Warum manche Frauen keine Arbeit finden

Susanne Lörmann darf auf der Blog-Plattform der Huffington Post einen Beitrag unter folgendem Titel veröffentlichen:

Der wahre Grund, warum Akademikerinnen keine Kinder bekommen sollten

Auch wenn der Titel so wirkt, als würde eine allgemeine Problemanalyse folgen, verbirgt sich unter diesem Titel einfach nur ein ganz normaler Jammerfrauenartikel, in dem die Autorin ausschließlich über ihre eigenen subjektiven Probleme klagt. Erkenntnisse für andere Personen in problematischen Situationen lassen sich nicht ableiten.

Seit Monaten suche ich eine neue Arbeit. Teilzeit, bitte, Bereich egal.

Schon im ersten Satz wird klar, dass es ausschließlich um sie selbst geht. Der Titel macht dabei ganz deutlich, dass die Ursachen für die seit Monaten vergebliche Arbeitssuche natürlich nicht bei ihr selbst liegen können.

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Müssen Kinderlose ausgeplündert werden?

Bei welt.de habe ich einen alten Artikel über einen Sozialrichter gelesen, der weitere Bevorzugungen von Familien fordert.

Seine Forderungen heben sich insofern positiv vom allgemeinen bedingungslosen Vollversorgungsanspruch ab, als ihre Erfüllung nur Familien nutzen würde, die über eigenes Einkommen verfügen.

Damit werden Kinder wenigstens nicht zur Geldquelle für Transferleistungsempfänger degradiert.

In einkommensschwachen Schichten, die von Sozialleistungen leben, sind weitere soziale Geschenke ein Fehlanreiz, der dazu führt, dass noch mehr Kinder in Armut geboren werden und Kinder häufig keine erwachsenen Vorbilder mit geregeltem Tagesablauf haben.

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Linker Mainstream: Jens Berger, der Held meiner Jugend

Jens Berger hat bei den Nachdenkseiten einen Artikel über Uber geschrieben. Mehr als platte Kapitalismusfeindlichkeit konnte ich nicht herauslesen.

Was ist so fürchterlich innovativ daran, eine Plattform zu entwickeln, über die Nutzer via Smartphone einen Fahrer finden, der sie von A nach B bringt und dafür 20% Provision abzukassieren? Zahlreiche derartige Lösungen gibt es seit rund zehn Jahren und sie sind mittlerweile das Normalste auf der Welt. Wie kommt es dann, dass ausgerechnet das Silicon-Valley-Unternehmen Uber in aller Munde ist und auf rund 60 Milliarden Dollar taxiert wird?

Produkte können ähnlich sein und doch nicht gleich. Die Kunden können frei wählen. Das nennt sich Marktwirtschaft. Wenn andere zentral entscheiden welche Produkte es gibt, nennt man das Planwirtschaft.

Auch wenn Jens Berger nicht versteht, warum die eine Lösung erfolgreicher ist als eine andere Lösung, können die Kunden das trotzdem so sehen. Zum Glück.

Fortschritt entsteht, wenn sich die besseren Produkte durchsetzen. Hätte man 1997 wie in einer Planwirtschaft zentral entschieden, dass es mit Altavista bereits eine Suchmaschine gibt, hätten wir mit Google keine brauchbare Suchmaschine bekommen.

Jens Bergers Unverständnis kann man auch als Fortschrittsfeindlichkeit auslegen. Genau wie bei den Grünen in den Achtzigern, als sie die digitale Vernetzung verhindern wollten (Seite 42).

Zum Glück gab es keine zentrale grüne Planungsbehörde, die über die Informationstechnologie entschieden hat. Sonst gäbe es heute kein Internet, sondern ein grünes Paradies.

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Plusminus: Es muss noch mehr an Alleinerziehende transferiert werden und Männer sind sowieso schlecht

Sigrid Born und Nicole Wirth haben einen Propagandabeitrag bei Plusminus veröffentlicht. Das beginnt schon beim Titel des Beitrags:

Alleinerziehende in der Armutsfalle – Grundsicherung für Kinder gefordert

Eine Falle, also eine List oder ein Trick, von anderen aufgestellt, trifft arglose, passive Opfer.

Damit ist der Rahmen des Artikels gesetzt. Alleinerziehende sind unschuldige Opfer.

