Analverkehr für Feministinnen

Möchte man etwas über die Geisteshaltung von Feministinnen lernen, lohnt es sich bei brigitte.de hereinzuschauen. Dort glaubt man, eine Zeitschrift für Erwachsene zu sein und die „Debatte“ über Analsex eröffnen zu müssen.

Aus feministischer Sicht gibt es zwei Möglichkeiten, wie eine Frau zu Analverkehr stehen kann: Entweder mag sie es nicht, dann tut sie es nicht oder sie findet es aufregend, dann tut sie es. Eine dritte Kategorie, es nicht zu mögen, es aber ihrem Partner zuliebe zu tun, existiert für Feministinnen nicht.

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Was rät man einer 35-jährigen Frau mit Torschlusspanik?

Bei thecut.com gibt es einen Leserbrief einer verzweifelten 35-jährigen Frau (alle Übersetzungen mit DeepL und eigenen Veränderungen).

Ich bin eine 35-jährige Frau und habe nichts vorzuweisen. Meine 20er und frühen 30er Jahre waren eine wilde Mischung aus Umzügen entlang der gesamten Westküste, ein paar kurze Aufenthalte im Ausland, mehrere Jobs in einer mittelmäßigen Position ohne wirkliche Fortschritte. Ich war auch das Vorzeigeobjekt für Serien-Monogamie. Meine hoffnungsvollste und am längsten andauernde Beziehung (dreieinhalb Jahre, juchhu!) endete vor zwei Jahren. Wir zogen in eine neue Stadt (meine vierte neue Stadt), schufen gemeinsam ein Zuhause und stürzten uns dann in eine traumatische Trennung, die mich in meine fünfte und aktuelle Stadt führte und den wer-weiß-wievielten Job.

Es ist die typische Geschichte der unabhängigen, erfolgreichen Frau, wie wir sie schon öfter im Blog hatten. Sie lebt den feministischen Traum, der führt aber nicht wie erhofft zum Glück, sondern zum Gegenteil. Diese Erkenntnis kommt den Betroffenen feministischer Propaganda aber erst, wenn es praktisch zu spät ist um noch Änderungen herbeizuführen.

Interessant ist diese Geschichte, weil es sich um einen Leserbrief handelt, der im Artikel beantwortet wird. Ich denke, man kann thecut.com als feministisches Medium bezeichnen, wir dürfen also gespannt sein, welche Antworten Feministinnen auf hereinbrechende Realität bereithalten. Aber schauen wir uns zunächst den Leserbrief näher an.

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Der Unterschied zwischen Virtue Signalling, Handlungen und Ideologie

Bei welt.de berichtet Daniel Wetzel über die Energiewende.

Deutsche sind bereit, für Energiewende Opfer zu bringen

Da bin ich aber gespannt, zu welch dramatischen Opfern die Deutschen für die Energiewende bereit sind.

Die Proteste gegen Windparks und Stromtrassen nehmen zu. Doch eine Umfrage zeigt, dass die Deutschen für mehr Klimaschutz große Einschnitte in ihrem Alltag in Kauf nehmen würden.

Um seinem Artikel einen knackigen Anfang zu bescheren wirft Daniel Wetzel den Protest Betroffener gegen konkrete Bauprojekte mit Aussagen einer Umfrage zusammen. Diese Aussagen kosten denjenigen, der sie sagt, nichts.

Während die einen ihre moralische Überlegenheit demonstrieren können, ohne dass sie zur Beantwortung der Frage das Haus verlassen müssen, geschweige denn echte Konsequenzen tragen müssen, protestieren die anderen gegen konkrete Konsequenzen, die sie und ihr Leben betreffen.

Dass Daniel Wetzel diese Dinge gleich setzt zeigt, dass der Journalismus bei welt.de zur Schmierenkomödie verkommen ist.

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Von Bullshit-Jobs und Weltverbesserern

In der Kategorie „Technology Review“ berichtet Nils Boeing bei Heise Online über den Anthropologen David Graeber.

Anthropologe: „Menschen verdienen umso weniger, je nützlicher ihr Job ist.“

Mit dieser steilen Behauptung macht der Artikel auf. Um die Aussage prüfen zu können wird ein Bewertungskriterium für „nützlich“ benötigt. Weder in der Überschrift noch im Rest des Artikels wird ein solches Bewertungskriterium angeboten. Damit ist diese Aussage so provokant wie nutzlos.

Diese Aussage ist nichts weiter als ein moralinsaures Totschlagargument, deshalb werde ich sie auseinander nehmen und widerlegen. Das ist wichtig, weil es ein typisches Pseudo-Gerechtigkeitsargument ist, das auf den ersten Blick emotional verfängt, sich bei genauerem Hinsehen aber als totalitär und ungerecht herausstellt.

Denn wie bewertet man die Nützlichkeit von Jobs? Ist ein Feuerwehrmann nützlich wenn ein Haus brennt? Ist er auch nützlich wenn er Bereitschaft hat, aber nichts brennt? Ist ein Pfarrer nützlich? Während er eine Predigt hält? Ist er nützlich, wenn sich jemand mit Selbstmordgedanken an ihn wendet?

Ist ein Streetworker nützlich? Ist er nützlich wenn er versucht Gewalttäter auf den rechten Weg zurückzuholen? Ist er nützlich, wenn ihm das bei einem Gewalttäter pro Monat gelingt?

