Wenn politische Korrektheit auf Realität trifft

Constantin Schreiber hat deutsche Moscheen besucht und ein Buch darüber geschrieben.

Antidemokratisch und konservativ: Mehrere Monate lang hat unser Autor Freitagspredigten in deutschen Moscheen besucht. Sein Fazit ist ernüchternd.

Antidemokratisch. Ich muss sagen, dass ich zeit.de nicht zugetraut habe, dieses Fazit als Teaser in einem Artikel zu deutschen Moscheen zu schreiben.

Zunächst muss klar gestellt werden, dass der Autor auf der richtigen Seite steht und politisch korrekt handelt: Der Auszug aus dem Buch über deutsche Moscheen beginnt mit Politik – AfD und FPÖ dürfen natürlich nicht fehlen – und hebt hervor, dass der Autor eine arabischsprachige Sendung für Flüchtlinge „erfand“.

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Aus dem Maschinenraum: Backup aller verlinkten Quellen aller WordPress Artikel

Wie bei Blogs üblich verlinken Horst und ich unsere Quellen. Für uns stellt sich die Frage, was passiert, wenn diese Quellen abgeschaltet oder verändert werden? Ein Backup des Stands bei der Erstellung eines Artikels ist sinnvoll.

Das soll möglichst automatisch und unabhängig vom redaktionellen Prozess erfolgen, der online innerhalb der WordPress-Seite selbst erfolgt.

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Feministischer Schlampenjammer

Bei Ze.tt gibt es mal wieder einen Frauenjammerartikel:

Chrissi muss was loswerden. Und so fragt sie in dem Online-Forum einer Frauen-Community in die Runde: „Wisst ihr, was ich echt ungerecht finde? Dass Frauen, wenn sie auch mal ihren Spaß haben wollen, immer gleich als Schlampe hingestellt werden.

Immer! Gleich! Von wem werden Frauen eigentlich immer und gleich als Schlampen bezeichnet? Mich jedenfalls interessiert nicht, mit wem Chrissi in die Kiste steigt. Wenn sie sich sich davon gestört fühlt, dass sie von den Menschen, die sie umgeben als Schlampe hingestellt wird, sollte sie sich halt neue Freunde suchen. Das sollte doch offensichtlich sein.

Das ist doch ungerecht. Wenn Männer dies tun, dann sind sie noch toll und erzählen jedem davon … Aber bei uns?!

Chrissi, du kannst es auch jedem erzählen. Fühl dich frei.

Wieso können Frauen, wenn sie solo sind, nicht auch einfach tun und lassen was sie wollen?”

Niemand hindert Chrissi außer sie selbst. Aber Chrissi meint eigentlich auch gar nicht, dass sie etwas nicht darf. Nein, Chrissi möchte nur nicht schlecht beurteilt werden. Sie möchte, dass andere Menschen bestimmte Dinge nicht über sie denken.

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Öffentlich-rechtlicher Feminismus und politische Korrektheit

In diesem Artikel beschäftige ich mich mit vier Artikeln bei deutschlandfunk.de, deren journalistische Qualität ich zweifelhaft finde. Die Berichterstattung wird von einer politischen Einstellung dominiert, die ich im Bereich des intersektionalen Feminismus mit seiner politischen Korrektheit verorte.

Rache für marokkanische Babykatzen wollten die Leser der österreichischen „Kronen“-Zeitung, als sie die Autorin Stefanie Sargnagel, Bachmann-Preisträgerin von 2016, mit einem Shitstorm überzogen, der massive Gewaltandrohungen und Vergewaltigungswünsche enthielt. Sargnagel hatte einen Reisebericht satirisch zugespitzt.

Die Journalistin Mithu Sanyal hat ein Buch über die Vergewaltigung geschrieben. Auch sie erlebte einen verbal gewalttätigen Shitstorm, nachdem sie Änderungen im Narrativ vom Vergewaltigungsopfer gefordert hatte.

