„Hochzeit auf den ersten Blick“: Die Wahrheit über Frauen und Männer

Schon in der Vergangenheit war mir aufgefallen, dass das deutsche Privatfernsehen im Unterhaltungsprogramm das Leben normaler Menschen realitätsnäher abbildet als die öffentlich-rechtlichen Medien in ihrem Unterhaltungsprogramm, aber auch in ihren Nachrichten und Dokumentationen.

Aus Gründen, über die hier Stillschweigen herrschen soll, habe ich mehrere Sendungen der SAT.1-Reihe „Hochzeit auf den ersten Blick“ angesehen.

Diese Sendung könnte Bildungsfernsehen für junge Männer und Frauen sein.

Man lernt sehr viel über das tatsächliche Verhalten von Männern und Frauen und die Dynamiken in Beziehungen – im Kontrast zum verbreiteten gender-feministischen Narrativ.

Das Verhalten der in der Sendung vorgestellten Paare zeigt beispielsweise, wie falsch die Vorstellung ist, dass Männer und Frauen durchschnittlich ihre Entscheidungen nach den gleichen Kriterien treffen.

Die Kuppel-„Experten“, denen in der Sendung ein wissenschaftlicher Anschein gegeben wird, scheinen hingegen solchen Vorstellungen anzuhängen.

Damit demontieren sie sich selbst: Die meisten Paare trennen sich und das auf eine Weise, die an der Kompetenz der „Experten“ bei der Auswahl der Frauen zweifeln lässt.

Die hilflosen Interventionsversuche dieser „Experten“ basieren auf rationalen Argumenten und wirken eher bei den Männern – bei den Frauen hingegen sind ähnliche rationale Argumente praktisch nicht wirksam.

Die „Experten“ reagieren darauf hilflos mit Wiederholungen ihrer Argumente und Fragen – ohne dass dies am Ergebnis etwas ändert.

Auf die Idee, dass ihre Grundannahmen falsch sein könnten, kommen sie nicht.

So scheinen die „Experten“ beispielsweise davon auszugehen,

  • dass sie Männer und Frauen auf die gleiche Weise ansprechen müssen,
  • dass die von den Kandidaten geäußerten Wünsche ihren wirklichen Bedürfnissen entsprechen und
  • dass die von den Kandidaten angegebenen Gründe für ihr Verhalten tatsächlich eine Rolle spielen.

In der Serie geht es um Männer und Frauen, die von den „Experten“ – basierend auf angeblich wissenschaftlichen Kriterien – als sehr gut zueinander passend ausgewählt wurden.

Diese Paare sehen sich das erste mal zu ihrer geplanten Hochzeit und haben wenige Minuten um sich vor ihren Hochzeitsgästen zu entscheiden.

Die Paare

Vier der fünf Paare sind um die 30 Jahre alt, eines um die 50 (ich bin aber schlecht im Schätzen des Alters).

Die Attraktivität von Männern und Frauen im Verhältnis zu ihrem Alter ist unterschiedlich, Frauen erreichen den Höhepunkt ihrer Attraktivität im Durchschnitt einige Jahre früher als Männer.

Nun ist Attraktivität subjektiv, aber meiner Meinung nach wurde das bei der Auswahl durch die Experten nicht berücksichtigt. Man scheint eher ungefähr gleichaltrige Personen ausgesucht zu haben und damit den Präferenzen der Männer nicht entsprochen zu haben.

Alle Männer sind schlank, die meisten sogar sportlich bis durchtrainiert. Ich glaube nicht, dass dies den durchschnittlichen Mann dieser Altersgruppe repräsentiert.

Auf mich wirkt es, als hätte SAT.1 für die Frauen eine überdurchschnittlich körperlich attraktive Auswahl von Männern ausgewählt.

Die Frauen hingegen wirken auf mich eher durchschnittlich attraktiv für ihre jeweilige Altersgruppe.

