, welcher Begriff in der Alltagssprache verwendet wird, er meint, weil der Begriff in der Wissenschaft angeblich „häufiger“ verwendet werde, müsse man das Lexikon anpassen.

Der Verdacht liegt nahe, dass es sich um einen Versuch handelt, das gesellschaftliche Allgemeinwissen durch geänderte Begrifflichkeiten im eigenen Sinne zu manipulieren.

Im Artikel in der englischen Wikipedia ist man nicht DeWikiMans Auffassung: Der Artikel heißt „Medieval Warm Period“. Auch die Autoren der spanischen Version, der dänischen Version, der niederländischen Version und der französischen Version des Artikels sehen es nicht so wie DeWikiMan, dass man eingeführte Begriffe bedeutungsändernd umbenennen muss.

In der Historie des Artikels findet sich neben der Umbenennung eine weitere interessante Änderung. Ein Nutzer schrieb:

Ich habe das Wort „Klimaleugner“ durch das Wort Kritikern des anthropogenen Klimawandels ausgetauscht. Damit das ganze nicht religiös erscheint und die Neutralität gewahrt wird.

Nutzer „Andol“ machte diese Änderung keine Stunde später, nachts um 3:18 Uhr, wieder rückgängig. Seine Begründung:

Revert. Wer aus wirtschaftlichen oder ideologischen Gründen wissenschaftlich bestens gesichertes Wissen bestreitet, ist Leugner, kein Kritiker. Flacherdler sind auch keine Kugelformthesenkritiker…

Bemerkenswert. Andol möchte keine neutrale Sprache, er möchte eine Wertung vornehmen. Er glaubt die Motive der Klimaleugner zu kennen und verwendet diese unterstellten Motive auch noch als Argument gegen sie.

Das ist absurd. Meinungen, Fakten oder Kritik werden durch die Motivation der Personen, die diese vertreten nicht richtiger oder falscher. Es scheint, als würde Andol versuchen die Klimaleugner zusätzlich zu diffamieren.

Und natürlich stimmt auch die Grundaussage nicht: Ein Leugner kann auch ein Kritiker sein, aber nicht jeder Kritiker ist auch ein Leugner. Die Welt ist nicht schwarz-weiß. Andols Welt scheint hingegen schwarz-weiß zu sein. Er möchte nicht differenzieren, jeder Kritiker soll als Leugner diffamiert werden.

Auch inhaltlich ist dem Artikel das verzweifelte Bemühen anzumerken, „Klimaleugnern“ möglichst wenig Material für Kritik am menschengemachten Klimawandel zu liefern.

Geradezu zwanghaft wird der Bezug zum aktuellen, menschengemachten Klimawandel bereits im zweiten Absatz der Einleitung hergestellt.

Es gab während der mittelalterlichen Warmzeit mit hoher Sicherheit einige Regionen, die damals in etwa so warm waren wie gegen Mitte, teilweise auch Ende des 20. Jahrhunderts. Die Wärmeperioden des Mittelalters waren aber uneinheitlicher als die seit dem 20. Jahrhundert weltweit gleichzeitig voranschreitende Erwärmung. Im 21. Jahrhundert hat sich die Erde weiter erwärmt.

Wohlgemerkt: Es gibt im Artikel einen Abschnitt „Kontroverse um Vergleich mit der gegenwärtigen Erwärmung“, aber dieser Punkt ist den Wikipedia-Autoren so wichtig, dass sie gleich in der Einleitung darauf hinweisen.

Man versteht den Sinn dieses Absatzes nur, wenn man weiß, dass die mittelalterliche Warmzeit auch von Klimaskeptikern genutzt wird.

Wo der Leser eine Einführung zur mittelalterlichen Warmzeit erwartet, bekommt er Vergleiche, die den Argumenten der Skeptiker widersprechen sollen, die in einer Einführung noch gar keinen Sinn ergeben.

