„Wie krank kann man sein?“: Alltägliche Denkverbote

Beim Edelblatt Huffington Post ist man empört:

AfD empört mit widerlicher Reaktion auf Terror von London

AfD-Politiker reagieren mit geschmacklosen Kommentaren auf den Anschlag von London

Die Partei versucht die Tat bereits zu früher Stunde politisch zu instrumentalisieren

Die AfD publiziert also geschmacklose, widerliche Kommentare als Reaktion auf einen Terroranschlag und instrumentalisiert diesen politisch.
Das sind schwere Anschuldigungen mit dem erhobenen moralischen Zeigefinger. Schauen wir uns an, was im Artikel an Belegen präsentiert wird.

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Cassie Jaye: The Red Pill

Ich habe mir den hochgelobten und stark kritisierten Film „The Red Pill“ angeschaut.

Gleich vorweg: Für eine Dokumentation finde ich den Film zu emotional. Mich stört auch, dass Cassie Jaye sich selbst so stark in den Mittelpunkt rückt.

Gleichzeitig halte ich diese Schwächen für die größte Stärke des Films. Cassie Jaye ist eine gut aussehende junge Frau – sie taugt als Identifikationsfigur. Ihre emotionale Nabelschau kann Menschen wahrscheinlich dazu bringen, sich in ihre Lage zu versetzen und ihrem Erkenntnisprozess zu folgen.

Im Wesentlichen macht der Film auf bekannte Fakten aufmerksam. Durch die emotionale Darstellung werden diese wirkmächtig transportiert. So wird beispielsweise die Beschneidung eines Säuglings dargestellt, indem ein medizinisches Schulungsvideo gezeigt wird. Gezeigt wird auch die fassungslos weinende Autorin, die dieses Schulungsvideo anschaut. Man hört das verzweifelt schreiende Kind.

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2.277 Prozent sind nicht nur gefühlt – Zuwanderer sind krimineller als die Durchschnittsbevölkerung

Wir stehen noch unter dem Eindruck der Anschläge von Manchester und London. Menschen sterben. Der islamistische Terror ist Willkür. Er schränkt unsere Freiheit indirekt ein durch immer neue Sicherheits- und Überwachungsgesetze, direkt dadurch, dass wir bestimmte Verhaltensweisen und Orte meiden.

Viele Menschen haben das Gefühl, dass sich die Sicherheitslage in Deutschland durch Zuwanderung verschlechtert. Wir wissen nicht, wer da zu uns kommt. Zwei Drittel der Zuwanderer, die nach Deutschland einreisen, haben keinen Pass. Illegale Einreisen nach Deutschland werden nicht geahndet, wenn der Einreisende Asyl beantragt.

In diesem Beitrag geht es nicht um die gefühlte, sondern um die tatsächliche Kriminalität von Zuwanderern. Ich beantworte die Frage, ob Zuwanderer in Deutschland im Durchschnitt tatsächlich krimineller sind als der Rest der Bevölkerung.

Die Antwort lautet wenig überraschend: Ja.

Zuwanderer sind überaus häufig Tatverdächtige von Straftaten. Die „Tatverdächtigenbelastungszahl“, so nennt das Bundeskriminalamt die Tatverdächtigen einer Personengruppe pro 100.000 Einwohner, liegt um ein Vielfaches über der Belastungszahl der Restbevölkerung.

Über alle Straftaten (einschließlich Verstöße gegen das Ausländerrecht) liegt die Tatverdächtigenbelastungszahl von Zuwanderern bei 2.277 Prozent der Belastungszahl der Restbevölkerung, in einzelnen schweren Straftaten zwischen 900 und 1.150 Prozent.

2.277 Prozent, das ist mehr als das 22-fache.

Doch der Reihe nach. Anlass für meine Recherche waren Artikel wie dieser zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2016, die von der Kriminalität von Zuwanderern nur den kleinen Teilbereich der politisch motivierten Kriminalität von Ausländern erwähnen. Weiterlesen „2.277 Prozent sind nicht nur gefühlt – Zuwanderer sind krimineller als die Durchschnittsbevölkerung“

Moralapostel argumentieren – ein Fake?

In einem weiteren Beitrag über diesen Vorfall berichtet der SWR, dass jetzt die Polizei ermittle. Wir bekommen einen Eindruck davon, wie linke Moralapostel im Deutschland des Jahres 2017 ticken – allerdings nicht im Artikel, sondern in den Kommentaren.

Ich schäme mich

(Sabbell) 27.05.2017, 07:50

… für einige Kommentare, auch angesichts der schlimmen Nazi-Geschichte. Die Menschen sind geflohen, es sind Geflüchtete, die retraumatisiert werden, was inhuman und brandgefährlich ist. Viele wollen studieren, was ihnen gemeinerweise von denen kalt verwehrt wird, die die Rüstungsexporte und das Ausbluten der Länder auf dem Gewissen haben. Darüber wird viel zu wenig berichtet; stattdessen werden Einzelfälle von Pegidisten und Sarrazins zur Hetze missbraucht. Damit muss endlich Schluss sein! Die Zivilgesellschaft will das nicht, das zeigen die Menschen überdeutlich. Natürlich muss gegen Männergewalt, wie sie auchnauf dem Oktoberfest vorkommt als Frucht des Patriarchats energisch vorgegangen werden. Alle bleiben hier, ist aber das wichtigste, denn die Menschen bereichern, das ist entscheidend, wir können dankbar sein, dass sie trotz der Naziverbrechen kommen und gemeinsam hier leben wollen und wir uns gegenseitig helfen.

