Jammerfrau: Normales Verhalten ist rücksichtslos

Immer wenn ich denke, dass meine Erwartungen von Jammerfrauen nicht mehr unterboten werden können, kommt die nächste und beweist, dass es nichts gibt, was zu absurd ist, als dass eine Frau nicht darüber jammern könnte.

Und natürlich kann die Jammerfrau es bei der Huffington Post veröffentlichen. Journalistische Standards gibt es dort nicht.

An den asozialen Vordermann, der mir mit seinem Verhalten den Flug versaut hat

Schon die Überschrift zeigt sehr deutlich, dass irgendein Mann etwas besonders schlimmes getan haben muss. Sein Verhalten hat der Autorin Christine Riemann den „Flug versaut“. Der Vordermann selbst ist „asozial“.

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Jammerfrau: Frauen nörgeln zu wenig

Eine besondere Art von Jammerfrauen sind für mich die, die ihr passiv-aggressives Gejammer gegen ihre Kinder richten. Ein solches Exemplar hat ihre emotionalen Ergüsse bei welt.de in der Rubrik „Gesellschaft“ veröffentlicht:

UNGESCHÖNTE EINBLICKE

„Das Baby ist anstrengend – aber…“ – Nichts aber!

Für Autorin Anna Eube sollten sich Eltern ausschließlich auf die anstrengenden Seiten ihrer Kinder konzentrieren und die schönen Seiten außen vor lassen.

Besonders wichtig finde ich bei dieser gesunden Lebenseinstellung, sich möglichst häufig die negativen Seiten des Elterndaseins vor Augen zu führen und das die Kinder spüren zu lassen.

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Jammerfrau: Andere sind schuld, dass ich meinen Abschluss nicht machen kann

Bento berichtet über den Wegfall des Sozialtickets in Nordrhein-Westfalen.

Autorin Nadin Rabaa stellt den Artikel unter das Motto „Gerechtigkeit“, so als ob die Verfügbarkeit von sozialen Wohltaten automatisch Gerechtigkeit und deren Abschaffung automatisch Ungerechtigkeit bedeuten würde.

Damit ist der Rahmen des Artikels abgesteckt.

Jennifer ist 25, erwartet ihr zweites Kind und nutzt das Sozialticket in Nordrhein-Westfalen. Drei Mal die Woche fährt sie mit dem Zug von Attendorn nach Olpe zur Schule, transportiert ihre Einkäufe, und organisiert damit ihr ganzes Leben.

Als ich erfahren habe, dass ich zukünftig kein Sozialticket mehr haben werde, war ich schockiert und sauer.

Dieser Artikel zeigt beispielhaft wie schwierig es ist, eine einmal eingeführte soziale Wohltat wieder abzuschaffen. Die Empfänger haben sich daran gewöhnt, und halten die Almosen der Steuerzahler für selbstverständlich.

Sie reagieren „schockiert und sauer“, wenn bestimmte Wohltaten nicht mehr verschenkt werden.

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Der Unterschied zwischen Jammerfrau und Jammermann

Hier im Blog waren schon öfter Jammerfrauen Thema. Das sind Frauen, die andere für ihre häufig nur scheinbaren Probleme verantwortlich machen. Sie selbst tragen für ihr Schicksal keine Verantwortung und sie haben häufig keinen Antrieb, selbst etwas an ihrer Situation zu verbessern.

Jammernde Männer finde ich seltener in den Medien als jammernde Frauen. Horst hat einen für mich gefunden und ich hatte nichts besseres vor als den Artikel zu lesen.

380 Bewerbungen, seit zwei Jahren arbeitslos – ein promovierter Chemiker findet trotz Erfahrung und guter Noten keinen Job. Seine Problemzone: die gepiercten Ohrläppchen.

Auf dem Foto zum Artikel ist neben den gepiercten Ohrläppchen auch ein popelartiges Nasenpiercing zu sehen – und der Mann hält seine Ohren für seine Problemzone!

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Warum manche Frauen keine Arbeit finden

Susanne Lörmann darf auf der Blog-Plattform der Huffington Post einen Beitrag unter folgendem Titel veröffentlichen:

Der wahre Grund, warum Akademikerinnen keine Kinder bekommen sollten

Auch wenn der Titel so wirkt, als würde eine allgemeine Problemanalyse folgen, verbirgt sich unter diesem Titel einfach nur ein ganz normaler Jammerfrauenartikel, in dem die Autorin ausschließlich über ihre eigenen subjektiven Probleme klagt. Erkenntnisse für andere Personen in problematischen Situationen lassen sich nicht ableiten.

Seit Monaten suche ich eine neue Arbeit. Teilzeit, bitte, Bereich egal.

Schon im ersten Satz wird klar, dass es ausschließlich um sie selbst geht. Der Titel macht dabei ganz deutlich, dass die Ursachen für die seit Monaten vergebliche Arbeitssuche natürlich nicht bei ihr selbst liegen können.

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Die immer neuen Forderungen Alleinerziehender nach Unterstützung

Ach ja, die Jammerfrauen. Auf einem privaten Blog habe ich eine Beschwerde darüber gelesen, dass andere Frauen sich mit falschen Opferfedern schmücken, weil sie sich als Alleinerziehend bezeichnen, obwohl sie das gar nicht sind.

Schließlich endet die Geschichte in der Forderung nach weiteren sozialen Wohltaten für die alleinerziehenden Helden des Alltags.

„Mein Mann arbeitet Vollzeit, ich bin ja den ganzen Tag quasi auch alleinerziehend.“ Ich hab gar nicht so viele Fäuste, wie ich hauen will.

— dIE kEMP (@dIE_kEMP) 7. September 2017

„Alleinerziehend“ ist aber kein Wort, dass man einfach so wörtlich nehmen kann, alleinerziehend ist ein gesellschaftlich und politisch mehr oder weniger definierter Status.

Wir lernen: Alleinerziehend ist definiert, Abstufungen gibt es nicht.

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Plusminus: Es muss noch mehr an Alleinerziehende transferiert werden und Männer sind sowieso schlecht

Sigrid Born und Nicole Wirth haben einen Propagandabeitrag bei Plusminus veröffentlicht. Das beginnt schon beim Titel des Beitrags:

Alleinerziehende in der Armutsfalle – Grundsicherung für Kinder gefordert

Eine Falle, also eine List oder ein Trick, von anderen aufgestellt, trifft arglose, passive Opfer.

Damit ist der Rahmen des Artikels gesetzt. Alleinerziehende sind unschuldige Opfer.

– 2,3 Millionen Kinder wachsen bei Alleinerziehenden auf. Armutsrisiko: 44 Prozent

Mir scheint, als wären Alleinerziehende oft keine gute Umgebung für Kinder.

– Drei Viertel dieser Kinder bekommen wenig oder gar keinen Unterhalt vom anderen Elternteil

… und in diesem Fall springt die Gemeinschaft mit Unterhaltsvorschuss ein. Diese Information hat wohl nicht in den Rahmen des Artikels gepasst.

– 13 Wochen Ferienbetreuung von Alleinerziehenden nicht abzudecken

Während das für Familien mit zwei Elternteilen wohl gar kein Problem ist? Stellen sich Sigrid Born und Nicole Wirth das Familienleben so vor, dass die Eltern ihren Urlaub getrennt nehmen um die Ferienbetreuung zu übernehmen?

Im Artikel darf Anja L. über ihre Situation jammern:

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