Sind Frauen, die sich heute öffentlich positionieren, Opfer von Hysterie und ideologischer Raserei wie die Hexen des Mittelalters?

So beginnt Journalistin Karin Fischer ein Interview (!) mit Anke Domscheit-Berg für den Deutschlandfunk. Die Überschrift „Eine Art Krieg, der gegen Frauen geführt wird“ hat sie noch in Anführungszeichen gesetzt. Doch nach der Einleitung ist klar, dass es sich hier nicht um ein Interview zwischen einer unabhängigen Journalistin und einer Aktivistin handelt. Es handelt sich um zwei Aktivistinnen mit gleicher Zielsetzung und gleicher Meinung.

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Paradigmenwechsel auf österreichisch

Die Regierung in Wien hat ein neues Integrationsprogramm beschlossen. Die Vollverschleierung von Frauen im öffentlichen Raum und das Verteilen von Koranen sind künftig verboten, ein Integrationsjahr mit speziellen Deutsch- und Wertekursen wird für anerkannte Flüchtlinge und Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive verpflichtend.

Asylberechtigte sollen zudem unbezahlte gemeinnützige Arbeit leisten. Wer sich weigert, muss Einschnitte bei der Mindestsicherung hinnehmen. „Nur so können sich die Menschen den Respekt der Mehrheitsgesellschaft erarbeiten“, sagte Integrations- und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP). Drei Monate nach ihrem Asylantrag können Migranten künftig auch legal arbeiten. Die zuständige Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) sprach von einem „Paradigmenwechsel“.

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Die „tatsächliche Faktenlage“ zum Migrationsdruck aus Afrika

Auf zeit.de widersprechen Julia Leininger und Benjamin Schraven der Kolumne „Millionen auf dem Sprung nach Norden“ von Theo Sommer, über die ich hier geschrieben hatte.

Weg mit diesem Afrikabild!

fordern Leininger und Schraven.

So perpetuiert Sommer das in den Medien vorherrschende Afrikabild und trägt damit zur Informationsverzerrung bei. Denn die tatsächliche Faktenlage rechtfertigt weder diesen Afro-Pessimismus noch irgendwelche militärischen Abenteuer.

Hier die wesentlichen Argumente der Autoren, von mir zusammengefasst: Weiterlesen „Die „tatsächliche Faktenlage“ zum Migrationsdruck aus Afrika“

Emanzipierte Frauen sind fremdenfeindlich

Wie immer, wenn es um die Verfolgung der eigenen Ziele mit journalistischen Mitteln geht, sind sich linke Medien für nichts zu blöd. Wie immer werden die Aussagen der Menschen, über die berichtet wird, nicht hinterfragt. Sie werden zitiert, aber es folgt nichts daraus. Statt sie inhaltlich zu widerlegen werden „Experten“ zitiert, die sich über die Gruppe der Menschen echauffieren, über die eigentlich berichtet wird.

In diesem Fall kommt eine neue Härte hinzu: Emanzipierten Frauen wird die falsche politische Einstellung vorgeworfen und diese falsche politische Einstellung sei durch die Emanzipation begründet.

Die Politikwissenschaftlerin Rebecca Pates hat zu Ostdeutschland, Rechtspopulismus und Gender-Fragen geforscht. Sie sagt: „Das eigentliche Anliegen der Rechts-Wähler ist ein ökonomisches, der eigentliche Antrieb ist das Gefühl der ökonomischen Ungerechtigkeit.“ Dabei seien die Wähler der AfD nicht weniger wohlhabend als der Durchschnitt.

Ich muss der Forscherin Ahnungslosigkeit attestieren: Das dass „Anliegen der Rechts-Wähler […] ein ökonomisches“ ist, ist reines Wunschdenken:

78 der Prozent der befragten AfD-Wähler gaben an, sie würden über eine Flüchtlingsunterkunft in der Nachbarschaft wütend werden. Bei den Wähler der übrigen Bürgerschaftsparteien waren es 20 Prozent

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