Das ist sicher subjektiv und ich mag mich da täuschen (für die Bewertung der Attraktivität von Männern bin ich eher kein Experte), aber auch an anderen Stellen hatte ich den Eindruck, dass man bei der Auswahl der Partner die Bedürfnisse der Frauen in den Mittelpunkt gestellt und einen dazu passenden Mann ausgewählt hat.

So deutet ein Hinweis der „Experten“ an eine der Ehefrauen darauf hin, dass sie als instabil wahrgenommen und ihr deswegen ein besonders stabiler Mann zugeordnet wurde.

Mir kam es nicht so vor, als hätte man mit dieser Entscheidung auch die Interessen des betroffenen Mannes ausreichend gewürdigt.   

Das Setup

Die Sendung beruht auf dem Prinzip Vernunftehe. Die „Experten“ suchen – basierend auf den Aussagen und Wünschen der Kandidaten – nach einem passenden Partner.

Gefühle spielen dabei keine Rolle. Man baut darauf, dass sich diese Gefühle im Laufe der Zeit selbst entwickeln. Die Kandidaten wurden ermuntert geduldig zu sein und nicht aufzugeben.

Den Kandidaten war das bewusst und sie äußerten viele gute Vorsätze. Auf der rationalen Ebene war allen vorher klar, dass sie hier ohne Schmetterlinge im Bauch starten werden und sich den Erfolg erarbeiten müssen.

Als Belohnung stand ein nach wissenschaftlichen Kriterien gut passender Partner für eine langfristige Beziehung im Raum.

Darauf ließen sich alle Kandidaten ein, alle fünf Ehen kamen zustande.

Ich möchte das noch einmal betonen: Allen Kandidaten war klar, dass es hier um eine langfristige Beziehung geht. Immerhin wurden Ehen geschlossen.

Allen war klar, dass sich Gefühle erst entwickeln müssten. Die langfristig stabile Beziehung war das Ziel der Kandidaten. 

Die Erkenntnisse

Nach wenigen Wochen der Zweisamkeit mussten sich die fünf Paare entscheiden. Für drei Paare endete ihre Ehe in einer Scheidung, für ein Paar in „Freundschaft“.

Diese vier nicht erfolgreichen Ehen hatte einige Gemeinsamkeiten:

  • In jedem Fall wurde die Trennung von der Frau betrieben.
  • In jedem Fall war die Begründung der Frauen, dass Gefühle fehlten.
    • Das äußerte sich in unterschiedlichen Formulierungen, beispielsweise Schmetterlinge im Bauch oder Bauchgefühl.
  • In jedem Fall reagierten die Männer verständnisvoll auf die Äußerungen der Frauen, dass es an Gefühlen fehlt.
    • Die Männer waren geduldig, nahmen die Frau in den Arm und sie hörten zu.
  • Die Frauen gaben als Ursache für die fehlenden Gefühle bestimmte Verhaltensweisen der Männer an, etwa eine zu aufbrausende Art, die Wortwahl oder fehlende Initiative, oder sie gaben keine Ursache an.
  • Versuche der Männer, ihr Verhalten zu ändern, hatten keinen Einfluss auf den Erfolg der Ehe.
  • In jeden Fall bekundeten die Frauen (zumindest anfangs), dass sie die Ehe erhalten wollten.
  • In jedem Fall war die Erstreaktion der Männer auf die Partnerin positiv.
  • In jedem Fall haben die Männer die Partnerin und die Beziehung über die Dauer der Sendung hinweg positiver beurteilt als die Frau.
  • Die Männer teilten ihrer Ehefrau diese Bewertungen mit.
  • In jedem Fall haben die Männer bis zum Schluss an der Ehe festgehalten.
  • Keine der Frauen hatte ein Problem damit, vor einem Millionenpublikum abschätzige Bemerkungen über ihren Ehemann zu machen, etwa über seine Wortwahl oder über seine mangelhaften Eigenschaften und Verhaltensweisen.
    • Teilweise habe ich das als öffentliche Demütigung für die Männer empfunden.
  • Gingen die Männer auf Forderungen ihrer Ehefrauen ein, hatte dies keinen Einfluss auf den Erfolg der Ehe.
    • Das galt sowohl für extreme Forderungen wie der, dass man sich trotz Ehe nur selten sehen wolle als auch für Kleinigkeiten wie dem anfänglichen Schlafen in getrennten Betten.
  • Die Interventionen der „Experten“ hatten keinen Einfluss auf den Erfolg der Ehe.
    • Die „Experten“ beschränkten sich auf rationale Ratschläge an die Frauen vom Schlage „mehr Kommunikation“, „Zeit lassen“ oder dem Hinweis, dass dies der nach sachlichen Kriterien passende Partner sei.
    • Die Männer hingegen sollten Verständnis haben und geduldig sein. Sie sollten ihre Frauen unterstützen, auch wenn sie Schmetterlinge im Bauch vermissen.

