Die Demografie-Lüge

Interessanter Beitrag auf welt.de: Wolfgang Kaden schreibt über die „Demografie-Lüge“.

Die niedrige Geburtenrate ist ein großer Gewinn für uns

Er bezieht sich auf den verstorbenen Soziologen Karl Otto Hondrich. Der habe in seinem 2007 erschienenen Buch „Weniger sind mehr“

überzeugend dargelegt, warum der Geburtenrückgang mitnichten einen Grund für apokalyptische Szenarien biete, sondern, im Gegenteil, „ein Glücksfall für unsere Gesellschaft“ sei.

Die Ängste der Demografie-Apokalyptiker sind bekannt: Zu wenige Geburten bedeuteten fehlende Arbeitskräfte, zurückgehende Innovationskraft und bald nicht mehr bezahlbare Renten. Kaden setzt ihnen Argumente entgegen. Lesenswert.

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2 Kommentare zu „Die Demografie-Lüge“

  1. Ergänzend dazu ein Beitrag vom Blogger „Luisman“.

    „Sprich die Wahrheit aus und warte ab, was passiert“:
    https://luismanblog.wordpress.com/2017/03/21/sprich-die-wahrheit-und-warte-ab-was-passiert/

    Zitat von ihm auf den Artikel der „Welt“:

    „Der Welt-Artikel ist m.A. ziemlich verlogen. Die Geburtenrate der Bio-Deutschen liegt, wenn man die Tuerken usw. mit deutschem Pass mal rausrechnet eben doch dramatisch niedrig. Die Rentenhysterie ist angebracht, weil man leider die Sozialsysteme durch die falsche Einwanderung noch zusaetzlich stark belastet.“

    Beides ist, leider nicht von der Hand zu weisen. Vermutlich liegt die Antwort da, wo manche schon seit langem darauf hinweisen. Letztendlich (und so kommentierte ich es auch), liegt die Verlogenheit, welche Luismann moniert darin, dass man nicht reflektiert, welche Probleme man schafft, welche durch ein Gesundschrumpfen beseitigbar wären.

    Dieses Land ‚wächst‘ sich offenbar kaputt!

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  2. Nein, das Problem liegt ganz woanders: Seit Einführung der Sozialversicherung unter Bismarck haben wir doch schon einen dramatischen Wandel erlebt: So gut wie niemand erreichte damals das Rentenalter, so dass vermutlich 100 oder mehr Arbeiter einen Rentner finanzierten. Warum hat es trotzdem lange geklappt? Weil die Beitragszahler an der steigenden Produktivität über steigende Löhne beteiligt waren. Seit 20 Jahren sinkt die Lohnquote aber dramatisch und nur deshalb geht die Rechnung zunehmend nicht mehr auf.

    Oder als ganz einfaches Beispiel: Wenn ich dem Bauern Maschinen gebe und er 10x so viele Nahrungsmittel erzeugen kann, kann er auch 10x mehr Menschen ernähren. Wenn aber der Kapitalgeber die Gierig & Dumm AG ist, die gesamte zusätzliche Nahrung an der Börse verhökert und die Gewinne in Panama bunkert, dann klappt es halt nicht.

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