Der öffentlich-rechtliche Rundfunk zersetzt unsere Gesellschaft

Neulich habe ich bei RTL2 eine Serie über ein Experiment im Altersheim gesehen. Kindergartenkinder besuchen regelmäßig das Altersheim. Kinder und Alte wurden beobachtet und medizinisch überwacht.

Je länger Junge und Alte Zeit miteinander verbrachten, desto besser ging es den Alten. Auch die Kinder profitierten. Diese Sendung verband die Generationen. Alte und Junge bildeten ein Team, es war ein positiver Blick auf unsere Gesellschaft.

Eine andere Sendung, die vor kurzem auf einem Privatsender lief, begleitete Hartz-IV-Empfänger durch ihr Leben. Die Kommentare waren neutral und respektvoll, von der früher bei den Privatsendern üblichen Gehässigkeit und Häme war nichts zu merken.

Es wurde auch keine Meinung vorgegeben.

Aber es wurde – zumindest für mich – überdeutlich: Die meisten dieser Menschen stehen sich selbst im Wege. Kein Eingriff von außen würde diese Menschen wieder in ein geregeltes Leben zurückbringen.

Es sind eben keine Vorzeige-Leistungsempfänger, die im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zufällig immer dann präsent sind wenn es darum geht für zusätzliche Sozialleistungen zu werben.

Zwischen den Generationen wirken die öffentlich-rechtlichen Sender als Hetzer, die Umweltsau-Affäre und auch die Feststellung, dass es irgendwie gerecht sei, wenn alte Menschen grausam an der durch das Virus ausgelösten Krankheit verrecken zeigen dies beispielhaft.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist gesellschaftszersetzend und hetzt Gruppen gegeneinander auf. Die guten Sendungen, die die Generationen positiv verbinden und die Realität abbilden, kommen ausgerechnet bei RTL2.

Geprägt durch vollständige Alimentierung ohne einen regulierenden Markt hat sich eine Echokammer entwickelt. Eine Blase voller Menschen, die keinen Kontakt zur Realität haben.

Die Geisteshaltung, dass man vorangegangenen Generationen nicht dankbar sein sollte, sondern sie im Gegenteil für alles reale (und erfundene) Schlechte verantwortlich machen sollte ist ein Beispiel für die zynisch eingesetzte Meinungsmacht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Solche Haltungen haben sich tief in die Gesellschaft gefressen.

Sichtbar wird das auch beim Umgang mit Corona: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk propagierte wochenlang die Sorglosigkeit und verlachte andere Länder, die drakonischer vorgingen. Unsere Politik wurde nicht kritisiert.

Mir ist an verschiedenen Stellen aufgefallen, dass die Geisteshaltung meines Verwandten- und Bekanntenkreises relativ klar in zwei Gruppen eingeteilt werden kann.

Das betrifft ganz unterschiedliche Themen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Bei näherem Hinsehen sind aber bestimmte Muster erkennbar. Ich sehe zwei grobe Richtungen: Progressiv und konservativ.

Interessant ist, dass die Gruppen recht homogen sind, so dass die Meinung zu einem Thema auf die Meinung zu anderen Themen schließen lässt. Die Trefferwahrscheinlichkeit ist hoch.

Die Alten haben den Tod verdient

Klar geworden ist mir das bei einer Unterhaltung mit einem Bekannten, der mir recht deutlich zu verstehen gab, dass es positiv wäre, wenn Corona die älteren Generationen dezimieren würde, wegen ihres CO2-Ausstoßes.

Angesprochen auf seine eigenen Eltern wurden die Formulierungen etwas milder, die Kernbotschaft blieb aber die gleiche: Seine Eltern würden ja so viel fliegen und in deren Bekanntenkreis wäre das genauso.

Gefragt nach dem Umweltsau-Skandal wurde klar, dass er darin keinen Skandal sieht. Er fand es nicht empörend, dass man die Generationen, die uns den größten Wohlstand der Menschheitsgeschichte hinterlassen hat, derart beschimpft.

Für ihn ist das nichts, was Generationen und Gruppen gegeneinander aufhetzt. Für ihn ist das gerecht und angemessen.

Solche Äußerungen habe ich bei Konservativen in meinem Umfeld nie gehört. Es ist nicht so, dass Konservative nicht auch mal von ihren Eltern genervt sind oder Konflikte mit ihnen haben. Aber ihre Äußerungen sind im Allgemeinen weniger schnippisch und verächtlich. Es scheint eine Art Grundrespekt zu geben.

Bei der Sicht Konservativer auf die Welt und vorangegangene Generationen schwingt Dankbarkeit dafür mit, dass wir in den besten und wohlhabendsten Zeiten der Geschichte leben.

Ich glaube, dass solche undankbaren und zynischen Grundhaltungen etwas mit der Grundhaltung unserer Medien zu tun hat. Die Skandale dieses Jahren sind nur die Spitze eines Eisbergs und die platt geäußerte Version dessen, was zu DNA der öffentlich-Rechtlichen gehört und in praktisch jeder Sendung mitschwingt.

