Bewegendes Schicksal der Woche: Eine Jammerfrau berichtet was sie überfordert hat

Tanja Bräutigam führt ein gutes Leben: Sie hat Kinder mit ihrem Mann und muss nicht arbeiten. Natürlich findet sie trotzdem genügend Gründe zum Jammern. Und natürlich gibt sich die Huffington Post dafür her, das unhinterfragt zu veröffentlichen.

Als ich meine Familie gegründet habe, war mir nicht bewusst, wie sehr das mein eigenes Leben verändern würde. Ich war vorher finanziell unabhängig und bestimmte selbst, in welchen Räume ich mich bewegte.

Sie stellt die Selbstverständlichkeit der finanziellen Selbstständigkeit heraus, als ob das etwas besonderes wäre. Ich kann nicht erkennen, was sie sagen will. Betrachtet sie es als großes Opfer, nicht mehr finanziell selbstständig zu sein?

Als ich Mama wurde, gab ich meinen Job auf und war somit finanziell abhängig von meinem Ehemann.

Klassische Rollenverteilung also. Auch hier kann ich nicht verstehen, was sie uns mit der finanziellen Abhängigkeit sagen möchte. Ist sie frustriert, weil sie zu Hause bleiben darf?

Mein Ehemann war damals beruflich sehr viel unterwegs.

Der Mann arbeitet offensichtlich viel, mit Dienstreisen kommen da sicherlich mehr als 40 Stunden pro Woche zusammen. Nett von ihm, die Familie mit hohem persönlichen Einsatz zu versorgen. Sicher möchte Tanja Bräutigam ihrem Mann in diesem Artikel öffentlich dafür danken, dass er zu ihren Gunsten bei der Zeit mit der Familie zurücksteckt.

Dadurch bekam ich schnell das Gefühl, alleine verantwortlich zu sein. Ich habe gemerkt, dass ich von meinem unabhängigen Dasein in ein fremdbestimmtes Leben hinübergerutscht war.

Weit gefehlt. Tanja Bräutigam ist hier das Opfer! Während ihr Mann völlig eigenbestimmt sein Arbeitsleben genießt, erwartet er von ihr auch noch, dass sie Verantwortung für die Familie übernimmt.

Meine Tochter schlief die ersten zwei Jahre keine Nacht durch. Die andauernde Schlaflosigkeit führte bei mir sehr schnell zu einer starken Überforderung. Durch den Schlafmangel fühlte ich mich zunehmend gereizt und teilweise sogar aggressiv, weil ich einfach meinen Akku nicht aufladen konnte.

Niemand vor ihr hatte das Problem, dass kleine Kinder nicht durchschlafen. Daher konnte ihr keiner sagen, dass sie auch tagsüber schlafen konnte, wenn das Kind schläft und ihr Mann arbeitet.

Da mein Mann so häufig verreist war, bekam ich auch nachts keine Entlastung und war auf mich alleine gestellt. Niemand war da, um mir das Kind abzunehmen, wenn ich eigentlich schon nicht mehr konnte.

Die Hausfrau mit einem Kind will von ihrem arbeitenden Mann, dass er sich die Nächte um die Ohren schlägt? Außerhalb seiner Dienstreisen scheint er das tatsächlich auch noch getan zu haben.

Wie machen das Alleinerziehende? Stellt Tanja Bräutigam überhaupt irgendwelche Anforderungen an sich selbst?

Es macht mit Sicherheit einen Unterschied, ob auch einmal jemand anderes aufsteht und sagt: „Komm, ich übernehme“, als wenn man das gefühlt über Wochen hinweg alleine macht.

„Gefühlt über Wochen hinweg“? Also war es gar nicht so, dass sie sich jede Nacht um das Kind kümmern musste? Ihr Mann ist also eingesprungen?

Durch die Schlaflosigkeit verlor ich mich selbst und meine Interessen völlig aus dem Blick. Ich hörte auf, Sport zu machen. Ich nahm mir keine Zeit mehr, einfach mal abends vor die Tür zu gehen. Ich bin in diesen Kreislauf förmlich hineingeschlittert, obwohl ich ja eigentlich nur ein Kind hatte.

