Alles Nazis außer Mutti – Wie der rbb in Cottbus freidreht

Journalisten scheinen nur sehr schwer mit Kritik umgehen zu können. Nach einem Artikel beim Tagesspiegel bin ich auf einen weiteren Bericht über die Journalistenkritik auf der Demonstration in Cottbus am letzten Wochenende gestoßen.

Der Umgang mit Kritik ist in anderen Branchen eine ganz normale Sache, mit der konstruktiv umgegangen wird.

Journalisten hingegen nutzen ihre Publikationsmöglichkeiten für eine jammernde journalistische Nabelschau. Sie scheinen davon überzeugt, dass es kaum wichtigeres als Journalisten gibt.

Als Kommentar kommt der Artikel von Torsten Mandalka beim rbb daher:

Bedrohung von rbb-Mitarbeitern in Cottbus

Aufstachelung zum Medienhass

Hier offenbart sich bereits der erste rhetorische Trick: Einerseits ist man empört, dass rbb-Mitarbeiter bedroht worden sind. Anderseits möchte man die konkrete Kritik der Demonstranten am rbb als Hass auf alle Journalisten umdeuten.

Indem man sich in der Masse aller Medien versteckt, muss man nicht mehr auf die konkrete Kritik eingehen.

Ehrlich geht anders.

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Jammerjournalisten stellen nur ihre eigene Kaste in den Mittelpunkt

Bei tagesspiegel.de berichten Alexander Fröhlich und Hardy Krüger von einer Demonstration in Cottbus.

Übergriffe bei Demo in Cottbus

Rechte beschimpfen und attackieren Journalisten

Die Journalisten scheinen von „Übergriffen“ so geschockt gewesen zu sein, dass sie diesen Artikel zu zweit schreiben mussten um sich gegenseitig zu versichern, dass Journalisten daran keinerlei Anteil haben.

Bei einer rechten Demo gegen Flüchtlinge wurden Journalisten am Samstag heftig angegriffen.

„Übergriffe“, „beschimpfen“, „attackieren“ und „heftig angegriffen“. Das sind die Worte, die Alexander Fröhlich und Hardy Krüger in Überschrift und ersten Satz des Artikels packen. Die Brisanz der Situation ist damit wohl hinreichend beschrieben.

Ich bin überrascht wie die Nazis es geschafft haben, auf dem Foto des Artikels – das anscheinend nur unter Lebensgefahr aufgenommen werden konnte –  so harmlos auszusehen.

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Jammerfrau: Angela Merkel ist an allem schuld

Die Huffington Post ist eine Fundgrube für Artikel von Jammerfrauen. Diesmal wurde ich im redaktionellen Teil, und nicht im Blog, fündig.

Frau Merkel, Sie sind schuld, dass ich mich als Alleinerziehende wie eine Aussätzige fühlen muss

Laut diesem Vorwurf besitzt die Bundeskanzlerin also die Mittel, damit sich Alleinerziehende nicht mehr wie Aussätzige fühlen müssen, setzt diese Mittel aber nicht in diesem Sinne ein.

Mir ist nicht klar, warum sich Alleinerziehende wie Aussätzige fühlen sollten. Ich kenne keine relevante Institution oder Person, die sie ausgrenzt. Im Gegenteil: Nach meiner Wahrnehmung werden für Alleinerziehende häufig Brücken gebaut, um ihnen eine Teilhabe zu ermöglichen oder sie anderweitig zu unterstützen.

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Wenn die Hebamme zweimal klingelt (und über den Mann urteilt)

Beim SZ-Magazin berichtet die Hebamme Maja Böhler von einem Hausbesuch.

Bei einem Wochenbett-Besuch trifft die Hebamme in dieser Woche auf eine übermüdete Mutter und einen ausgeschlafenen Vater. Genau hier beginnt das Problem.

Der Vater wagt es ausgeschlafen zu sein. Das ist für Maja Böhler „das Problem“.

Für die Hebamme scheint es normal zu sein, ihre Kunden nach dem kurzen Einblick eines Besuchs zu beurteilen und sich öffentlich darüber zu mockieren.

Die Wohnung der M’s entsprach nicht ganz meinem Geschmack, eine Art bewohnbarer Applestore mit weißen Fronten und glänzenden Oberflächen. Mir war sofort ein wenig kalt und ich zögerte, meine Tasche abzulegen, denn hier lag nichts herum, kein Staubkorn, keine Windelpackung, kein Spucktuch.

