Greta Thunberg: Die Instrumentalisierung einer minderjährigen Behinderten

Auf allen Kanälen, so der Bayerische Rundfunk, ist die junge schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg zum Shooting-Star avanciert.

Ein Fast-Noch-Kind mit ernstem Gesicht hielt der erwachsenen, aber unverantwortlichen Welt den Spiegel vor: „Ihr Umweltsünder macht unsere Erde kaputt, unsere Zukunft!“

Mir geht dieses moralisierende Gehabe des Mädchens gehörig auf den Zeiger. Noch mehr aber stört mich die Berichterstattung in den Medien, die sie zu einem Vorbild erklären. In Deutschland tun es ihr viele Schüler gleich und schwänzen freitags für den Klimaschutz die Schule.

Ich ging davon aus, dass Greta umweltbewusst erzogen wurde, um nicht zu sagen indoktriniert. Es passt für mich zu Schweden, zu einem links-progressiven Elternhaus, zum westlich-modernen Schulsystem. Jetzt machte mich jemand darauf aufmerksam, dass Greta unter Autismus leidet.

Im Alter von 11 Jahren wurde sie durch die Beschäftigung mit dem menschengemachten Klimawandel depressiv und hörte auf zu sprechen und zu essen. Anschließend wurden bei ihr das Asperger-Syndrom, Zwangsstörungen sowie selektiver Mutismus diagnostiziert.

Den zahlreichen Presseberichten über ihre Aktivitäten konnte ich das nicht entnehmen. Greta Thunbergs Wahrnehmung unserer Welt wird durch eine Krankheit beeinflusst, ihre Beschäftigung mit dem Klimawandel ist selbstzerstörerisch. Die Leitmedien erwähnen die Erkrankung, soweit ich sehen kann, konsequent nicht.

Dabei liegt die Frage nahe: Ist die Erkrankung möglicherweise für das fanatische, kompromisslose Verhalten Greta Thunbergs verantwortlich?

Das Asperger-Syndrom (AS) ist eine Variante des Autismus und wird zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen gerechnet. Merkmale sind einerseits Schwächen in der sozialen Interaktion sowie Kommunikation und andererseits stereotypes Verhalten mit eingeschränkten Interessen.

Lässt sich bei dem Mädchen nicht eine

umfassende Beschäftigung mit einem oder mehreren stereotypen und beschränkten Interessenmustern, die entweder hinsichtlich der Intensität oder hinsichtlich des Gegenstandes anormal sind

beobachten?

Viele Kinder und Erwachsene mit Asperger-Syndrom neigen dazu, unablässig und langatmig zu reden, meist über ihr Lieblingsthema, und missachten dabei oft vollständig, ob der Zuhörer an diesem Thema interessiert ist und das Gespräch mitträgt. Einige Autoren halten dieses monologische, egozentrische Reden, in dem sich deutlich die Unempfindlichkeit von Asperger-Menschen für soziale Feinheiten offenbart, für einen der auffälligsten Züge des Syndroms.

Spricht diese Fixiertheit auf das Klima nicht dafür, dass Gretas Verhalten (auch) krankheitsbedingt ist?

Während Menschen evolutionsbiologisch als Spezialisten für sozialen Kontakt bezeichnet werden, entwickeln Asperger-Patienten diese Spezialkompetenz nicht oder in unzureichendem Maße. Typischerweise haben sie jedoch andere Spezialinteressen, die in der Sache oder in ihrer Intensität ungewöhnlich erscheinen. Diese Interessen liegen oft in technischen oder naturwissenschaftlichen Gebieten wie Informatik, Mathematik, Physik, Biologie oder Astronomie. Andere Betroffene beschäftigen sich leidenschaftlich mit Musik oder dem Auswendiglernen verschiedenartigster Fakten.

Ist eine Erkrankung mit derartigen Auswirkungen auf das Verhalten nicht ein wesentlicher Aspekt bei einem Menschen, dessen Verhalten im Mittelpunkt der Berichterstattung steht und als vorbildlich propagiert wird?