Ich, ich, ich, ich, ich. Der Nabel der Welt.

Niemand merkte, wie schlecht es mir ging

Ihrem Mann ging es dagegen bestimmt sehr gut. Ein anspruchsvoller Job, dazu die Nächte, die er sich zusätzlich um die Ohren geschlagen hat. Und Tanja Bräutigam hat ihm vielleicht auch noch die Ohren vollgeningelt.

Als meine Tochter knapp drei Jahre alt war, wurde mein Sohn geboren. Etwa ein Jahr nach seiner Geburt fing ich an, mich immer schlechter zu fühlen. […]

Vielmehr wurde es mit dem zweiten Kind mit meinen psychischen Probleme irgendwann einfach nicht mehr machbar, den Alltag zu stemmen.

Tanja Bräutigam wird psychisch krank. Sicherlich keine einfache Situation. Aber deshalb wird die völlig überzogene Darstellung ihrer Leistungen und ihr Gejammer nicht richtiger.

Davor hatte ich immer alles gewuppt und plötzlich bekam ich mein Leben als Mutter nicht mehr auf die Reihe.

„Alles gewuppt“. Halt mal die Bälle flach. Das „wuppen“ Milliarden andere mit mehr Kindern und unter viel schlechten Umständen auch. Und manchmal sogar mit weniger Gejammer.

Ich dachte mir: „Ich habe doch nur zwei Kinder, bin zu Hause und muss noch nicht mal arbeiten.“ So schlimm konnte es doch gar nicht sein.

Es sieht aus wie Selbsterkenntnis. Ist aber keine.

Die gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen und Mütter spielten dabei mit Sicherheit eine große Rolle.

Die gesellschaftliche Erwartung ist, dass Frauen den Hauhalt und die Kinder alleine stemmen sollen? In welcher Welt lebt Tanja Bräutigam?

Dass Tanja Bräutigam diesen Jammertext in einem großen Medium veröffentlichen darf, spricht Bände über die aktuellen gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen. Es gibt keine.

Man bekommt häufig gerade von der älteren Generation zu hören: „Mein Mann hat auch nie was getan, wir mussten unsere Kinder schon um zwölf aus dem Kindergarten holen und haben das doch auch alles geschafft.“

Ist es möglich, dass die „ältere Generation“ damit recht hat? Mal so ganz out-of-the-box gedacht? Tanja, hast du ein einziges Mal in Betracht gezogen, dass das absolut korrekt sein könnte?

Mindestens eines ihrer Kinder scheint, anders als das früher der Regelfall war, in einem Ganztageskindergarten untergebracht zu sein.

Die ältere Generation kann oft nicht nachvollziehen, wieviel mehr die jüngere Generation zu stemmen hat. Studium, in einen Beruf hineinfinden, finanzielle Probleme…

Es ist kaum zu ertragen. So ein Gejammer mit so fadenscheinigen Argumenten. Früher gab es keine finanziellen Probleme? Wirklich? Du bist die Erste?!

Und was hat „Studium“ und „in den Beruf hineinfinden“ mit der beschrieben Situation zu tun, dass du mit dem Job eines Hausmädchens überfordert bist? Die Überforderung mit zwei kleinen Kindern ist ja noch nachvollziehbar. Aber dieses unerträgliche Gejammer. So als wärst du die einzige Person auf der Welt, die schwierige Situationen zu meistern hat.

Was wäre ich für ein Vorbild gewesen als eine Mutter, die so ein erschöpftes Leben führt? Das kann ja nicht das sein, was wir als Mamis vorleben möchten.

Und jetzt empfindest du dich als besseres Vorbild? Im Ernst? Eine jammernde Hausfrau, die bei der kleinsten Herausforderung auf Unterstützung von ihrem Mann angewiesen ist?

Wie wäre es mit einer starken Frau, die auch anstrengende Situationen souverän meistert? Wäre das nicht mal ein Vorbild?

Er unterstützte meine Entscheidung, keine Antidepressiva zu nehmen und verstand, dass ich mein Leben grundsätzlich ändern musste. [..]

