Relotius-Framing: Nein, die neuen Bundesländer sind für Asylsuchende nicht zehnmal gefährlicher

Neue Bundesländer sind für Asylbewerber zehnmal gefährlicher

titelt welt.de (Permalink) und bezieht sich auf eine Studie des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).

Ist der deutsche Osten für Asylbewerber tatsächlich zehnmal gefährlicher?

Nein, ist er nicht, wie ich zeigen werde. Aber die Überschrift setzt den Rahmen. Viele Leser betrachten sie als Kernaussage, lesen im Anreißer etwas von einer „neuen Studie“, sehen ihre Auffassung vom Osten bestätigt – und scrollen auf der Startseite von welt.de nach unten, ohne den Text zu lesen.

In westdeutschen Städten leben Menschen verschiedener Herkunft seit Jahrzehnten zusammen. Im Osten fehlt vielen diese Erfahrung. Und das hat Folgen, wie eine neue Studie offenbart. Wirtschaftliche Bedingungen spielten dagegen nur eine geringe Rolle.

Die Erklärung für den gefährlichen Osten liefert die Studie gleich mit: Den Ostlern fehlt die Erfahrung der Westler, wie Menschen verschiedener Herkunft seit Jahrzehnten zusammenleben.

Die Zahl der Angriffe sei „in Regionen mit einem zuvor geringen Ausländeranteil höher als in Regionen mit einem bereits hohen Ausländeranteil“, stellen Horst Entorf und Martin Lange fest.

Der Ausländeranteil muss nur lange genug hoch genug sein, dann werden die ostdeutschen Städte für Asylbewerber sicherer?
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Finden Frauen über 30 noch einen Mann?

Im Forum von Elitepartner stellt eine 31-jährige Frau die Frage, ob für Frauen über 30 die Partnersuche schwierig sei.

Ich (w31, attraktiv, guter Job) war nie jemand, der früh an Ehe u Kinder gedacht und sich gesehnt hat. War immer in längeren Beziehungen, aber leider war nie der dabei, mit dem ich mir vorstellen konnte, Kinder zu bekommen und zu Heiraten.

Es handelt sich um eine selbstbewusste Frau, die die Kontrolle über ihr Leben und ihre Entscheidungen hatte und hat. Mit einem guten Job hat sie keinen wirtschaftlichen Druck, der sie in eine suboptimale Beziehung zwingt.

Sie hatte längere Beziehungen, aber nicht zu Männern die sie heiraten wollte oder mit denen sie Kinder bekommen wollte.

Das hat mich aber nie gestört. Ich habe mir immer gesagt, irgendwann finde ich schon den, der zu mir passt und mit dem ich mir eine Zukunft vorstellen kann.

Diese Aussage ist interessant: Sie war sich völlig darüber im Klaren, dass sie irgendwann heiraten möchte und Kinder bekommen möchte. Den dazu passenden, (perfekten) zukünftigen Partner hat sie als Gegeben vorausgesetzt.

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Trump, Soros und China: Westliche Arroganz vom Feinsten

Holger Zschäpitz, Leitender Wirtschaftsredakteur bei welt.de, analysiert George Soros‘ Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Um die Reizworte „Trump“ und „China“ kommt er dabei genauso wenig herum wie um die typisch deutsche Arroganz und Besserwisserei.

„Xi Jinping ist der größte Feind der offenen Gesellschaft“, sagte Soros. China sei zwar nicht das einzige autoritäre System in der Welt. Doch die Kombination aus relativem Wohlstand und technologischem Fortschritt mache das Regime zu einer großen Gefahr für die westliche Welt. Offene Gesellschaften seien einer „tödlichen Gefahr“ ausgesetzt, wenn maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz als Kontrollinstrumente genutzt würden, mahnte der ungarisch-stämmige 88-Jährige.

George Soros behauptet, dass Chinas Wohlstand und technologischer Fortschritt eine Gefahr für die westliche Welt sei. Ein erklärungsbedürftiger Zusammenhang, denn es ist nicht offensichtlich, inwiefern ein autoritäres System in einem Land andere Länder negativ beeinflussen sollte.

Es ist auch nicht klar, warum die Nutzung von maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz als Kontrollinstrumente in China negative Auswirkungen auf die westliche Welt haben sollte.