Corona

Auch die Einstellung zum Coronavirus ist zwischen Progressiven und Konservativen unterschiedlich. Die Progressiven sehen sich selbst nicht wirklich betroffen und sehen in Schul- und Grenzschließungen eher übertriebene Einschränkungen ihrer Freiheit.

Die Konservativen in meinem Bekanntenkreis sehen das völlig anders. Sie bringen ihre Kinder schon aus eigenem Antrieb nicht mehr in den Kindergarten und machen die Betreuung irgendwie möglich. Begegne ich ihnen auf der Straße, lassen sie ihre Kinder nicht zu mir kommen.

Sie berichten davon, dass andere Eltern auf diese Maßnahmen mit völligem Unverständnis reagiert hätten. Ich kenne diese Eltern und ich würde sie – richtig geraten – der progressiven Seite zuordnen.

Die Einstellung zu Corona scheidet sich auch an der Frage, wann und wie entschieden der Staat handeln sollte.

Die einen empfinden angekündigte Schulschließungen als Zumutung und lachen diejenigen aus, die ihre Besorgnis äußern. Sie sehen sich selbst nicht betroffen und verstehen zum Teil nicht, was es bedeutet wenn das Gesundheitssystem überlastet ist – was es auch für sie persönlich bedeuten kann.

Denn nur weil heute unter optimalen Bedingungen eine Altersgruppe praktisch nicht betroffen ist, bedeutet das ja nicht, dass man im Extremfall in komplett überfüllten Krankenhäusern überhaupt noch versorgt wird.

Manche Progressive verstehen diesen Zusammenhang, wenn ich ihnen meine Überlegungen nahebringe. Manche verstehen nicht. Die Konservativen hingegen scheinen sich beschränkte Ressourcen eher vorstellen zu können.

Denen muss man nicht erklären, warum die Anzahl der Infizierten zeitlich möglichst getreckt werden muss.

Auch an dieser Stelle bemerke ich einen Zusammenhang zum Medienkonsum. Bei den Progressiven nehme ich dieselbe Kritiklosigkeit gegenüber unserer politischen Elite wahr wie er mir in den öffentlich-rechtlichen Medien begegnet.

Die mögliche Überforderung des Gesundheitssystems war beispielsweise unter meinen konservativen Bekannten deutlich früher ein Thema. Bei den Progressiven wurde es erst ein Thema, als es in den Medien ein Thema wurde.

Einwanderung

Einen typischen Unterschied in der Geisteshaltung gibt es beim Thema Einwanderung.

Die Progressiven sehen Einwanderung eher unter einem moralischen Aspekt, während bei Konservativen eher der Beitrag der Einwanderer zum Wohlstand unserer Gesellschaft im Mittelpunkt steht.

Einwanderung ist wohl das Paradebeispiel für die Einseitigkeit unserer öffentlich-rechtlichen Medien. Die emotionalisierte Berichterstattung, die nüchterne und sachliche Betrachtungen praktisch komplett außen vor lässt, führt zu einem besonders starken Riss in unserer Gesellschaft.

Eigenverantwortung vs. Kindermädchenstaat

Ganz deutlich sehe ich einen Unterschied bei der Rolle des Staates. Das steht im engen Zusammenhang zu ihrer Wahrnehmung der Begrenztheit von Ressourcen.

Bei manchen Progressiven gewinne ich den Eindruck, dass sie wirklich glauben, Geld käme aus der Steckdose. Für sie ist Gerechtigkeit Umverteilung und Ergebnisgleichheit. 

Bei Konservativen steht im Vordergrund, dass Wohlstand erarbeitet werden muss, bevor man ihn verteilen kann. Für sie hat Gerechtigkeit etwas mit Leistungsgerechtigkeit zu tun. Wichtig ist ihnen, dass jeder die gleichen Chancen hat, nicht dass jeder das gleiche Ergebnis erzielt.

Die Konservativen in meinem Bekanntenkreis wollen keinen schwachen Staat. Sie sehen ganz klare staatliche Aufgaben wie innere und äußere Sicherheit, Katastrophenschutz und Anti-Kartellrecht und fordern in diesen Bereichen einen starken Staat.

Die Progressiven scheinen sich mit diesen Themen weniger zu beschäftigen und manche von ihnen nehmen Polizei und Bundeswehr als gesellschaftliches Problem wahr. Einen starken Staat wünschen sie sich bei Umverteilung und Sozialleistungen.

Bei diesem Thema kann wohl jeder den Fußabdruck des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erkennen.

Familienwerte

Besonders groß empfinde ich den Unterschied bei den Familienwerten. Konservative haben öfter eine Familie mit Kindern als die Progressiven.

Bei manchen der progressiven Eltern wundere ich mich, warum sie sich für Kinder entschieden haben. Sie scheinen ihre Kinder als eher als Belastung und Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit wahrzunehmen.

Das gilt nicht für alle progressiven Eltern, scheint mir aber weiter verbreitet zu sein als bei den Konservativen.