Zunächst musste ich noch über drei Monate warten, bekam dann aber für fünf Wochen eine Kur in einer psychosomatischen Rehaklinik bewilligt.

Nicht ein Wort verliert Tanja Bräutigam in diesem Text darüber, wie es ihrem Mann in dieser Situation gegangen ist. Mit einer psychisch kranken Frau, die sich weigert Medikamente zu nehmen, mit zwei kleinen Kindern und einem anspruchsvollen Job. Der ganze Artikel dreht sich nur um Tanja Bräutigam.

Mein Mann hingegen erhielt in den fünf Wochen meiner Abwesenheit viel Unterstützung von Außen, die ich mir für mich auch gewünscht hätte.

Ich war wirklich sprachlos, als ich diese Passage das erste mal gelesen habe. Bemerkt sie tatsächlich den Unterschied der Situationen nicht?

Kann sie wirklich so egoman sein? Ist das möglich?

Doch die Erwartungen an Mütter als Eltern sind nach wie vor ganz andere als an Väter.

Tatsächlich. Sie sieht das als Sexismus, andere Unterschiede der Situationen kann sie nicht erkennen.

Ich kenne aus dem Bekanntenkreis niemanden, wo, wenn die Männer mal eine Woche alleine sind, nicht von allen Seiten alle gesprungen kommen, um zu helfen.

Sie scheint einen sehr hilfsbereiten Bekanntenkreis zu haben, aber sei es drum. In ihrer Ehe haben sie sich spezialisiert. Sie Kindermädchen, er berufstätig. Natürlich ist sie ihm als Kindermädchen voraus. Was ist dagegen einzuwenden, dass er also unerfahrener ist und deshalb vielleicht Unterstützung bekommt?

Wir Frauen haben aber den Haushalt und die Kinder zu wuppen, ob der Mann da ist oder nicht. Als Frauen müssen wir das immer alles schaffen.

Ich möchte ihr einen Keks schenken, ob der furchtbaren Situation in der sie steckt. Haushalt und Kinder. Unmöglich zu schaffen. Trotz Kindergarten.

Heirate niemals!

Diesen Artikel werde ich als Aufklärungsartikel für alle nutzen, denen ich klar machen möchte, dass Heiraten ein schlechtes Geschäft für Männer ist.

Im normalen Geschäftsleben würde man einen Vertrag mit solchen (Scheidungs-) Risiken niemals abschließen. Einseitig ohne Begründung kündbar, trotzdem mit vollen finanziellen Verpflichtungen.

Dieser Artikel zeigt noch einen anderen Aspekt: Sogar wenn der Scheidungsfall (noch) nicht eintritt, bei manchen Frauen sehnt Mann sich die Scheidung herbei. Nichts auf die Reihe kriegen und dann noch jammern.

Wie bemitleide ich ihren armen Beta-Tropf, der „verstand, dass ich mein Leben grundsätzlich ändern musste“ – während er sich die Nächte um die Ohren schlug, nur um am Morgen wieder auf Dienstreise zu gehen. Sie muss sich selbst verwirklichen – wer würde das nicht verstehen?

Die Scheidung prognostiziere ich innerhalb der nächsten drei Jahre. Sie muss zu sich selbst finden.

Nimm die Kinder und lauf“ möchte ich ihm zurufen, „von der hast du nichts zu erwarten, das wird niemals gut. Nimm dir eine Au-Pair und drei mal die Woche eine Putzfrau – das ist billiger und du bist den ganzen egomanen Ballast los.“

Solche Artikel zeigen, wie verschoben die Standards für Frauen gegenüber Männern sind. Die egomane Tanja mit ihrer gigantischen Anspruchshaltung und ihrer lächerlich geringen Belastbarkeit wird als ganz normal empfunden.

Die Wahrscheinlichkeit, bei der Partnerwahl an so eine Person zu geraten, ist heute so groß, dass man Männern nur generell vom Heiraten abraten kann.