Die DDR war ebenfalls ein autoritärer Staat. Welchen negativen Einfluss hatte das auf (West-)Deutschland? Welche (nicht-militärische) Gefahr ging von der DDR für Deutschland aus?

Das Problem um das sich George Soros hier herumdrückt ist, dass er eben nicht meint, dass autoritäre Staaten andere Staaten bedrohen. Er meint, dass die Auswirkungen, also die Ergebnisse unterschiedlicher Gesellschaften verglichen werden.

George Soros hat Angst, dass sich das chinesische System in mancher Hinsicht als besser herausstellt als das westliche. Er drückt sich nur um diese Aussage herum.

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Wie man uns der Diskussionsmöglichkeiten beraubt

Neulich habe ich mich mit einem Bekannten, der sehr gut (über die Mainstream-Medien) informiert ist, über Zuwanderung von Arbeitskräften und Flüchtlingen unterhalten. Dass dieses Thema sehr aufgeladen und schwierig ist war mir klar.

Diesmal hatte ich aber eine neue Erkenntnis: Uns fehlte eine gemeinsame Basis für eine sachliche Diskussion.

Aufgefallen ist uns das gleich am Anfang, als wir über die von Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer ins Spiel gebrachte Zahl von 400.000 Flüchtlingen mit einem Job sprachen. Wörtlich sagte Kramer:

Von mehr als einer Million Menschen, die vor allem seit 2015 nach Deutschland gekommen sind, haben heute bald 400.000 einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, die große Mehrheit in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, und sind damit integriert.

Aus meiner Sicht verliert jemand, der in einem einzigen Satz gleich vier strategische Weichmacher („mehr als“, „vor allem“, „bald“, „große Mehrheit“) einsetzt, seine Glaubwürdigkeit.

Auch die Schlussfolgerung, dass aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung folgt, dass jemand integriert sei, ist hanebüchen.

Ich will aber gar nicht weiter auf das Zitat eingehen, im Gespräch hatten wir das Zitat zunächst nicht parat, wir haben lediglich über die Zahl von 400.000 Flüchtlingen in Jobs gesprochen. Weiterlesen „Wie man uns der Diskussionsmöglichkeiten beraubt“

Greta Thunberg: Die Instrumentalisierung einer minderjährigen Behinderten

Auf allen Kanälen, so der Bayerische Rundfunk, ist die junge schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg zum Shooting-Star avanciert.

Ein Fast-Noch-Kind mit ernstem Gesicht hielt der erwachsenen, aber unverantwortlichen Welt den Spiegel vor: „Ihr Umweltsünder macht unsere Erde kaputt, unsere Zukunft!“

Mir geht dieses moralisierende Gehabe des Mädchens gehörig auf den Zeiger. Noch mehr aber stört mich die Berichterstattung in den Medien, die sie zu einem Vorbild erklären. In Deutschland tun es ihr viele Schüler gleich und schwänzen freitags für den Klimaschutz die Schule.

Ich ging davon aus, dass Greta umweltbewusst erzogen wurde, um nicht zu sagen indoktriniert. Es passt für mich zu Schweden, zu einem links-progressiven Elternhaus, zum westlich-modernen Schulsystem. Jetzt machte mich jemand darauf aufmerksam, dass Greta unter Autismus leidet. Weiterlesen „Greta Thunberg: Die Instrumentalisierung einer minderjährigen Behinderten“

Warum Zivilcourage für mich ein Problem ist

Mein Blog-Kompagnon Horst thematisiert Zivilcourage und stellt die Frage wie man sich selbst in welchen Situationen verhalten würde.

Ich habe meine Einstellung zu Zivilcourage in den letzten Jahren verändert, weil sich die Welt um mich herum geändert hat. Früher habe ich es als Selbstverständlichkeit aufgefasst  Menschen in Not zu helfen – heute nicht mehr. Das hat im Wesentlichen zwei Gründe.

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Männer sind keine Opfer, weil sie nicht gefragt werden

Spiegel-Online berichtet darüber, dass die Kurden-Regierung im Nordirak „Jugendliche“ gefoltert hat.

Kurden-Regierung soll Jugendliche gefoltert haben

Jugendliche.

Sie wurden angeblich geschlagen, gefesselt und mit Elektroschocks gequält: Im Nordirak hat die Kurden-Regierung laut dem Bericht einer Menschenrechtsorganisation Minderjährige gefoltert.

Minderjährige.

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