Hans Asperger empfand die Emotionen seiner Probanden nicht als unterentwickelt, sondern eher als von andersartiger Qualität.

Die autistische Wissenschaftlerin und Erfinderin Temple Grandin äußerte sich so zu ihren Gefühlen: „Meine Emotionen sind einfacher als die der meisten anderen Menschen. Ich weiß nicht, was eine vielschichtige Emotion in einer zwischenmenschlichen Beziehung ist. Ich verstehe nur einfache Emotionen wie Wut, Furcht, Glück und Traurigkeit.“

Überschriften mit Aussagen Greta Thunbergs wie

„Alle sollen die Angst spüren, die ich selbst jeden Tag spüre“

und

„Ich will, dass Ihr in Panik geratet“

ordnen sich in diesem Kontext anders ein: Diese große Angst, diese Panik wirkt irrational und passt eher zu einer unmittelbaren Bedrohung wie einem Vulkanausbruch als zu einer langfristigen Veränderung des Weltklimas, das (auch) vom Menschen beeinflusst wird.

Gretha Thunberg setzt sich wahrscheinlich nicht nur wegen ihrer Behinderung für das Weltklima ein. Die Bedeutung des Umweltschutzes wird heute schon Kindergartenkindern beigebracht, in den Grundschulen beschäftigen sich Schüler mit Themen wie Recycling, Umweltverschmutzung und Klimawandel, halten Vorträge und besuchen Ausstellungen.

Aber es spricht einiges dafür, dass Greta Thunbergs Behinderung beeinflusst, wie sie sich gegen die Veränderung des Klimas engagiert: Dieser Absolutheitsanspruch, diese Kompromisslosigkeit, diese übermäßige, irrationale Angst vor der Katastrophe, der Fanatismus mit der sie ihre Botschaft transportiert, die Radikalität ihres Handelns.

Greta Thunberg für politische Zwecke zu instrumentalisieren ist falsch. Das Mädchen in seinem krankheitsbedingten und selbstzerstörerischen Verhalten noch zu bestärken, wie es ihre Eltern, internationale Klimaaktivisten und praktisch alle Leitmedien tun, ist widerlich.

In Berlin schwänzten gestern mehrere tausend Schüler nach Gretas Vorbild die Schule. Viele Erwachsene loben und unterstützen das – im Dienste der guten Sache.

Die Schwänzaktion wirkt eifernd, kindisch, kurzsichtig, dumm. Wie schrieb eine Hamburger Schulschwänzerin? „WIR SOLLTEN ÖFTER MAL WIEDER ZU KLEINEN KINDERN WERDEN.“

Selbstverständlich. Der Beifall von Politik und Medien ist ihnen sicher. Der Maßstab ist ein Mädchen mit Asperger-Syndrom und Zwangsstörungen, die durch ihre Beschäftigung mit diesem Thema in eine Depression gestürzt wurde.

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22 Kommentare zu „Greta Thunberg: Die Instrumentalisierung einer minderjährigen Behinderten“

  1. Natürlich ist das Mädchen leicht gestört, was doch aber noch so gerne instrumentalisiert wird. Leider sind auch das ganze Umfeld, und die Beifall Klatscher genau so gestört. Es erinnert mich alles an das „Refugee Welcome“-Klatschen anno 2015. Die Schöne Neue Welt ist sich nicht zu schade, Alle und Alles zu missbrauchen, was auf ihrer links-grün-sozialistischen-Klima-Gender und PC-Weltanschauung beruht und sie auch nur irgendwie unterstützt. Die ganze Welt ist wahnsinnig geworden, und alle schauen zu und klatschen.