Da die Aussagen etwas wirr hintereinander stehen und einige Fragen offen bleiben, hier – das ist mein Service für die geneigten Leser dieses Blogs – einzeln aufgedröselt, warum es zu sexuellen Übergriffen von Migranten kommen musste. Weiterlesen „Moralapostel argumentieren – ein Fake?“

Unangebrachtes Balzverhalten in professioneller Umgebung

Über Alles Evolution bin ich auf einen Twitter-Beitrag aufmerksam geworden:

Hatte bei einem Event dieses Kostüm + genervtes Gesicht. Wurde von einem CEO gefragt, wann man mich im Playboy sehen kann. Wie reagiert man?

Dazu ein Foto von ihr in einem Kostüm mit kniefreiem Kleid, geschminktem Gesicht, rot geschminktem Schmollmund und Ohrringen.

Im Laufe der Twitter-Konversation – in der ihr fast nur Männer seelischen Beistand leisten – kommt als Information noch hinzu, dass besagter CEO „ziemlich betrunken“ war.

Also, auf einer Veranstaltung im professionellen Kontext wurde sie vor anderen von einem betrunkenem Teilnehmer gefragt, wann sie im Playboy zu sehen sein wird.

Alice Greschkow findet dieses Balzverhalten offensichtlich unangebracht. Ich hatte sie auf Twitter gefragt:

Wie viele Männer in kurzen Hosen waren denn auf dem Event?

Leider habe ich keine Antwort bekommen. Schade. Denn in einer professionellen Umgebung erwarte ich keine Männer in kurzen Hosen. Weiterlesen „Unangebrachtes Balzverhalten in professioneller Umgebung“

Journalistische Arbeit 2017 – wenn die Angst umgeht

Ich habe beim SWR gelesen, dass es in einem Tübinger Jugendzentrum sexuelle Übergriffe durch dunkelhäutige Männer gegeben habe.

Die Stadt Tübingen geht davon aus, dass Männer – zum Teil auch in Gruppen – Frauen begrapscht und sexuell belästigt haben. Das hätten Augenzeugen bestätigt. Eine Frau, die nach eigenen Angaben im Epplehaus war, meldete sich bei Oberbürgermeister Boris Palmer. Sie schrieb: „Gegen späterer Stunde mutierte die Feier zu einer Katastrophe. Ich wurde einfach angefasst, gezogen, man hat mich trotz mehrfacher Gegenwehr nicht in Ruhe gelassen. Meine männlichen Freunde haben sich fast in eine Schlägerei verwickeln lassen, da auch diese nichts gegen die wildgewordenen Männer unternehmen konnten, bis wir die Party schließlich verließen.“ Palmer hatte das Schreiben anonym auf Facebook veröffentlicht.

Auch die studentischen Veranstalter hatten im Internet von einer „sehr kritischen Situation mit sehr vielen Tätern“ gesprochen.

Der SWR hat unter dem Artikel einen gesonderten Abschnitt „Anmerkungen der Online-Redaktion“ eingerichtet, in dem sich allerlei Rechtfertigungen für den Bericht finden. Es wird betont, dass der Vorfall nicht genau bekannt und bestätigt sei, dass Augenzeugen namentlich nicht bekannt seien, dass Aussagen widersprüchlich wären, dass die Zuverlässigkeit von Zeugen nicht eingeschätzt werden könne. Offenbar hält der SWR das für erforderlich – hier in vollem Wortlaut.

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Rassismus in der Ludwigsburger Kreiszeitung: Flüchtlinge als komplett unfähig dargestellt

Lkz.de berichtet über die Wohnungsnot von Flüchtlingen. Der Syrer Ali Walat und seine Freundin erwarten ein Kind, leben aber getrennt. Die schwangere Frau – sie lebt mit ihren Eltern und ihrer Schwester zusammen – soll menschenunwürdig untergebracht sein:

Dort zu wohnen, stellt für Walats Lebensgefährtin und deren Familie offenbar eine große gesundheitliche Belastung dar. „Die Decke in der Küche schimmelt, der Teppich ist sehr alt und stinkt, im Boden sind Löcher, durch die Wohnung laufen Mäuse, ein Zimmer hat Ameisenbefall und vier Wochen lang gab es in der Wohnung keine Toilette“ […]

Seine Lebensgefährtin habe dort bereits einige bakterielle Infektionen erlitten, so dass sogar ihr Gynäkologe eine akute Gefahr für ihre Gesundheit sieht. In einem fachärztlichen Gutachten bescheinigt die gynäkologische Praxis aus Ludwigsburg, dass ihre Patientin „wegen der unzumutbaren Wohnungssituation wiederholt bakterielle Infektionen mit Fieber hatte, die die Gesundheit der Schwangeren und des ungeborenen Kindes schädigen können“.

Die Situation ist unangenehm: Es schimmelt, Mäuse und Ameisen sind in der Wohnung. Vier Wochen lang keine Toilette. Es ist so dreckig, dass die Schwangere bereits „einige bakterielle Infektionen“ hatte.

Aus Sicht der Verwaltung stellt sich die Situation anders dar:

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