Feministinnen möchten Bittsteller sein

Die ehemals konservative „Welt“ berichtet über Frauen, die „die Monatsblutung öffentlich zelebrieren“ wollen.

Der Texts enthält nichts Neues. Nur die übliche – auch hier unbelegte – Behauptung, dass Frauen mit einem Stigma belastet wären, die übliche Obsession mit Körperflüssigkeiten und natürlich jede Menge Gejammer. Feminismus in einem Satz.

An einer Stelle jedoch enthält der Text eine Forderung:

Rothe fordert, dass Periodenprodukte umsonst sind.

Eine typische Forderung selbsternannter linker Utopisten, die nicht verstehen, wie Kapitalismus und Marktwirtschaft funktionieren und welche Vorteile sie für sie selbst haben.

Kein Markt – keine Innovation – keine Auswahl

Was wäre, wenn Periodenprodukte wie Binden und Tampons umsonst wären? Nehmen wir als Gedankenexperiment einmal an, dass man zu Beginn des 20. Jahrhunderts entschieden hätte, dass Periodenprodukte ab sofort kostenfrei wären.

Die damaligen Monatshygiene-Produkte wären kostenlos verteilt worden, es gäbe staatliche Ausgabestellen für diese Produkte oder der Staat hätte Private zur Verteilung verpflichtet. Schön für die Frauen. Zunächst.

Denn es ist die Möglichkeit Geld zu verdienen, die dazu führt, dass man zwischen vielen unterschiedlichen Herstellern und noch viel mehr Produkten auswählen kann. Die Käuferinnen entscheiden, welches Produkt am besten zu ihnen passt.

Bei einer kostenlosen Abgabe entscheidet hingegen die staatliche Bürokratie welches Produkt für Frauen das Beste istDenn der Staat kann nicht beliebige Damenhygieneprodukte finanzieren, sonst würden Hersteller immer teurere, neue Produkte entwickeln. Und die Nutzerinnen würden fast immer das Qualitativ beste (Marken-)Produkt auswählen, eine Abwägung von Kosten und Nutzen fände nicht mehr statt.

Also gäbe es eine staatliche Bürokratie, die über Kosten und Nutzen und damit über die verfügbaren Produkte entscheidet. Es gäbe ein Produkt oder einige wenige.

Ist das im Sinne der Frauen?

Damit gäbe es auch keinen Markt mehr. Niemand kann mit Damenhygieneartikeln Geld verdienen, also investiert auch niemand in Innovationen: Keiner hätte flache Binden entwickelt und niemand den Tampon erfunden.

Frauen würden heute immer noch mit dem Stand der Produkte zur Jahrhundertwende des 20. Jahrhunderts herumlaufen:

Der „Dianagürtel“ der Firma Teufel sollte es Frauen um die Wende zum 20. Jahrhundert ermöglichen, sich auch mit einer Binde einigermaßen frei zu bewegen. (Quelle Bildunterschrift: Wikipedia, Bild: gemeinfrei)

Ist das im Sinne der Frauen?

Die Kosten der Damenhygieneprodukte – und damit deren Beschaffenheit und Qualität – sind plötzlich ein politisches Thema. Politiker entscheiden welcher Inhalt in Damenhöschen angemessen ist.

Ist das im Sinne der Frauen?

Selbst wenn manche Frauen bereit wären für höherwertige Produkte selbst zu bezahlen, es findet sich nichts, weil der Markt ist zu klein ist, da er von der kostenfreien Konkurrenz erdrückt wird.

Ist das im Sinne der Frauen?

Der Wert des Kostenlosen

Was passiert, wenn etwas verschenkt wird? Es wird verschwendet. Es wird nicht bestimmungsgemäß eingesetzt. Vielleicht würde man Damenbinden zum Aufwischen und zum Putzen verwenden.

Die Kosten würden explodieren. Die Bürokratie müsste sich etwas einfallen lassen um die Ausgaben zu begrenzen. Jede Frau bekäme also eine bestimmte Anzahl Gutscheine für Damenbinden.