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    1. Uns geht es so gut, dass wir die Dinge aus dem Blick verloren haben, die unsere Gesellschaft zu dem gemacht haben was sie ist. Die Sicherung und der Ausbau von Freiheit und Wohlstand verliert an Bedeutung, Leistungsbereitschaft ist ein Symbol für das Rückständige, innerer Sicherheit wird kein wirklicher Wert beigemessen. Selbst radikalste Forderungen werden bejubelt als seien sie eine Heilsbotschaft.

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      1. Hier sowas teht oft eine ganze Industrie und Ideologie..ihre Eltern die ihre Geld mit CO2 Zertifikaten verdienen haben ihr Kind zu eine Art „CO2-Superstar“ aufgebaut. Erstaunlich ist das der ganze CO2-Schwindel schon laängst widerlegt wurde..es geht nur um Geld und andere Sachen dort.

        Andere Sachen:
        Wußten sie eigentlich das viele Kommunisten heutzutage im Umweltschutz tätig sind, weil sie darüber eher ihre politischen Ziele durchbringen können?

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  2. Das ist mir zu ver-psychologisiert. Die meisten psychologischen und psychiatrischen Diagnosen sind eh nicht viel wert – frag 4 Psychologen und du kriegst 4 verschiedene Diagnosen. Ich selbst bin auf der Aspie Skala deutlich ausserhalb des „Normalen“, was aber keine „Behinderung“ ist. Zum Ausgleich habe ich einige Inselbegabungen, die ich manchmal eher als Behinderung empfinde. Ich kenne auch einen wirklichen Autisten, der sich fast vollstaendig abgekapselt hat. Asperger und Autismus in den selben Topf zu werfen ist nicht hilfreich.

    Aber grundsaetzlich stimme ich zu, dass insbesondere eine Jugendliche, die mit dem Asperger Syndrom hadert (man lernt spaeter im Leben damit umzugehen), und deshalb mit sozialen Kontakten ihre Schwierigkeiten hat, sehr vulnerabel ist, wenn sie die Moeglichkeit hat ploetzlich ‚(social) media star‘ zu werden. Ihr Risiko wird das schwarze Loch sein, in welches sie faellt, wenn der Rummel vorbei ist, und sich keine Sau mehr fuer sie interessiert, da sie nie etwas interessantes zu sagen hatte. Den Gruenen und Linken Propagandisten ist aber kein Opfer zuviel, so lange es der Propaganda nutzt.

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    1. Wie man Asperger richtig einordnet weiß ich nicht, ich bin medizinischer Laie – Wikipedia meint, es ist eine Variante des Autismus. Mir geht es um die beschriebenen Symptome, und die weisen darauf hin, dass die übersteigerten Reaktionen des Mädchens auf die Klimaveränderung, ihre radikalen Handlungen und ihre kompromisslosen Forderungen auf ihre Behinderung zurückzuführen sind.

      Ich habe mich mit den Symptomen näher beschäftigt, weil ich vermeiden wollte, ihr Urteilsvermögen in Frage zu stellen, nur weil sie behindert ist. Mich nervt es aber, dass die Medien diese Information verschweigen. Alle jubeln, sie wird gehyped und hofiert, der ganze Rummel schadet ihr möglicherweise, und kein Journalist kommt auf die Idee, seine Leser auch nur über die Behinderung zu informieren.

      Inzwischen mehren sich die Hinweise, dass die ganze Aktion von Anfang an gesteuert und das Mädchen nicht nur ausgenutzt, sondern auch gezielt instrumentalisiert wurde (siehe z.B. Danisch). Die Eltern scheinen einen erheblichen Anteil daran zu haben.

      Es wird so enden, dass die Presse wieder komplett lächerlich dasteht, weil sie wieder tendenziös (links-grün jubelnd) und selektiv (bewusstes Verschweigen der Behinderung) berichtet hat. Die Glaubwürdigkeit der Leitmedien schwindet immer mehr. Das Mädchen wird die Leidtragende sein.

      Es begann mit einem Schulstreik in Schweden, und dort hätte es enden können. Dann lief die Relotius-Maschinerie an.