Maja Böhler hat sich ihr Urteil bereits beim betreten der Wohnung gebildet. Sympathie pur.

Sauberkeit und Ordnung scheint sie negativ zu werten.

Anfangs sind sie überrascht, wie gut sie alles wuppen, nach der ersten Nacht denken viele auch noch: war doch easy, aber nach drei, vier Nächten kommt oft der Einbruch. Es ist der anstrengende Auftakt einer anstrengenden Zeit. Und auch die Väter merken spätestens dann, wie viel Macht dieses kleine Bündel, das nix kann außer quäken, darin hat, das eigene Leben durcheinander zu bringen.

Ja, diese Männer sind irgendwie schwer von Begriff.

Genau an diesem Punkt war Herr M., der es anders als seine Frau ins Bad geschafft zu haben schien. Jedenfalls trug er ein Hemd, Cordhose und eine zugeknöpfte Strickjacke, wie sie Politiker gerne anhaben, wenn sie sich mal leger geben wollen.

Herr M. ist eine Zumutung für Maja Böhler. Nicht Mal die Kleidung bekommt er so auf die Reihe, dass es ihr gefällt. Hätte er vorher lieber mal nachgefragt. Und geduscht hat er auch noch, ist ihm gar nicht klar, dass das Maja Böhler nicht passt?

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Die Unterdrückung von Frauen ist für Feministinnen völlig in Ordnung

In den letzten Tagen ist die Geschichte von Malvina und Diaa hochgekocht. Es geht um einen syrischen Jugendlichen mit einer deutschen Freundin und ihre Geschichte. Zunächst entbrannte eine Diskussion um das Alter des Jugendlichen.

KiKa räumte ein, dass das angegebene Alter nicht korrekt war und korrigierte es zunächst von 17 auf 19 Jahre. Mittlerweile ist Diaa wohl 20 Jahre alt.

Auch der Inhalt steht in der Kritik: Diaa wirkt unangenehm besitzergreifend und schreibt seiner Freundin ihr Verhalten vor. Das reicht von ihrer Kleidung über ihr Essen bis zu der Art, wie sie ihre Freunde zu begrüßen hat. Weiterlesen „Die Unterdrückung von Frauen ist für Feministinnen völlig in Ordnung“

Warum „Coolster Affe im Dschungel“ kein Rassismus ist

Fr.de berichtet über Kevin-Prince Boateng.

Boateng, seit jeher ein leidenschaftlicher Kämpfer gegen Fremdenhass, nimmt die neusten Vorfälle zum Anlass, um seine Botschaft zu erneuern und seinen Kampf noch leidenschaftlicher und offensiver zu führen als zuvor. „Wir dürfen nicht mehr die Augen zumachen, es genügt nicht, eine Woche darüber zu reden und dann verläuft es sich wieder. Wir müssen eine Front bilden.“

Kevin-Prince Boateng ist ein „leidenschaftlicher Kämpfer gegen Fremdenhass“. Weiterlesen „Warum „Coolster Affe im Dschungel“ kein Rassismus ist“

Wie das ZDF Mädchen zu sich selbst überschätzenden Feministinnen erzieht

Als ich am Sonntag Morgens den Fernseher einschaltete, lief gerade die Sendung „Löwenzahn“. Und zwar mit neuem Hauptdarsteller. Statt Peter Lustig gibt es jetzt einen Fritz Fuchs.

In der Sendung ging es um ein Mädchen, das beim Bäcker aushilft. Ohne es mit Ihrem Chef abzusprechen räumt sie ihre eigene Kreation, ein Blaubeerbrot, in die Auslage des Marktstandes ein.

Das Produkt ist schlecht, wie sie selbst einräumt.

Dann kommt ihr Cousin (Fritz Fuchs) hinzu und es kommt heraus, dass sie noch nicht einmal ein Rezept für das Blaubeerbrot hatte.

Der Bäcker feuert sie, weil sie Mist gebaut hat. Das wird als schlecht und überzogen dargestellt.

Der Cousin Fritz Fuchs verspricht, das Mädchen zu unterstützen. Tatsächlich ist es umgekehrt: Er backt Brote, während sie ihn unterstützt. Er eröffnet einen eigenen Marktstand, um die Brote zu verkaufen. Sie unterstützt ihn auch dabei.

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