Die Beispiele zeigen, worauf „nützlich“ letztlich hinausläuft: Auf den Wert, den andere einer Arbeit beimessen.

Der Streetworker verhindert zukünftige Opfer. Man könnte sagen, dass er damit „nützlich“ ist. Aber das ist für eine Bewertung noch nicht ausreichend: Es geht auch um den Nutzen im Verhältnis zum Aufwand.

Denn ein Polizist verhindert mit seiner Tätigkeit ebenfalls zukünftige Opfer. Wie viele Gewalttaten verhindert der Polizist? Zu welchen Kosten?

Bürger könnten durch Verhaltensänderungen auch besonders von Gewalt betroffene Bereiche zu vermeiden. Was ist es den Bürgern wert, ihr Verhalten nicht umstellen zu müssen?

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Grüner Politiker will Menschen internieren

Welt.de berichtet über die Forderung des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer, die Bewegungsfreiheit gewaltbereiter Asylbewerber einzuschränken.

Andererseits sollen gewaltbereite Asylbewerber in ihrer „Bewegungsfreiheit“ eingeschränkt werden. Konkret will Palmer jene aus Dörfern und Städten verbannen, die polizeilich auffällig werden. Wer sich nicht integriere, solle in Ankerzentren oder Einrichtungen in entlegenen Gegenden ohne Bus- oder Bahnanbindung untergebracht werden: „Der Entzug der Bewegungsfreiheit würde die Gefahr schwerer Straftaten gewaltbereiter Flüchtlinge drastisch reduzieren“, schreibt Palmer in einem aktuellen Facebook-Post zu der Vergewaltigung vor zwei Wochen.

Was zunächst wirkt, als gäbe es einen Grünen mit Realitätssinn, erweist sich bei näherer Betrachtung als genauso weltfremd wie man es von einem Grünen erwartet.

Hat Boris Palmer eine Vorstellung davon, wie es in solchen „Ankerzentren“ zugehen würde? Weiterlesen „Grüner Politiker will Menschen internieren“

Ideologie fressen Journalismus auf

Der Deutschlandfunk-Journalist Tobias Armbrüster interviewt Rüdiger Baunemann, einen Lobbyisten der Verpackungsindustrie.

Tobias Armbrüster: Seit gestern wissen wir: Kleine Plastikpartikel schaffen es bis in den menschlichen Körper. Forscher in Wien haben Mikroplastik im Darm von mehreren Versuchspersonen gefunden.

Alarm! Katastrophe! Kleine Plastikpartikel schaffen es bis in den menschlichen Körper!

Wer jetzt erwartet, dass Tobias Armbrüster auf die schrecklichen Gefahren hinweist, die von kleinen Plastikpartikeln ausgehen, wird enttäuscht. Es ist nur Alarmismus, den wir „seit gestern wissen“, ohne Fakten zu den tatsächlichen Risiken.

Diese Studie passt ganz gut zu einer Abstimmung, die heute im Europaparlament in Straßburg ansteht. Da geht es nämlich um die steigenden Plastikabfälle und um ein Verbot von vielen Wegwerfprodukten.

Statt „passt ganz gut“ könnte man auch sagen, dass Tobias Armbrüster das Interview über die Abstimmung im Europaparlament mit einer Angst einflößenden Neuigkeit einleitet, statt neutral zu berichten.

Die Studie mit den angeblich ganz neuen Erkenntnissen hat nichts mit der Abstimmung zu tun, die bereits früher auf die Tagesordnung gesetzt wurde. Die Vermutung liegt nahe, dass die Erwähnung der Studie nur dazu dient, den Rahmen für das folgende Interview zu schaffen.

Schaut man sich die Ergebnisse der Studie an, sieht es eher harmlos aus: Bei acht von acht Probanden wurden Kunststoffpartikel im Stuhl nachgewiesen. Die Autoren vermuten, dass dies bei mehr als 50 Prozent der Weltbevölkerung der Fall sein könnte.

Realistisch betrachtet scheinen die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Plastikpartikel also begrenzt zu sein: Trotz möglicherweise drei Milliarden betroffener Menschen steigt die Lebenserwartung immer weiter an.

Nicht einmal der BUND kann von Umweltauswirkungen von Mikroplastik berichten. Er würde gern nach dem Vorsorgeprinzip den Eintrag von Kunststoffen der Kosmetikindustrie verhindern.

Trotzdem steigt Tobias  Armbrüster aggressiv in das Interview ein:

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Warum Konservative die Vernichtung der Existenz politischer Gegner legitim finden

SZ-ONLINE berichtet über eine Hetzkampagne gegen ein Unternehmerehepaar. Es werden Handzettel verteilt, die auf den ersten Blick wie Werbung für das Bestattungsunternehmen des Paares aussehen und geschickt einen Zusammenhang zwischen dem Unternehmen und dem außerberuflichen Engagement des Ehepaars herstellen:

Beruf und Berufung

Ihre Aufträge geben uns die materielle Basis für unseren Kampf gegen die vielen Nazis und Rassisten in Dresden und Sachsen!

… für den europäischen Einheitsstaat, der allen Geflüchteten eine Heimat und Versorgung bietet!

… für den kompromisslosen Kampf der Jugend gegen alte, weiße Männer, gegen die Polizei und den nach rechts abdriftenden Staat.

Noch lieber tragen wir Deutschland zu Grabe!

Dazu sind die Unternehmer abgebildet, offensichtlich als Teilnehmer einer Demonstration.

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