Über die Interpretation von Wahlen durch parteiische Journalisten

Bei Tagesschau.de kann man nachlesen, dass die SPD in Nordrhein-Westfalen abgestürzt ist. Im Teaser klingt kurz an, dass die Grünen im Verhältnis zum letzten Wahlergebnis viel stärker rasiert wurden:

Die Grünen halbieren sich

Und tatsächlich: 2012 bekam die SPD 39,1 Prozent und die Grünen 11,3 Prozent der Stimmen. Der Tagesschau.de-Artikel nimmt Bezug auf eine Hochrechnung und spricht bei der aktuellen Wahl von 30,6 Prozent für die SPD und 6,1 Prozent für die Grünen.

Ganz schwach schneiden auch die Grünen in NRW ab. Der Noch-Koalitionspartner der SPD landet bei 6,1 Prozent, 2012 war die Partei von Vize-Regierungschefin und Bildungsministerin Sylvia Löhrmann noch zweistellig gewesen.

Die Grünen sind „ganz schwach“? Die SPD verliert ein Viertel ihrer Wähler – das wertet der tagesschau.de-Autor als „Absturz“. Was ist dann das Ergebnis der Grünen? Eine nahezu Halbierung der Stimmen würde ich als vernichtende Niederlage für eine Partei und einen Aufruf zur Neuausrichtung bezeichnen.

Hier offenbart sich einmal mehr die politische Präferenz von Journalisten. Lassen wir mal die angeblich 36,1 Prozent der Journalisten weg, die keine Partei präferieren. Mehr als ein Viertel der Journalisten sind Anhänger der Grünen Partei. In solchen Berichterstattungen wird das sichtbar.

 

 

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1 Kommentar zu „Über die Interpretation von Wahlen durch parteiische Journalisten“

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