Im dritten Absatz der Einleitung des Artikels „Mittelalterliche Klimaanomalie“ findet sich dann

Auch ist die Geschwindigkeit der globalen Erwärmung so groß wie nie seit mindestens 2000 Jahren, wahrscheinlich auch ohne vergleichbares Beispiel in der jüngeren Erdgeschichte.

Ein Bezug zum Thema des Wikipedia-Artikels ist nicht erkennbar.

Es gibt in der Einführung des Artikels „Mittelalterliche Klimaanomalie“ keine Quellenangaben, die Fakten der „Mittelalterliche Klimaanomalie“ belegen. Alle vier Quellenangaben beziehen sich auf Vergleiche zum aktuellen Klimageschehen.

Die Aufmerksamkeit der Autoren scheint sich besonders auf ein Thema zu konzentrieren. Das wirkt erzwungen und künstlich.

Auch der Abschnitt „Gesellschaftliche Folgen“ scheint vom Bemühen gekennzeichnet, ungewollte Positionen zu diffamieren.

Der für seine klimaskeptischen Positionen bekannte Historiker Wolfgang Behringer sieht die in Europa beobachteten Auswirkungen der mittelalterlichen Warmzeit als Beleg dafür, dass eine globale Erwärmung positiv für die Menschheit sei. Er argumentiert, dass es der Menschheit in kälteren Phasen schlechter und in wärmeren Phasen besser gegangen sei.

Keinesfalls darf der Leser neutral darüber informiert werden, dass manche Wissenschaftler von einer Klimaerwärmung positive Effekte erwarten. Geradezu zwingend muss diese Person als Klimaskeptiker eingeführt werden, was ihn als generell unglaubwürdig hinstellen soll.

Der Leser muss den Autoren des Wikipedia-Artikels glauben, dass sie Wolfgang Behringer dem Sinn nach vollständig und präzise wiedergeben.

Man hat jedoch für die Auswirkungen mittelalterlicher Klimaanomalien nur für einige Regionen der Erde Indizien, für viele Regionen fehlen Belege. Für die Regionen, für die man Hinweise auf Auswirkungen gefunden hat, sind diese keineswegs immer vorteilhaft gewesen. Im tropischen Südchina war dies eine Zeit einer ausgeprägten, in Nordamerika sogar einer extremen Dürre. Somit ist es keinesfalls sicher, dass zu dieser Zeit bei globaler Betrachtung günstigere Lebensverhältnisse geherrscht haben.

Ob sich Wolfgang Behringers Aussage überhaupt auf die ganze Welt bezog, oder nur auf Europa? Das wäre naheliegend, denn der Begriff Mittelalter bezieht sich auf eine europäische Epoche und nicht auf die ganze Welt.

In der Zeitspanne, in der die mittelalterliche Warmperiode verortet wurde, kam es in Europa zu einer regelrechten Bevölkerungsexplosion. Dieses ist sicherlich auch auf die günstige Klimaentwicklung zurückzuführen, aber keineswegs ausschließlich.

Und das obwohl bestimmt ganz viele behauptet haben, dass die Bevölkerungsexplosion ausschließlich auf die Warmzeit zurückzuführen sei, da bin ich sicher! Das ist doch ein Strohmann-Argument.

Belege oder Verweise auf Studien enthalten diese Sätze nicht. Das Fehlen von Belegen fällt an mehreren Stellen im Text des Artikels auf, es scheint insbesondere dort der Fall zu sein, wo Wertungen enthalten sind.

Zwar kam es infolge des wärmeren Klimas in Europa zu einer Expansion der Agrarwirtschaft, der Getreideanbau war nun sowohl in wesentlich nördlicheren als auch in höher gelegenen Gebieten möglich. So wurde Getreidewirtschaft bis nach Norwegen und in den Bergen Schottlands nachgewiesen, die in der nachfolgenden Kleinen Eiszeit und der damit verbundenen Abkühlung des Klimas wieder eingestellt wurde.