Ich hatte den Eindruck, dass die Männer nicht wussten wie ihnen geschah.

Ihr Wissen und ihre Erfahrung gab ihnen keine Mittel an die Hand, um die Situation zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

Sie schienen der Überzeugung zu sein, dass sich alle Beteiligten auf die rein rationalen Bedingungen der Fernsehsendung eingelassen hatten. Von ihrem Gegenüber erwarteten sie, dass sie sich ihren Vorsätzen entsprechend verhalten.

In völliger Unkenntnis der realen Verhältnisse zwischen den Geschlechtern schienen die Männer das Verhalten der Frauen als irgendwie ungerecht zu empfinden. So als würde eine neutrale Instanz eine Schuld feststellen und für eine Veränderung sorgen können.

Diese verzweifelte Naivität und Unwissenheit dieser Männer empfand ich als mit­leid­er­re­gend. Es wirkte, als würde ein blinder Boxer unwissentlich in einen Mixed-Martial-Arts-Kampf gehen.

Die Männer wirkten in den Interviews und gegenüber ihren Ehefrauen häufig verletzlich, verzweifelt und gefühlvoll. Es waren zwar die Frauen die weinten, aber sobald sie sich einmal gegen ihren Ehemann entschieden hatten, waren sie eiskalt und abweisend gegen ihn.

Ihr Weinen bezog sich eher auf die unangenehme Situation, weniger auf Emotionen in Bezug auf den Ehemann. Zum Teil war auch zu beobachten, wie Frauen ihr Weinen einsetzen, um sich bestimmten Fragen und Situationen zu entziehen und Mitleidspunkte erzielen zu können.

Der erfolgreiche Typ

Das Paar, das die Ehe fortsetzte, unterschied sich in einer wesentlichen Hinsicht von den anderen Paaren: Das Verhalten des Mannes.

Dieser Mann wirkte eher unsicher und nicht so selbstbewusst wie die anderen. Tatsächlich wirkte er sogar etwas sozial gestört.

Das äußerte sich so, dass er in seinen Äußerungen keine Rücksicht auf die Gefühle der Frau nahm. Sein Kommentar nach der Hochzeit war, dass seine Frau ganz klar nicht in sein „Beuteschema“ passt. Zu klein, zu wenig blond.

Der Typ war kein professioneller Aufreißer, das wirke auch nicht arrogant, sondern peinlich und unbeholfen.

In einer anderen Situation sagte er seiner Frau ins Gesicht, dass er sie nicht verletzen wolle, er aber keine Gefühle für sie habe.

Bei diesem Typen hätte es durchaus Situationen gegeben, in denen ich Verständnis gehabt hätte, wenn die Frau sein Verhalten kritisiert hätte. Etwa als er lamentierte, ob er in kleine Oldtimer hinein passen würde, statt locker zu bleiben und es einfach zu probieren.