Nach diesem betrüblichen Fazit übergebe ich das Wort dem weisen Mann:

 

 

Jammerfrau: Es reicht nicht zum Leben

Bei der Huffington Post gibt es mal wieder einen Blog-Eintrag einer Jammerfrau. Ilona Böhnke behauptet, dass sie trotz Vollzeitarbeit als Erzieherin nicht genügend Geld bekommt um davon zu leben.

Egal wie viele Beiträge dieser Art ich lese, jedesmal wundere ich mich darüber, warum Jammerfrauen ihr empfundenes Leid, ihr schreckliches Schicksal und die von ihr gefühlten Ungerechtigkeiten der ganzen Welt erzählen müssen.

Die Existenz solcher Beiträge zeugt von einem Privileg: Jammerfrauen haben die Möglichkeit ihren Standpunkt und ihre Gefühle ohne Nachfragen und ohne Gegenpositionen in großen Medien zu artikulieren. Manchmal – wie hier – indem sie den Artikel gleich selbst schreiben dürfen, manchmal indem sie ihr Schicksal einer vermeintlichen Leidensgenossin erzählen dürfen.

Immer sind andere Schuld, immer sind es Ungerechtigkeiten der Gesellschaft, nie ist die Jammerfrau selbst für etwas verantwortlich. Es versagen nur die anderen. Ein „so ist halt das Leben“ oder „kneif mal die Arschbacken zusammen“ – unvorstellbar.

Im Gegensatz dazu fallen mir keine Jammermänner-Artikel auf. Männer auf Montage, die ihre Familie nur alle paar Wochen mal sehen. Die Ausbildung zum Straßenbauer – diese Ungerechtigkeit! Er muss auf Montage. Sein Job an der Autobahn ist lebensgefährlich. Er muss am Wochenende arbeiten. Und bei Regen! Der Job ist immer gleich und bietet wenig Abwechslung. Und niemand dankt es ihm!

Wo ist der einfühlsame Artikel, der dafür die Gesellschaft anprangert? Ach ja, ich vergaß, da muss halt getan werden, was getan werden muss. Es gibt kein Mitgefühl für einen Mann, der seine Kinder selten sieht.

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Jammerfrau: Ich will mit den Großen spielen, halte aber die Reaktion nicht aus

Es ist mal wieder Jammerfrauenzeit. Endlich ergibt der Zeitungsname „Zeit“ für mich einen Sinn.

Zu Ostern postete der Unterwäschehersteller Palmers ein Foto auf Facebook. Sechs Frauen liegen auf einem Teppich, dazu der Spruch: „Unsere Osterhöschen“. Vielen gefiel diese Art der Werbung nicht. Die österreichische Fernsehmoderatorin Corinna Milborn fühlte sich gar an Szenen aus dem Menschenhändler-Milieu erinnert und kritisierte das. Die Folge: Sie wurde daraufhin öffentlich sexistisch beleidigt von Felix Baumgartner, der einst für Red Bull aus dem All auf die Erde sprang. Als Reaktionen auf diesen Angriff postete Corinna Milborn ein Video und lud ihn in ihre Talk-Sendung ein. Ihre Botschaft wurde hunderttausendfach angesehen.

Wie in den meisten Jammerfrauenartikeln wird zunächst der Rahmen so abgesteckt, dass andere Schuld auf sich geladen haben. Opfer ist diesmal die österreichische Fernsehmoderatorin Namens Corinna Milborn. Weiterlesen „Jammerfrau: Ich will mit den Großen spielen, halte aber die Reaktion nicht aus“

Jammerfrau: Gerechtigkeit ist, wenn meine Ansprüche erfüllt werden

Die Huffington Post hat in ihrem Blog einen Artikel der Hartz-IV-Empfängerin Sabrina Stein aufgezeichnet, so steht es zumindest unter dem Artikel. Das sollte nicht mit Journalismus verwechselt werden. Die Betroffene äußert ihre Sicht der Dinge unwidersprochen, unbelegt, ungeprüft.

Es ist ein Jammerfrauenartikel. Schuld an der Situation der Autorin sind andere. Eigenverantwortung und eigene Fehler kommen im Artikel nicht vor.

Ich bin es leid, mich schikanieren zu lassen.