Dieser Abschnitt (der mit einem Beleg versehen ist) deutet auf eine Korrelation zwischen warmen Klima und begünstigter Nahrungsmittelversorgung hin und ist damit ein Indiz für die These Wolfgang Behringers.

Dem muss im folgenden Absatz sofort wieder entgegengesteuert werden:

Die Klimabedingungen waren allerdings keineswegs die alleinigen Gründe für den rasanten Anstieg der Bevölkerung und der damit verbundenen Expansion mit ihrem Landesausbau. Wilhelm Abel nennt als Gründe dafür den agrikulturellen Fortschritt sowohl bei der Nutzung technischer Geräte, wie z. B. dem Kummet für Zugpferde, als auch bei der Bodennutzung sowie der Diversifizierung von Getreide.

Wieder beginnt es mit dem offensichtlichen Strohmann-Argument, dass ein monokausaler Zusammenhang von irgendjemandem behauptet worden wäre.

Es folgt ein „komisches“ Argument. Eine Person zählt Gründe auf. Ohne einen Hinweis, warum dieser „agrikulturelle Fortschritt“ nicht auch vor oder nach der mittelalterlichen Warmzeit für eine Bevölkerungsexplosion gesorgt hat.

Es wirkt als hätten die Wikipedia-Ideologen-Autoren krampfhaft nach einer anderen Erklärung gesucht und das beste genommen, was sie gefunden haben.

Der zu belegende Fakt steht fest, die dafür passenden Argumente werden herauspickt und andere ignoriert. Es wirkt wie die Argumentation für Intelligent Design.

Dann kommen wir zum Abschnitt „Kontroverse um Vergleich mit der gegenwärtigen Erwärmung“, dem intellektuellen Tiefpunkt dieses Wikipedia-Artikels.

Die mittelalterliche Warmzeit wird von Klimaleugnern bisweilen als Beleg angeführt, dass es keinesfalls sicher sei, dass die gegenwärtige Erwärmung durch vom Menschen emittierte Treibhausgase verursacht sei.

Bis auf den Totschlagbegriff „Klimaleugner“ ist das wahrscheinlich eine neutrale Darstellung der Position.

Da die Treibhausgaskonzentration zur Zeit der mittelalterlichen Warmzeit nicht höher als davor oder danach war, können nur andere Ursachen dafür verantwortlich sein. Sie argumentieren weiter, dass dieselben Ursachen für die Erwärmung des 20. Jahrhunderts verantwortlich sein können.

In der Vergangenheit kam es zu Warmzeiten, obwohl der Treibhausgas-Anteil in der Atmosphäre niedriger war als heute, folglich muss die Warmzeit andere Ursachen als Treibhausgase gehabt haben.

Es gibt also auch andere Ursachen als Treibhausgase, die eine Klimaerwärmung zur Folge haben können.

Diese anderen Ursachen könnten auch für die aktuelle Erwärmung verantwortlich sein. Eine defensiv formulierte Position.

Die Beweislast liegt damit bei denjenigen, die behaupten, dass es die durch den Menschen zusätzlich emittierten Treibhausgase sind, die für die aktuelle Klimaerwärmung verantwortlich sind.

Das ist die Antwort der Wikipedia auf die Position der Klimaleugner:

Dieses Argument impliziert jedoch einen logischem Fehlschuss, d. h. der Annahme, dass der Faktor, der in der Vergangenheit für eine Veränderung allein verantwortlich gewesen sei, es auch heute sein müsse.

Die intellektuelle Bankrotterklärung der Wikipedia.

Denn von „müsse“ stand da nichts. Das ist kein Fehlschluss der Klimaleugner. Sie haben belegt, dass es andere Ursachen gibt und die Möglichkeit anderer Ursachen für die aktuelle Klimaänderung ins Spiel gebracht, so beschreibt die Wikipedia ihre Position.

Diese Möglichkeit wird durch die Antwort nicht widerlegt. Die Aussage der Klimaleugner wird falsch wiedergegeben.