Er wirkte generell steif und unflexibel, wirklich kein Frauentyp. Von den fünf Männern war er der verschlossenste und introvertierteste. Aber, ich kann es nicht oft genug betonen, nicht auf eine geheimnisvolle oder Neugier erweckende Weise.

Aber seine Frau kämpfte um ihn. Nach Zurückweisungen gab es Tränen, bei ihren Tränen ging es um ihren Ehemann, nicht um die Situation. Verzweiflung machte sich breit, was könne sie denn noch tun?

Im Expertengespräch richteten sich die Appelle an den Mann. Er stellte die Ehe auch nicht in Frage, er ging auf die rationalen Ratschläge ein.

Statt eigener Zweifel beschäftigte diese Frau die Frage, wie sie ihrem Mann helfen könne, wie sie ihn unterstützen könne in bestimmten Situationen seine Unsicherheit und Unbeholfenheit zu überwinden.

Sie wusste kleine Gesten seinerseits – wie das Kaufen eines zweiten Nachttisches – überschwänglich zu schätzen.

„Er hat mich in sein Herz gelassen“ war letztlich ihr großer gemeinsamer Erfolg.

Fazit

Die Vorsätze der Männer und der Frauen zur Vernunftehe waren bei allen zehn Kandidaten gleich. Aber bei vier Frauen hatten diese Vorsätze wenige bis keine Auswirkungen auf ihre Handlungen.

Diese Frauen wollen heiraten. Die Frage ob sie auch in einer Ehe leben wollen – also in einer langfristigen, stabilen Beziehung mit allem was dazugehört – haben sie sich offensichtlich selbst niemals wirklich gestellt.

Denn ein „reiß dich zusammen“, „in guten wie in schlechten Zeiten“, „kneif die Arschbacken zusammen“ oder „durch dick und dünn“ habe ich in ihrer Selbstreflexion nicht wahrgenommen. Nicht einmal ein „Entscheide dich, was du vom Leben willst“.

Auch von den Kuppel-„Experten“ kamen solche Ansagen nicht.

Die Männer hatten im Grunde Glück, dass diese Frauen die Ehe gleich zu Anfang zerstört haben. Denn von dieser Art Frauen hätten sie nichts gutes zu erwarten.

Hätte ich die Möglichkeit, diesen Männern einen Rat zu geben, ich würde ihnen diesen Artikel empfehlen.

Auch die Situation der Frauen finde ich zum Verzweifeln. Das Fenster für die Familiengründung schließt sich, die Frauen stehen am Scheideweg, scheinen sich dessen aber nicht bewusst zu sein.

Es scheint auch niemanden zu geben, der ihnen diese Botschaft überbringt. Nicht einmal die Beziehungs-„Experten“ erklären ihnen ihre Situation.

Auch die Familien der Frauen scheinen ihnen diese Botschaft nicht zu übermitteln. Dabei scheinen sie sich der Lage bewusst zu sein – zu deutlich versuchen Sie die Männer mit Tipps zu unterstützen die Frau doch noch überzeugen zu können, zu laut betonen weibliche Verwandte, wie toll sie den Mann fänden.

Was auch immer die Familien den Frauen mitgeben, es scheint nicht direkt genug zu sein, um eine Änderung ihres Verhaltens, ihrer Selbsteinschätzung und ihrer Anspruchshaltung zu bewirken.

Diese Frauen sind in einer Phase ihres Lebens, in der sich die „Machtverhältnisse“ zwischen den Geschlechtern umkehren. Gleichzeitig sinkt das Angebot an attraktiven Männern.

Die bestenfalls durchschnittlich attraktiven Frauen haben zum Teil eine überzogene Anspruchshaltung an ihren Partner und was er darstellen soll, es ist geradezu atemberaubend wie unrealistisch ihre Selbsteinschätzung ist.

Um es deutlich zu sagen: Alle fünf Frauen hatten ihre besten Jahre weit hinter sich und befanden sich auf dem absteigenden Ast ihrer Attraktivität. Hinzu kamen – teilweise deutliche – charakterliche Schwächen.