Natürlich müssten Frauen nachweisen, dass sie schon bzw. noch ihre Tage haben, ein Attest vom Gynäkologen wäre mit dem Einsetzen der Pubertät vorzulegen. Und jährlich ab dem 40. Lebensjahr. Intime Details zur Vorlage bei einer Behörde.

Ist das im Sinne der Frauen?

Infrastruktur

Der Handel hat kein Interesse an Damenhygieneartikeln, damit lässt sich kaum Geld verdienen, außerdem müssen sie logistisch mit den Gutscheinen umgehen, was zusätzlich Geld kostet. Es bleiben also nur staatliche Ausgabestellen, eine Verpflichtung des Handels zur Verteilung und die Kostenübernahme durch den Staat erzeugte nur zusätzlichen Aufwand für Kontrolle und Abrechnung.

Heute gibt es Tampons an jeder Tankstelle. Wer Sonntag früh um drei Uhr Tampons benötigt, der findet heute welche. Eine staatliche Ausgabestelle hätte hingegen typische Öffnungszeiten des öffentlichen Dienstes.

Ist das im Sinne der Frauen?

Staatliche Ausgabestellen gibt es natürlich nicht an jeder Ecke, sondern nur im Rathaus oder in anderen Behörden, es wäre immer ein Extraweg notwendig.

Ist das im Sinne der Frauen?

Fazit

Linken Utopisten (und genau das sind Feministinnen) scheint der Unterschied zwischen einer Kundin in einem Geschäft und einer Bittstellerin bei einer Behörde zur Ausgabe von Almosen nicht klar zu sein.

Wer einem etwas verkaufen möchte, stellt mehr Verkäufer ein und vergrößert die Verkaufsfläche, wenn die Schlangen zu lang werden. Bürokratien reagieren üblicherweise spät oder gar nicht auf solche Einflüsse. Bestenfalls stellen sie Automaten auf, an denen die Frauen Nummern ziehen können.

Ist das im Sinne der Frauen?

Es ist wie immer: Feministinnen stellen, wenn sie nicht gerade mit ihren Körperausscheidungen beschäftigt sind, willkürliche Forderungen auf, die nicht im Sinne der Frauen sind. Und willfährige Mainstream-Medien berichten über solchen Schrott, selbst ehemals konservative Medien wie die „Welt“.

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4 Kommentare zu „Feministinnen möchten Bittsteller sein“

  1. „Denn der Staat kann nicht beliebige Damenhygieneprodukte finanzieren, sonst würden Hersteller immer teurere, neue Produkte entwickeln. “
    Nein. Was im allerbesten Sozialismus aller Zeiten geschehen ist, war, dass die Produkte immer schlechter wurden, nicht nur in Qualitaet, sondern auch Verfuegbarkeit und Lieferzeit. Das schlechtere Produkt wurde dann noch teurer, weil ja, um die Maengel zu beheben, noch mehr Mitarbeiter eingestellt werden mussten. Usw. Endlosschleife. Am Ende ist die Verfuegbarkeit nahe Null und die Schattenwirtschaft stellt Binden bereit, gegen Geld oder im Tausch gegen andere „kostenlose“ Produkte.

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  2. Ich dachte die wären nur noch in ihren Menstruationszelten mit Free-Bleeding-Tasse zugange?!
    https://emannzer.wordpress.com/2015/03/20/gruppen-menstruation-im-tipi/

    Der letzte Artikel hier im Blog hieß ja „Gedemütigte Frauen: Sie merken es nicht einmal“. Na klar, denn sind sie es doch, die sich mit ihren Forderungen immer lächerlicher machen und ihre Ego-Zentriertheit präsentieren.

    Mein Vorschlag für diese naturbelassenen Egomanzen: Besorgt euch die MSM, welche wohlwollend über solchen Unfug berichten und dreht daraus Altpapier-Tampons. Kostet auch nichts, denn nichts ist so wertlos, wie die Meldung von Gestern.

    Musiktipp dann dazu: Stones – Let it bleed … (gibt es auch von den Beatles, nennt sich dort aber „Let it be“)

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