Über weibliche Privilegien und feministische Widersprüche

RND, das RedaktionsNetzwerk Deutschand der Verlagsgesellschaft Madsack, berichtet über einen norwegischen Vater, der von der Polizei festgenommen wurde, weil er seine nackte Tochter fotografierte.

Der Mann war mit seiner achtjährigen autistischen Tochter an einem Strand bei Trondheim unterwegs, als das Mädchen wie so oft Lust auf ein Bad hatte. Doch die beiden hatten keine Badesachen dabei – für das Kind kein Problem, es badet gerne nackt. Während die Tochter plantscht, macht der Vater ein Bild und schickt es an die Mutter zu Hause: “Die Bade-Saison ist eröffnet”, schreibt er. […]

Offenbar hatten zwei Frauen, die in einiger Entfernung Sport gemacht hatten, die Beamten gerufen, weil sie sexuellen Missbrauch befürchteten.

Das ganze blieb nicht folgenlos. Wegen dieses Vorkommnisses griffen die Behörden tief in die Grundrechte des Vaters und der Familie ein.

Er wurde für mehrere Stunden festgenommen, sie verhörten ihn und die Mutter des Kindes, sie untersuchten und beschlagnahmten sein Mobiltelefon und suchten ihn auch noch zu Hause auf. Das Jugendamt wurde eingeschaltet.

Ganz nebenbei wurde dabei auch die Privatsphäre der Tochter verletzt, die kein Problem mit ihrer Nacktheit an einem leeren Strand und vor ihren Eltern hat. Aber diese Fotos werden nun auch von den Polizisten begutachtet und werden zu Beweismitteln.

Die Verbreitung dieser Fotos entzieht sich damit völlig der Kontrolle der Familie und des Kindes. Wer weiß, wer sie noch betrachtet, Staatsanwalt, Richter, Gutachter, Archivare, Vorgesetzte?

Ist das Kinderschutz?

Daneben hat der Fall auch noch andere spannende Aspekte:

Eine Frau schreibt gar, es handle sich um Diskriminierung – eine Mutter, die in der Situation Bilder von ihrem Kind gemacht hätte, wäre anders behandelt worden.

Das sehe ich ähnlich. Eine Frau wäre in dieser Situation anders behandelt worden. Wahrscheinlich wäre es nicht einmal zu einer Anzeige gekommen.

Ein weiterer Aspekt: Feministinnen veranstalten Slut Walks um zu demonstrieren, dass keine – egal wie freizügige, obszöne oder sexualisierte – Kleidung eine Einladung sexualisierten Straftaten ist.

Wobei „Straftat“ teilweise sehr weit ausgelegt wird und beispielsweise unerwünschte Anmache umfasst.

Der Vater hat – in unschuldiger Weise – überhaupt keinen Zusammenhang zwischen der Nacktheit seiner Tochter und Sexualität gesehen. Genau das, was sie beim Slut Walk fordern.

Trotzdem wird er von Frauen angezeigt.

Sexualmoral

Es gibt weitere, typische feministische Widersprüche.

Einerseits gibt es eine immer größere sexuelle Freizügigkeit bei Frauenkleidung und insbesondere auch beim Verhalten, andererseits steigt die Prüderie bei Prostitution und Pornos.

Eine Abbildung von Frauen, die bei Slut Walks eher als zurückhaltend gewertet werden würde, wird von trotzdem vom Feministinnen bekämpft.

Einerseits steigt die sexuelle Freizügigkeit bei der Kleidung von Mädchen und weiblichen Jugendlichen, andererseits steigt die  Prüderie bei der Nacktheit von Kindern, etwa beim Baden.

Und Feministinnen stehen auf beiden Seiten, obwohl sie sich widersprechen.

Da ändert sich die Sexualmoral gleichzeitig in gegenläufiger Richtung, eigentlich ist das nicht nachvollziehbar. Erklärbar wird es erst, wenn man die Profiteure betrachtet: Frauen.

Frauen und Mädchen profitieren, wenn sie beliebig aufreizende Kleidung tragen können. Das gilt für den intrasexuellen Wettbewerb, aber insbesondere auch bei der Kommunikation mit Jungen und Männern.

Das sexuell aufreizende Mädchen und die sexuell aufreizende Frau hat es bei vielen Männern leichter.

Frauen profitieren, wenn Prostitution und Pornografie eingeschränkt werden, weil sie sich damit das Monopol auf Sexualität sichern.

Patriarchat

Nebenbei zeigt das, dass wir kein Patriarchat im feministischen Sinne sind und niemals eines waren: Ehe, Monogamie und Verbot von Prostitution und Pornografie – diese Dinge waren doch früher (als es nach feministischer Auffassung „patriarchaler“ als heute zuging) viel stärker ausgeprägt, obwohl davon Frauen profitieren, nicht Männer.

Frauen profitieren auch, wenn Nacktheit von Kindern kriminalisiert wird, weil solche Gesetze bei ihnen selbst praktisch nicht angewendet werden werden. Der Fall oben zeigt das beispielhaft.

Frauen bekommen auf diese Weise einen weiteren Starken Hebel bei Sorgerechtsstreits. Ist das typisch für ein Patriarchat?

Die Widersprüche sind so offensichtlich, man kann sie kaum übersehen.

Naiv ist, wer glaubt, dass Feministinnen das nicht wüssten.

Ich meine Naivität in diesem Fall nicht einmal geringschätzig: Die meisten Männer und Frauen können sich den Männerhass derjenigen, die das alles Vorantreiben, gar nicht vorstellen.