Das verstehe ich sehr gut. Nichts ist schlimmer als von anderen abhängig zu sein, die einem nicht wohlgesonnen sind. Der Artikel könnte davon handeln, wie Sabrina Stein selbst aktiv wird, weil sie es leid ist, schikaniert zu werden. Wie zu erwarten kommt das in einem Jammerfrauenartikel nicht vor.

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Jammerfrauen: Pornostars sind keine Schlampen

Ze.tt ist eine Fundgrube für Artikel von und über Jammerfrauen zu sein. Jammerfrauen heulen ihr empfundenes Leid in die Welt hinaus und erwarten, dass sich alle anderen ändern. Sie sind sich nicht zu blöde, ihre eigenen (Fehl-)Entscheidungen zu beklagen, aber andere verantwortlich zu machen. Weiterlesen „Jammerfrauen: Pornostars sind keine Schlampen“

Feministischer Schlampenjammer

Bei Ze.tt gibt es mal wieder einen Frauenjammerartikel:

Chrissi muss was loswerden. Und so fragt sie in dem Online-Forum einer Frauen-Community in die Runde: „Wisst ihr, was ich echt ungerecht finde? Dass Frauen, wenn sie auch mal ihren Spaß haben wollen, immer gleich als Schlampe hingestellt werden.

Immer! Gleich! Von wem werden Frauen eigentlich immer und gleich als Schlampen bezeichnet? Mich jedenfalls interessiert nicht, mit wem Chrissi in die Kiste steigt. Wenn sie sich sich davon gestört fühlt, dass sie von den Menschen, die sie umgeben als Schlampe hingestellt wird, sollte sie sich halt neue Freunde suchen. Das sollte doch offensichtlich sein.

Das ist doch ungerecht. Wenn Männer dies tun, dann sind sie noch toll und erzählen jedem davon … Aber bei uns?!

Chrissi, du kannst es auch jedem erzählen. Fühl dich frei.

Wieso können Frauen, wenn sie solo sind, nicht auch einfach tun und lassen was sie wollen?”

Niemand hindert Chrissi außer sie selbst. Aber Chrissi meint eigentlich auch gar nicht, dass sie etwas nicht darf. Nein, Chrissi möchte nur nicht schlecht beurteilt werden. Sie möchte, dass andere Menschen bestimmte Dinge nicht über sie denken.

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Feminismus: Versagen ist Glück

Über Genderama bin ich auf einen weiteren Jammerfrauenartikel aufmerksam geworden. Es fühlt sich an, als ob alle meine Vorurteile bestätigt würden, vieles passt zu dem, was ich in letzter Zeit geschrieben habe.

Die Protagonistin ist das Opfer vaterloser, feministischer Erziehung. In einem anderen Artikel hatte ich bereits über das Menschen- und Männerbild einer feministischen Mutter berichtet. Diese Muster finde ich hier wieder.

Anna* lernte früh, stolz auf ihre Weiblichkeit zu sein. Auf beruflicher Ebene kämpft sie ganz selbstverständlich für Gleichberechtigung. […]

Anna*, 27, hat ihren Job gekündigt. Es ist der dritte Nebenjob in den letzten sechs Monaten. Eigentlich arbeitet sie freiberuflich als Grafikerin, möchte sich aber ab und zu ein bisschen was dazu verdienen. „Ich habe schon viel ausprobiert, aber gerate immer wieder in Konfliktsituationen mit den Männern um mich herum“, erzählt Anna, als wir uns heute treffen. Zum Beispiel mit ihrem letzten Chef, dem Inhaber eines Restaurants. Sie weigerte sich, schwarze Blusen als Frauen-Arbeitskleidung zu akzeptieren.

Ihre persönliche Befindlichkeit kleidet sie in den Kampf für Gleichberechtigung. Sie scheint nicht zwischen Beruf und Privatleben unterscheiden zu können. Dass sich im Berufsleben Zwänge ergeben, scheint ihr ebenfalls unbekannt zu sein. Vielleicht bereitet vaterlose, feministische Erziehung nicht auf das wirkliche Leben vor.

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