Von der Produktivität der Vielfalt

Zeit.de berichtet: „Flüchtlinge finden kaum Arbeit“.

Flüchtlinge haben es auf dem deutschen Arbeitsmarkt weiterhin schwer. Das geht aus Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor, das zur Bundesagentur für Arbeit gehört. Von Dezember 2015 bis November 2016 schafften es demnach nur 34.000 Einwanderer aus den acht wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern, eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt zu finden.

Neben den Zahlen fällt zunächst die Wortwahl auf. Das IAB spricht von Asylherkunftsländern, zeit.de von Einwanderern…
Insgesamt seien bei den Arbeitsagenturen 406.000 arbeitssuchende Flüchtlinge registriert, 160.000 davon seien als arbeitslos erfasst.
…und Flüchtlingen. Begriffliche Unterschiede, die für zeit.de keine sind.

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Wissenschaftliche Fakten bei fluechtlingsforschung.net [Nachtrag]

Unter der Überschrift

Flüchtlingsforschung gegen Mythen – WissenschaftlerInnen diskutieren Behauptungen aus der Flüchtlingsdebatte

äußert sich Jun. Prof. Dr. Jannis Panagiotidis vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) an der Universität Osnabrück zu folgendem angeblichen Mythos:

Damit wir in zehn Jahren über eine gelungene Integration der Flüchtlinge sprechen können, brauchen wir jetzt eine Wohnsitzauflage.

Thomas Kutschaty, Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen, in: ZEIT-Online, 21.02.2016
Diese Aussage steht stellvertretend für eine Reihe von Äußerungen von Politikern, die eine Wohnsitzauflage für Flüchtlinge im Interesse ihrer Integration befürworten. Die Wohnsitzauflage kann aus verschiedenen Perspektiven, u.a. aus normativ-rechtlicher Perspektive kritisiert werden. In diesem Beitrag steht die empirische Kritik an der angeblich integrationsfördernden Wirkung einer solchen Auflage im Mittelpunkt.

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Integrierende Bühnenarbeit ist kein Abschiebungshindernis (Update: anscheinend doch)

Sueddeutsche.de berichtet:

Bei der Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern aus Afghanistan lassen Bayerns Behörden derzeit offenbar alle bislang geltenden Schranken fallen.

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Nachvollzogen: Warum in Leipzig Autos brennen

Unter der Überschrift

[Le] Ordnungsamt angegriffen

berichten Kriminelle auf indymedia von einer Heldentat aus Leipzig. Dort ist immer mal was los in der Nacht, Autos brennen, Scheiben werden eingeworfen. Weiterlesen „Nachvollzogen: Warum in Leipzig Autos brennen“

Die europäischen Schutzmechanismen greifen nicht mehr

Welt.de beschreibt die bisherigen Erkenntnisse zum Werdegang des mutmaßlichen Attentäters von Berlin, Anis Amri. Auch ohne den Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt stellt sich die Frage, warum dieser Gefährder sich unbehelligt in Deutschland bewegen konnte. Weiterlesen „Die europäischen Schutzmechanismen greifen nicht mehr“