Die Kandidatinnen schienen sich dessen aber nicht bewusst zu sein. Vermutlich konnten sie sich ihre Arroganz in der Vergangenheit leisten – als sie jünger und attraktiver waren wird es für einen Freund gereicht haben.

Vielleicht haben sie in ihrer Vergangenheit auch funktionierende Beziehungen mit guten Männern leichtfertig beendet. Jetzt wollen sie eine Familie gründen, ohne dass sie die Veränderungen mitbekommen hätten.

Männer und Frauen, Jungen und Mädchen könnten von dieser Sendung profitieren, so deutlich deckt sie Unterschiede zwischen Männern und Frauen auf. Zu deutlich wird, dass diese Frauen eine ihrer letzten Chancen wegwerfen.

Leider geht diese Botschaft unter, weil keiner der Beteiligten das anspricht.

Die „Experten“ sind zu nichts nütze als rationale Hinweise zu geben, die bei den Frauen ungehört verhallen. Männer sind Massenware, sie haben ihr Verhalten an die Wünsche der Frauen anzupassen.

Sie sind in der Sendung überdurchschnittlich gutaussehend, für eine Beziehung mit durchschnittlichen Frauen reicht es trotzdem nicht – nicht dass sie nicht wollten, sie bemühen sich, sie gehen auf die Frauen ein und erfüllen ihre Wünsche, dennoch beenden die Frauen die Ehe.

Ausgerechnet das TV-Format im Unterhaltungsprogramm eines Privatsenders eröffnet eine andere als die übliche feministische Sicht auf Frauen und Männer in unserer westlich-aufgeklärten Gesellschaft.

11 Kommentare zu „„Hochzeit auf den ersten Blick“: Die Wahrheit über Frauen und Männer“

  1. „… Aus Gründen, über die hier Stillschweigen herrschen soll, habe ich mehrere Sendungen der SAT.1-Reihe „Hochzeit auf den ersten Blick“ angesehen. …“

    Weia, du bist ja ein ganz Harter. Was kommt als nächstes? Tägliche Analyse vom Promi-Big-Brother-Haus oder wie der ganze Mist noch heißt bzw. ein Frontbericht über „Germanys next Flop-Model“? Na ja, Spaß beiseite, wenn auch nicht ganz:

    Mich erinnert das an den alten Witz, dass Männer Frauen heiraten in der Hoffnung, dass diese so bleiben, wie sie sind. Und dass Frauen für die Hochzeit Männer auswählen mit dem Wunsch, dass sie diese am Ende doch noch verändern können.

    Tja – und wenn Dornröschen dann nicht wachgeküsst wurde und aus dem Frosch kein König geworden ist, so streiten sie sich halt noch bis zum Ende ihrer Tage … The simply shit halt 😉

    Seltsam? Ja, so zeigt es die Tagesaktualität und dieser Reality-Mist!

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    1. Es ist wie ich geschrieben habe: Das Proll-Unterschichten-Reality-TV enthält mehr Realität als das übliche Infotainment der ÖR. Insofern kommt bei mir dann vielleicht wirklich bald Big Brother… 😁

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  2. Und die Moral von der Geschichte? Abgesehen davon, dass Frauen nach irrationalen Kriterien Männer auswählen….
    Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen. Und heutzutage immer weniger.

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    1. Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen. Und heutzutage immer weniger.

      Sie müssen auch nicht zusammen passen, also jedenfalls nicht in Sinne von „gleich“. Unterschiedliche Stärken und Schwächen in einem Team ergänzen sich. Es ist auch nichts dagegen einzuwenden, wenn Männer und Frauen unterschiedliche Kriterien für die Partnerwahl anwenden.