      Gefällt 4 Personen

      1. Nach dem was Danisch gerade gepostet hat (Interview, auch mit freier Rede), ist sie keinesfalls Autistin. Sie wirkt altersgemaess unsicher und relativ normal. Probleme wird sie erst haben, wenn sie keine Aufmerksamkeit mehr bekommt, wie das bei vielen Hollywood Kinderstars auch war.

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        1. Der plumps kommt ziemlich sicher, luisman.

          Falls du aber dieses Video meinst:

          dann wirkt sie nicht altersgemäß und schon gar nicht unsicher auf mich. Sie macht den Eindruck einer komplett emotionslosen Maschine, oder, wie Danisch es in einem anderen Artikel formulierte: „Ihr Mund wirkt wie eine Linie“.

          Das ist, pardon, in meinen Augen nicht „altersgerecht“.

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            1. Interessant. Möglich, allerdings schwer zu glauben „dass dieses Mädchen kein Asperger habe und schauspielert“. Dann wäre doch auch diese Information Teil der Instrumentalisierung, oder? Stattdessen habe ich in der Presse nichts über eine Behinderung gelesen. Passt nicht zusammen.

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  3. Mal abgesehen davon, dass ich dieses Mädchen ob ihrer Art und des Auftretens total unsympathisch und, pardon, abstoßend empfinde, erinnern mich solch ‚Herzchen‘ u.a. an Mädchen wie diese Hornbebrillte, die eine Abschiebung verhindern wollte.

    „… Gretha Thunberg setzt sich wahrscheinlich nicht nur wegen ihrer Behinderung für das Weltklima ein. Die Bedeutung des Umweltschutzes wird heute schon Kindergartenkindern beigebracht …“

    Yep – das ist so. Mein Kind hat in der dritten Klasse eine s.g. „Afrika-Woche“ im Rahmen ihrer „Erzieherinnen“ (eigene Worte) mitgemacht und war erst vollkommen entsetzt, als ich ihm dezent mal erklären wollte, was Fertilisation, Ressourcen und diesbezüglicher Missbrauch eigentlich für Konsequenzen hat.

    Wie auch immer: Ich frage mich, wer da wen missbraucht! Die Indoktrinierer oder solche Grazien wie diese Greta …

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  4. Mich wundert nicht, dass eine 11-jährige auf die andauernde mediale Klimawandel-Panikmache mit einer nachhaltigen Verschlechterung der psychischen Befindlichkeit und Wahrnehmung reagiert. Die Klimawandel-Panikmacher selbst scheinen nicht ganz bei voller geistiger Gesundheit oder Reife zu sein. Nur so kann ich mir erklären, dass eine Greta Thunberg von der Öffentlichkeit so gefeiert wird. Der mediale Spin auf Wikipedia ist halt, dass sie aufgrund des Klimawandels, den die Erwachsenen herbeiführen anstatt gegen ihn anzugehen, krank geworden ist. Und dazu passt, dass sie jetzt will, dass alle Angst und Panik bekommen. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem die Saat der jahrzehntelangen Angst- und Panikmache so richtig aufgeht und ich – zumindest auf staatsmedialer und öffentlicher Ebene – keine wirkliche Linie mehr erkennen kann, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene voneinander trennt. Mit anderen Worten: es mag sein, dass Kinder und Jugendliche instrumentalisiert werden, aber es scheint auch so, dass sich diese Kinder und Jugendliche gerne instrumentalisieren lassen.

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      1. Was ist denn am Klimaaktivismus schon plausibel? Schon vor Jahrzehnten haben Wissenschaftler Kritik an den offiziellen Doomsday-Prophezeiungen geübt, und schon damals gab es keine wirkliche Debatte, sondern nur ein politisch korrektes Szenario, das gefälligst von allen anerkannt werden soll. Die Thunberg und andere Kinderkreuzritter sind lediglich die Konsequenz jahrzehntelanger Dauerpropaganda- und Angstmache.

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