Auch diese kleingeistige Annahme, dass es nur einen Faktor (im Singular) gibt, ist eine Aussage der Wikipedia-Autoren. Die Klimaleugner haben da wesentlich differenzierter argumentiert. Sie sprechen von Ursachen im Plural und erheben nicht mal den Anspruch die genauen Ursachen zu kennen.

Tatsächlich ist jedoch die natürliche mittelalterliche Warmzeit kein Beweis gegen eine anthropogene Erwärmung, genau wie das Vorkommen natürlicher Waldbrände in der Vergangenheit nicht nachweisen kann, dass Waldbrände nicht auch durch Brandstiftung ausgelöst werden können.

Die Klimaleugner behaupten das doch auch nicht.

Die Autoren des Wikipedia-Artikels selbst haben die Position der Klimaleugner ganz anders dargestellt. Die Wikipedia-Autoren widerlegen nicht die Position der Klimaleugner, die sie selbst wiedergegeben haben.

Der Klimatologe Stefan Rahmstorf hält diesem Argument entgegen, dass kein seriöser Klimaforscher bezweifele, dass neben den anthropogenen Treibhausgasen auch andere Faktoren das Klima der Erde beeinflussen und diese Faktoren in der Vergangenheit für viele Klimaschwankungen mitverantwortlich waren. Aus der Tatsache, dass diese Faktoren im Mittelalter eine Erwärmung verursacht haben, sei nicht abzuleiten, dass anthropogene Treibhausgase für die seit dem 20. Jahrhundert zu beobachtende Erwärmung nicht ursächlich sein können.

Auch das ist kein Widerspruch zu der von der Wikipedia dargestellten Position der Klimaleugner, denn sie leiten nicht ab, dass Treibhausgase nicht ursächlich sein können.

Sie schließen andere Ursachen nur nicht kategorisch aus, wie das Stefan Rahmsdorf in diesem Absatz im übrigen auch nicht tut. Dieses indirekte Zitat ist kein Argument gegen die Position der Klimaleugner, denn es wird nicht eine einzige Ursache für die mittelalterliche Warmzeit für den aktuellen Klimawandel ausgeschlossen.

Vielmehr sei es so, dass sich von allen bekannten Faktoren, die eine globale Klimaerwärmung verursachen können, im 20. Jahrhundert lediglich die Konzentration der Treibhausgase so stark verändert habe, dass damit die beobachtete Erwärmung erklärt werden kann.

Endlich ein Argument.

Die Wikipedia-Autoren spielen den Klimaleugnern in die Hände. Statt deren Position kurz und sachlich zu widerlegen, verstricken sie sich in Nebelkerzen und Strohmann-Argumenten und verstecken das Sachargument am Ende eines langen Absatzes.

Die vorangegangenen Verdrehungen der Position der Klimaleugner schwächt das Sachargument zusätzlich: Das Vertrauen wurde verspielt, die mangelnde Neutralität des Abschnitts offensichtlich – wer weiß, was die Wikipedia-Autoren hier gedreht haben, weil sie unbedingt einen bestimmten Standpunkt vertreten wollen?

Und dann war es dann auch schon. Es folgt ein Absatz darüber, ob aktuell eine Erwärmung wie im Mittelalter vorteilhaft wäre. Dann zwei Absätze, die keinen Bezug mehr zur mittelalterlichen Warmzeit haben und statt dessen den aktuellen Klimawandel thematisieren.

Schlechter kann man den Abschnitt „Kontroverse um Vergleich mit der gegenwärtigen Erwärmung“ nicht machen: Ein einziges Argument wird in fünf teilweise themenfremden Absätzen versteckt und dadurch völlig entwertet.

Fazit

Für die Leser des Artikels ist offensichtlich, dass dieser Artikel um jeden Preis in eine bestimmte Richtung will. Das beschädigt seine Glaubwürdigkeit und konterkariert damit das Ziel der Wikipedia.