      Für mich ist die Moral von der Geschichte eher, dass wir in einer Zeit leben, in der diese Erkenntnisse bewusst ignoriert und niedergebrüllt werden. So weit, dass dies Männern und Frauen selbst nicht mehr bewusst ist, dass auch „Experten“ davon keine Ahnung zu haben scheinen und das berichtende Medium den offensichtlichen Fakt ebenfalls nicht benennt.

      Die Realität ist derart betäubt, dass die Männer das nicht einmal am Ende der Show verstehen. Die sitzen abends zusammen und trinken einen, sie unterhalten sich über ihr Schicksal, aber die Erkenntnis, dass Männer und Frauen grundlegende Unterschiede aufweisen und sie das ganze ganz anders angehen müssten, kommt ihnen nicht.

      Die Frauen sind ebenfalls in einer Negativ-Spirale. Sie wissen nicht was sie wollen. Unterschwellig wollen sie zwar heiraten, aber sie sind unfähig Kompromisse zu schließen, weil die bei Frauen heutzutage als Schwäche ausgelegt werden. Sie glauben offensichtlich, ihnen stünde zum passenden Zeitpunkt der perfekte Traumprinz zu. So wirkt es jedenfalls auf mich.

      Ich gebe dir Recht, dass dies eine Entwicklung ist, was du als „heutzutage immer weniger“ äußerst. Am Ende gibt es nur Verlierer. Die Männer, die Frauen, die Gesellschaft, auch die Kinder im Falle der immer häufiger werdenden Trennungen.

      Einige der Frauen in dieser Sendung werden so enden wie die Erfinderin der Serie „Sex and the City“:
      https://www.dailymail.co.uk/tvshowbiz/article-7295837/Sex-City-writer-admits-regrets-choosing-career-having-children.html

      Im Alter stellt sie fest, dass ihr Leben ohne Familie leer ist und bereut ihre Lebensentscheidungen. Das ist doppelt bitter, weil sie gerade mit ihrer Serie Millionen von Frauen und Mädchen in die gleiche Richtung geschickt hat.

      Mit ihrer jetzigen Reue erreicht sie hingegen nur wenige, so dass nur wenige Mädchen und Frauen informierte Lebensentscheidungen treffen können.

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  3. In einer festen Beziehung (ganz besonders in einer Ehe) sind drei Dinge ganz besonders wichtig: Respekt, Vertrauen und Diskretion.
    Wenn es aber keinen Respekt gibt, kann es auch kein Vertrauen und keine Diskretion geben.
    Wenn ein Mann nun mit dem Gedanken spielt, eine feste Beziehung mit einer Frau einzugehen und sie vielleicht auch mal zu heiraten, muss er zuvor überlegen, ob und welche Respektlosigkeiten sie sich bisher geleistet hat. Und ich meine nicht nur schlimme Respektlosigkeiten, sondern auch Dinge, die man gerne als „harmlose Kleinigkeiten“ abtut.
    Wenn er nun zu dem Ergebnis kommt, dass nicht genug Respekt vorhanden ist, sollte er keine feste Beziehung mit ihr eingehen.

    Ich habe die besagte TV-Sendung zwar nicht gesehen, aber aus dem o.g. Artikel geht hervor, dass die Frauen, deren „Ehen“ gescheitert sind, nicht den geringsten Respekt vor ihren „Ehemännern“ hatten.
    Zum Beispiel daran erkennbar, dass sie schlecht über ihre „Ehemänner“ gesprochen haben. Ein solches Verhalten ist respektlos und indiskret und damit ein Zeichen, dass man ihnen nicht trauen kann.

    Sollte es in Deutschland jemals einen alternativen TV-Sender geben, könnte man dort eine ähnliche Sendung aufziehen.
    Nur mit dem Unterschied, dass dort Frauen in den Wind geschossen werden, die sich Respektlosigkeiten leisten.
    Eine solche Sendung würde gerade jungen Menschen zeigen, dass Respekt, Vertrauen und Diskretion in einer festen Beziehung ganz besonders wichtig sind.

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