7 Kommentare zu „Über weibliche Privilegien und feministische Widersprüche“

  1. Zitat. „Die meisten Männer und Frauen können sich den Männerhass derjenigen, die das alles Vorantreiben, gar nicht vorstellen.“
    Das schlimme ist, dass es schon eine ganze reihe von denen in ministeriale Positionen geschafft haben und permanent versuchen (und es auch immer wieder schaffen) den Männerhass durch legalisierende Gesetze zu institutionalisieren. So z.B. Frau Zypris – seinerzeit Justizministerin, die versuchte (und es auch beinahe geschafft hätte,) einen Vaterschaftstest ohne Zustimmung der Mutter zu einer Straftat zu erheben und das mit Gefängnis bis zu 3 Jahren belegen wollte.
    Gott sei dank, ein paar liberale Politiker fuhren am letzten Sitzungstag vor der Sommerpause noch nicht vorzeitig nach Hause, (wie es viele Abgeordnete tun,) und vereitelten dieses heimlich vorbereitete Femifaschistengesetz.

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    1. „und vereitelten dieses heimlich vorbereitete Femifaschistengesetz“

      Schön wär’s. Formal ja, faktisch kann die Sorgeberechtigte immer das „Kindeswohl“ vorschieben. Ich zitiere aus meinem Schwarzbuch Feminismus:

      Das Bundesverfassungsgericht urteilt, dass heimliche Vaterschaftstests gegen den Willen der sorgeberechtigten Mutter illegal sind, verlangt aber vom Gesetzgeber, bis zum 31. März 2008 ein rechtliches Verfahren zur Feststellung der Vaterschaft zu installieren, da Väter derzeit überhaupt keine rechtskonforme Möglichkeit haben, sich über die Abstammung ihrer Kinder Klarheit zu verschaffen. (…) Ruckzuck legt Justizministerin Brigitte Zypries einen Gesetzentwurf vor, mit dem sie offenbar hofft, den Auftrag des Bundesverfassungsgerichts in ihrem Sinne unterlaufen zu können. Formal wird so getan, als könnten Männer einen Anspruch auf Vaterschaftstest gerichtlich einklagen, jedoch wird den Müttern ein Schlupfloch offengelassen: Das Kindeswohl dürfe nicht tangiert werden. Heimliche Tests dagegen sollen mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft werden, begründet mit dem »informellen Selbstbestimmungsrecht des Kindes«.

      Dieses Gendiagnostikgesetz tritt dann am 1.2.2010 in Kraft.

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      1. Genau, du beschreibst Teil 2 der Geschichte,: „wie man trotz Verfassungsgerichtsurteil“ Rechtsbeugung durchsetzt.
        Und alle Männer im Bundestag schauen weg.
        Das ist wohl der Preis für den seit H. Kohl geltenden Deal, dass sich Frauen in die männerdominierten Politikthemen, wie Wirtschaft, Finanzen, Verteidigung und Außenpolitik nicht einmischen, oder sich sogar um einem Posten ins Gespräch bringen. (bis Ursula zur Verteidigungsministerin von A. Merkel berufen wurde) und sich dafür bei Familie, Frauen und Gesundheit usw. austoben dürfen.

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  2. Auch hier mal wieder ein Fall, in dem der Staat sich in die privaten Dinge einer Familie einmischt, ohne dass ein objektiver Grund dafuer vorliegt. Nachdem die Polizisten erfuhren, dass es seine Tochter ist, haetten sie sich entschuldigen und Leine ziehen sollen. Welcher Mann hat in solch einem Staat noch Lust Vater zu werden?

    Gefällt 2 Personen

  3. Linke Unterwanderung unserer Institutionen ist auch der Grund, warum so viele Menschen aus den Kirchengemeinden austreten. Gegenderte Bibel, Vulven-malen auf dem alljährlichen Parteitag der evangelischen Kirche, die Bekämpfung von linker/grüner Gesinnung abweichender Meinungen mittels Hope Speech – das hat mit dem christlichen Weltbild nichts mehr zu tun. Das soll übrigens keine Werbung für das Christentum sein, lediglich der Hinweis, dass die Prinzipien des Feminismus – wenn man überhaupt von Prinzipien sprechen kann, es scheint nur darum zu gehen, Frauen zu bevorteilen, und ihnen jedes Mittel an die Hand zu geben, sich ungestört ausleben zu können, egal wie dumm und asozial – der Gemeinschaft schaden.

    Und dann ist da noch die Möglichkeit, dass der Feminismus ein Mittel der Zerstörung funktionierender Gemeinschaften ist, schließlich scheint sämtliche Politik auf der Prämisse aufzubauen, dass es zu viele Menschen auf der Erde gibt, was zu mehr CO2-Ausstoß führt, was zu mehr Erderwärmung führt. „Climate Change is the defining issue of our time“ heißt es auf der Website der Vereinten Nationen. Ich vermute daher, dass der Feminismus ein Baustein in der Abwehr der Klimakatastrophe sein soll.

    https://www.un.org/en/sections/issues-depth/climate-change/

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  4. Wenn man ein Problem „aufzeigt“, muss man sich auch für eine Lösung einsetzen. Die Lösung muss im Mittelpunkt stehen.
    Oder wie Henry Ford mal sagte: „Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen“.

    Also, für welche Lösung setzt Du Dich ein?

    Gefällt 1 Person

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