Von der Überflüssigkeit der Geisteswissenschaften

Anlässlich des 50. Geburtstages berichtet die JF über die Sendung mit der Maus. Eine Passage hat mich aufmerken lassen:

Massive Kritik habe es damals von denen gegen, „die uns heute besonders loben; die Pädagogen und Kindergärtner hätten uns am Anfang am liebsten auf den Mond geschossen. […] Und die Lehrer haben sich beschwert, weil wir die Filme mit Schlagermusik unterlegt haben und nicht mit dem Orffschen Schulwerk.“

Es ist Interessant zu sehen, dass all die Berufsstände, die sich schon damals (und heute natürlich auch noch) eingebildet haben, dass sie wüssten, was für Kinder das Beste ist, schon vor 50 Jahren voll daneben gelegen haben.

Deutlicher als mit der Ablehnung der „Sendung mit der Maus“ kann man kaum belegen, dass diese Berufsgruppen und die dahinter liegenden Wissenschaften häufig ohne reale, empirische Belege schon immer irgendetwas behauptet haben, was sie gerade für richtig hielten.

Schon immer haben sie ihre eigene Wichtigkeit völlig überschätzt. Noch nie haben sie fassen können, dass andere die Dinge intuitiv besser als sie machen, obwohl sie sich jahrzehntelang in der Universität den Hintern platt gesessen haben.

Wenn andere daherkommen und etwas einfach machen, stehen sie daneben, scheißen klug und haben Forderungen. Das war vor 50 Jahren so und das ist auch heute so.

Immer an der Realität vorbei.

4 Kommentare zu „Von der Überflüssigkeit der Geisteswissenschaften“

  1. Stark geprägt von der europäischen, stark theorielastigen Geisteshaltung. Die Angelsachsen waren immer stärker an pragmatischer Praxis interessiert als am Bau von Luftschlössern.

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  2. Wenn man mal ganz tief in die Welt des stumpfsinnigen Schwachsinns abtauchen will:

    https://www.zeit.de/zett/politik/2021-05/super-straight-tik-tok-cis-personen-transfeindlichkeit

    Absolut herrlich, vor allem auch die Kommentare darunter. Ich frage mich wirklich, ob diese Vollidioten auch nur im Ansatz ahnen, wie grotesk ihre geisteskranken Diskussionen auf normale Menschen wirken?
    Das ist eine Unterabteilung der zeit, also so ein Schmierblatt, was in dieser BRD, das Bildungsbürgertum als Zielobjekt hat.

    Gefällt 1 Person

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