Die Geister scheiden sich auch an der Rolle des Staates bei der Kindererziehung. Konservative Eltern sehen die Verantwortung eher bei sich selbst

Sie glauben, dass die Eltern die Interessen ihrer Kindern vertreten sollten und nicht Personen, für die dies „nur“ ein Job ist. Dementsprechend nehmen Konservative Kinderrechte im Grundgesetz eher als Bedrohung war, nämlich als Eingriffsrechte  durch staatliche Institutionen.

Progressive Eltern sehen das deutlich unkritischer. Sie empfinden beispielsweise frühkindliche Sexualerziehung oft nicht als Problem – für jeden Konservativen, den ich darauf angesprochen habe, ist das hingegen ein kritisches Thema.

Überhaupt ist die Einstellung zu Feminismus und Gender ein Merkmal, an dem man sehr klar zwischen Progressiven und Konservativen unterscheiden kann. Für die einen sind Feministinnen Männerhasser, für die anderen bedeuten sie gesellschaftlichen Fortschritt.

Besonders das Thema Feminismus ist eines, was man sehr klar der öffentlich-rechtlichen Echokammer zuordnen kann. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist der vollalimentierte Nährboden auf dem sich solche Propaganda entwickeln kann.

Gesellschaft

Soweit ich das wahrnehme, ist die Intention sowohl Progressiver als auch Konservativer gut.

Beide möchten, dass es möglichst vielen Menschen mittel- und langfristig gut und besser geht. Die Konservativen sehen die Verantwortung dafür dies tendenziell lokaler, die Progressiven sehen das tendenziell globaler.

Was mir Sorgen bereitet ist, dass sich – trotz ähnlicher Intentiondie Werte und Ziele völlig widersprechen.

Denn auf der einen Seite steht (in unterschiedlichen Abstufungen) Kollektivismus und ein fürsorglicher Staat voller Eingriffe in die persönliche Lebensgestaltung, während auf der einen Seite Individualismus und Eigenverantwortung stehen.

Das mag übertrieben erscheinen, aber das ist das dahinter liegende Muster der Progressiven.

Man denke nur an erzwungene Vätermonate bei der Elternzeit (an die Leistung ist eine bestimmte Lebensgestaltung geknüpft) oder die Ökosteuer (soll explizit als Erziehungsmaßnahme auf die Lebensgestaltung wirken).

Die Akzeptanz solcher Eingriffe in die private Lebensgestaltung ist ohne den öffentlich-rechtlichen Rundfunk schwer vorstellbar.

Dafür mussten uns jahrzehntelang Schuldgefühlen eingeredet werden. Auf allen Kanälen, mal subtil, mal explizit, mal in Wissenschaftssendungen, mal im Unterhaltungsprogramm.

Ein milliardenschwerer Apparat war notwendig, dessen Propaganda vor allem bei den Progressiven gewirkt hat und die öffentliche Meinung allmählich nach links verschoben hat.

Konservative sehen die Aufgaben des Staates hingegen vor allem an den Stellen, die nicht individuell geleistet werden können.

Die Konservativen sehen auch die Gesellschaft als Ganzes, sie betonen aber – im Gegensatz zu den Progressiven – den Beitrag zur Allgemeinheit und die Leistungserbringer, nicht vor allem die Seite der Leistungsempfänger.

Progressive sehen eher die Verteilungsseite der Gesellschaft. Trotzdem steht ihr eigener Beitrag häufig hinter egoistischen Motiven zurück. So als sähen sie den direkten Zusammenhang nicht.

Fazit

Ich erkenne in vielen Äußerungen Progressiver den Einfluss des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Die in der marktfernen Echokammer erzeugten Emotionen wirken auch in Bereichen, die eine rationale und nüchterne Weltsicht dringend nötig hätten.

Diejenigen, die der öffentlich-rechtliche Rundfunk erreicht, sind häufig mit Fakten nicht mehr erreichbar, sie argumentieren mit Gefühlen und Schlagworten.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist gesellschaftsschädlich. Er treibt einen Keil in unsere Gesellschaft und gehört ersatzlos abgeschafft.

3 Kommentare zu „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk zersetzt unsere Gesellschaft“

  1. Ich bin mit diesem Artikel voll einverstanden. Je mehr die MSMedien, die Politik und Generation „Klimarettung und
    I-phone“ links-grün abgebogen sind, desto konservativer bin ich geworden. Zuerst habe ich dies dem älter werden zugeschrieben, aber ich denke, es hat mehr mit Vernunft und gesundem Menschenverstand zu tun. Die respektlose Art der Millenials der älteren Generation gegenüber, ist einfach furchtbar. Woher nehmen diese Grünschnäbel eigentlich das Recht? Die meisten von denen wohnen ja noch zuhause und leben vom Geld ihrer Eltern oder dann vom Staat. Direkt oder indirekt. Selten war so eine narzisstisch dumme Generation am Drücker. Kein Respekt für Nichts, ausser theoretisch für’s Klima und die angeblichen Flüchtlinge. Alles verdrehte Theorie. Und ja natürlich, da sind die MSM zu grossen Teilen mitverantwortlich.

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