Geradezu verzweifelt haben die Autoren an möglichst vielen Stellen im Artikel den aktuellen Klimawandel als menschengemacht dargestellt, obwohl das mit dem Thema des Artikels nur bedingt etwas zu tun hat.

Auch die Verbohrtheit, mit der die Autoren die positiven Auswirkungen der mittelalterlichen Warmzeit kleinzureden versuchen, schadet dem Artikel.

Er liest sich wie Agitation und Propaganda. Entsprechend unglaubwürdig wirkt die Argumentation des Artikels.

Dieser Artikel wird niemanden überzeugen, der am menschengemachten Klimawandel zweifelt. Zu bemüht, zu verzweifelt, zu künstlich wirkt der Artikel, zu oft wird der aktuelle Klimawandel thematisiert, zu deutlich ist, dass die Autoren nicht neutral sind.

Wer an eine Verschwörung glaubt, wird sich durch diesen Artikel ebenfalls bestätigt sehen. Zu deutlich spürt man die Agenda der Autoren, die gemeinsam an einem Strang ziehen und sachliche Einwände abbügeln.

Fest steht: Die Wikipedia ist keine neutrale Informationsquelle (mehr). Ideologen haben die Deutungshoheit übernommen. Änderungen von Abweichlern, die neutral berichten wollen, werden innerhalb kürzester Zeit rückgängig gemacht. Umbenennungen die das richtige Framing setzen – wie hier die Umdeutung einer Warmzeit in eine Anomalie – setzen sich ohne Belege durch.

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5 Kommentare zu „Ideologen haben die Deutungshoheit übernommen: Wikipedia ist keine neutrale Quelle (mehr)“

  1. Der Artikel über das Europäische Institut für Klima & Energie ist ein weiteres Beispiel für die fehlende Neutralität auf Wikipedia. Man merkt dem Artikel an, dass es ausschließlich um die Zerstörung der Glaubwürdigkeit des EIKE geht.

    Neulich habe ich mich über die Habitat-Konferenzen der Vereinten Nationen informieren wollen, und habe dabei festgestellt, dass darüber keine Informationen in der deutschsprachigen Wikipedia zu finden sind, zumindest nicht als eigene Artikel. In der englischsprachigen Wikipedia dagegen konnte ich Artikel zu Habitat I – III finden und obendrein viele zusätzliche Links innerhalb von Wikipedia zu Themen rund um die UNO, Agenda 21, Sustainable Development, was in der deutschen Version nicht der Fall ist. Das spricht nicht dafür, dass diese Themen auf wikipedia.de verschwiegen werden. Mir ist aber in dem Zusammenhang aufgefallen, dass ich nicht wahrnehmen kann, dass die Massenmedien viel über die UNO berichten würden. Ich nehme es so wahr, dass meistens lediglich die Ergebnisse solcher Konferenzen ausgerufen, zusammen mit einem Appell schnell und unverzüglich zu handeln. Hintergrundwissen wird sogut wie gar nicht vermittelt.

    Gefällt 2 Personen

    1. Mir ist aber in dem Zusammenhang aufgefallen, dass ich nicht wahrnehmen kann, dass die Massenmedien viel über die UNO berichten würden. Ich nehme es so wahr, dass meistens lediglich die Ergebnisse solcher Konferenzen ausgerufen, zusammen mit einem Appell schnell und unverzüglich zu handeln. Hintergrundwissen wird sogut wie gar nicht vermittelt.

      Ich teile diese Einschätzung. Solche Themen kommen häufig schon „fertig diskutiert“ auf den Tisch obwohl ein früherer Einstieg dem öffentlichen Diskurs wesentlich zuträglicher wäre, schon weil man mit unterschiedlichen Sichtweisen konfrontiert wäre.

      Gefällt 1 Person

  2. Den Artikel über MGTOW wurde wohl schon vor längerer Zeit gelöscht. Bei der Löschdiskussion redeten sie über angebliche Irrelevanz des Artikels.
    Meiner Meinung nach passte er nicht in die feministiache Agenda.

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