Der Kreationismus ist stark in dir, Journalismus

Kreationismus

Der Kreationismus beschreibt eine Welt, in der Gott die Arten geschaffen hat. Es gibt eine Schöpfungsgeschichte und es werden Fakten genutzt, die in dieses Weltbild passen und der Evolutionstheorie zu widersprechen scheinen. Echte Beweise für das eigene Weltbild – etwa ein Beweis, dass Gott existiert und die Arten geschaffen hat – werden nicht erbracht.

Im Gegensatz dazu ist der wissenschaftliche Ansatz, möglichst alle Fakten und Vorgänge zu kennen, zu bewerten, und damit die Welt zu beschreiben.

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Moralapostel

Zu unserem vorherigen Artikel möchte ich auch noch ein paar Gedanken los werden.

Nö. Das ist nicht schwer zu verdauen, das ist schlicht Quatsch. Das subjektive Empfinden, verletzt worden zu sein, ist nicht der Maßstab für Rassismus.

Man kann die Gefahr, die solche Moralapostel darstellen, nicht genug betonen. Journalistendarsteller wie Hülya Gürler glauben, weil sie die „richtigen“ Moralvorstellungen haben, ist es richtig, diese auch von anderen einzufordern zu können.

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Presse in Zeiten der Einwanderung

Manchmal gibt es sie noch – Texte, bei denen ich mich wirklich frage, ob der Autor und ich auf dem selben Planeten wohnen. In der Zeit ist ein solcher Text erschienen.

Der Text, im Online-Ableger der Zeit veröffentlicht, verkörpert eine typische Unart. Zumindest nehme ich das so wahr. Es schreibt jemand, der im Wettbewerb der Meinungen eine Partei ist, der Eigeninteressen hat. Nicht von einem (einigermaßen) unparteiischem Journalisten. In einem Interview gäbe es wenigstens noch eine kleine Chance, dass mal halbwegs kritisch nachgefragt wird. Hier völlige Fehlanzeige.

Das gerade verabschiedete Integrationsgesetz ist das beste Beispiel für eine halbherzige und -reaktionäre Lösung. Die darin enthaltene Wohnsitzauflage raubt Tausenden Geflüchteten die Chance, durch eigene Anstrengungen ein gelingendes Leben aufzubauen. Wer in Bautzen landet, wo eine vergleichsweise hohe Arbeitslosigkeit herrscht und Rassismus aggressiv ausgelebt wird, muss dort bleiben.

Vorurteile sind ein klares Kennzeichen von Rassisten. Die Bautzener hier pauschal zu aggressiven Rassisten zu machen ist aber kein Vorurteil, sondern lässt sich sicher durch Statistiken belegen. Dies scheint aber so klar zu sein, dass er dies nicht tun muss. Ich staune, mit welcher Selbstverständlichkeit hier pauschal alle über einen Kamm geschoren werden. Und wie billig er sich hier das Extrembeispiel (Bautzen) herauspickt, um an diesem Beispiel die allgemeine Regelung zu diffamieren.

Und überhaupt. In seiner Welt sind die Geflüchteten alle gut. Und Anhäufungen von Ihnen führen niemals zu irgendwelchen Problemen und niemals bilden sie Parallelgesellschaften. Daher ist es eine Zumutung, dass das Gastgeberland ihnen Regeln vorschreibt. Vielmehr hat das Gastgeberland eine wie auch immer geartete Verpflichtung den Geflüchteten gegenüber.

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Geert Wilders wird verurteilt, aber nicht bestraft

Die Welt berichtet über die Verurteilung von Geert Wilders.

Wilders war am Freitag verurteilt worden, weil er bei einem Wahlkampfauftritt im Jahr 2014 Marokkaner beleidigt hatte. Das Gericht in Schiphol erklärte, der „aufrührerische Charakter“ seiner Aussagen habe andere Menschen dazu verleitet, Menschen mit marokkanischen Wurzeln in den Niederlanden zu diskriminieren.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Die Aussage Wilders‘ hat also nicht Menschen mit marokkanischen Wurzeln diskriminiert. Die Aussage hat „andere Menschen dazu verleitet, Menschen mit marokkanischen Wurzeln in den Niederlanden zu diskriminieren.“ Es spielt also keine Rolle, was ich sage, es kommt darauf an, was andere denken – oder denken könnten.

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