– 2,3 Millionen Kinder wachsen bei Alleinerziehenden auf. Armutsrisiko: 44 Prozent

Mir scheint, als wären Alleinerziehende oft keine gute Umgebung für Kinder.

– Drei Viertel dieser Kinder bekommen wenig oder gar keinen Unterhalt vom anderen Elternteil

… und in diesem Fall springt die Gemeinschaft mit Unterhaltsvorschuss ein. Diese Information hat wohl nicht in den Rahmen des Artikels gepasst.

– 13 Wochen Ferienbetreuung von Alleinerziehenden nicht abzudecken

Während das für Familien mit zwei Elternteilen wohl gar kein Problem ist? Stellen sich Sigrid Born und Nicole Wirth das Familienleben so vor, dass die Eltern ihren Urlaub getrennt nehmen um die Ferienbetreuung zu übernehmen?

Im Artikel darf Anja L. über ihre Situation jammern:

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Web.de und Professor Christian Pfeiffer: An der komplexen Wahrheit vorbei

Bei web.de versucht man mit den üblichen Methoden das Problem der hohen Kriminalität von Zuwanderern herunterzuspielen. Der Artikel hat den Titel

Sexualstraftäter in Deutschland: Die komplexe Wahrheit über Migranten und Statistiken

In die Schlagzeilen kommen aber auch immer wieder falsche oder zumindest tendenziös wiedergegebene Zahlen zu Sexualdelikten – wie die jüngst von Bayerns CSU-Innenminister Joachim Herrmann.

Er hatte für sein Bundesland verkürzt von drastisch mehr Vergewaltigungen im ersten Halbjahr 2017 gesprochen – obwohl die Zahlen auch sexuelle Nötigungen enthalten.

Joachim Herrmann hat also Zahlen zu Sexualdelikten „tendenziös wiedergegeben“ nur weil er bei der Zunahme der Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen nur von „Vergewaltigungen“ gesprochen hat.

Es handelt sich tatsächlich nur um eine Verkürzung des Sachverhaltes. Dieser Unterschied – wahrscheinlich eher durch die mündliche Präsentation bedingt – ist für Web.de tendenziös.

Die Basisgröße (von der die Zunahme berechnet wurde) bezog sich aber korrekt ebenfalls auf Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen. Es ist also gut möglich, dass Vergewaltigungen alleine tatsächlich um den von Herrmann berichteten Prozentsatz von 48 Prozent (!) zugenommen haben. Genauso wie auch die Summe aus beiden Straftatbeständen, die nur nicht einzeln statistisch erfasst werden.

Für Web.de sind nicht 48 Prozent zusätzliche Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen der Skandal, sondern dass sexuelle Nötigungen nicht so schlimm sind wie Vergewaltigung.

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Gutmensch arbeitet gedankenlos auf das Ende der EU hin

Bei zeit.de ist der Anriss eines Artikels verfügbar. Er ist hinter der „Z+“-Registrierscharanke verborgen.

Noch nicht einmal war es mir ein Zeit-Artikel wert, mich dafür bei der Zeit zu registrieren, so ist es auch diesmal.

Thorsten Benner fordert in diesem Artikel:

Distanziert euch von den Autokraten!

Unternehmen wie Audi und Daimler legitimieren Ungarns und Polens Politik.

Alles beginnt mit einer Lüge: Ungarn und Polen werden zu Autokratien erklärt. Dämonisiert man den Gegner, argumentiert es sich leichter vom hohen moralischen Ross.

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Eine Mutter opfert ihr Kind – unsere Familienpolitik die Kinder

Bei RTL bin ich auf RTL-Journalismus gestoßen. Typisch für RTL ist die emotionalisierte und personalisierte Form der Berichterstattung, die ich nicht für guten Journalismus halte.

In diesem Fall führt das wenigstens dazu, dass die Position eines leiblichen Vaters emotional dargestellt wird, weil er – nehme ich an – der einzige Betroffene war, der sich vor der Kamera äußern wollte.

Es geht um einen Fall der Kindesmisshandlung durch den neuen Partner der leiblichen Mutter. Es handelt sich um einen polizeibekannten Schläger.

Die Frage nach der offensichtlichen Verantwortungslosigkeit und Dummheit der Mutter, sich mit so jemandem einzulassen, wird im Beitrag nicht gestellt.

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