Jammerfrauen vergiften ihre Beziehung und ihr Leben

Bei Bento beklagen sich Frauen darüber, dass sie mit ihren Freunden nicht über das Thema „Frauen“ sprechen können.

FÜHLEN
So reden junge Paare über Gleichberechtigung: „Sobald es um ‚Frauen‘ geht, streiten wir“

Bei der Überschrift konnte ich mir ein Lachen nicht ganz verkneifen: „Fühlen“. Bento und seine Leser werden wohl niemals erwachsen.

Luisa, 31, und Simon, 34, wohnen seit zwei Jahren in Frankfurt in einer gemeinsamen Wohnung.

Junge Paare. Aha. Vom Alter her sind Bento und seine Protagonisten erwachsen. Als 18-jähriger waren alle ab 30 alt für mich.

Luisa: Ich bin mit der Überzeugung aufgewachsen, dass ich alles machen und erreichen kann, was Männer können. Über Gleichberechtigung habe ich lange gar nicht nachgedacht.

Ich verstehe nicht, warum sie Männer als Bezugsrahmen verwendet. Wenn Frauen nur das erreichen können, was Männer erreichen können, wirkt das auf mich nicht sehr innovativ.

Ich arbeite in einer Werbeagentur und trug schnell viel Verantwortung. Aber ich muss mir auch immer wieder dumme Sprüche anhören. Mein Chef wollte beispielsweise, dass ich ihn zu einem wichtigen Gespräch begleite. Zwei meiner Kollegen haben dann gewitzelt, er wolle ja nur was Junges, Blondes.

Luisa selbst erhebt nicht den Vorwurf gegen ihren Chef. Das tun die Kollegen, die sie nur zitiert. Luisa bekommt die Chance, an einem wichtigen Gespräch teilzunehmen. Ihre Kollegen bekommen diese Chance nicht. Darüber machen sie Witze.

Sicherheitshalber schreibt Luisa nicht, ob am Vorwurf, sie würde aufgrund ihres Geschlechts und Alters bevorzugt, etwas dran ist.

Das hat mich so wütend gemacht.

Die Kollegen vielleicht auch, schließlich hatten sie nicht die Chance sich zu präsentieren.

Zuhause rege ich mich darüber auf,auch über meine Chefs. Viele von ihnen sind Männer und, leider, eine Katastrophe. Wirklich, das sind Luftpumpen.

Ich verstehe. Luisa ist die einsame kompetente Person. Alle anderen sind „Luftpumpen“.

Für mich disqualifiziert sich Luisa für jeden Job, weil sie sich selbst überhöht, indem sie andere herabsetzt. Arrogante Menschen sind keine guten Teamplayer.

Warum gibt es die Firma denn noch, wenn sie Versager als Führungskräfte hat, aber kompetente Menschen wie Luisa klein hält? Vielleicht sollte Luisa sich selbstständig machen und allen zeigen, wie erfolgreich sie wirklich sein kann.

Die Konkurrenz ihrer alten Firma hätte sie ja nicht zu fürchten, das sind ja alles „Luftpumpen.“

Ich kann eigentlich verstehen, dass Simon sich angegriffen fühlt, wenn ich dann so über Männer rede. Wenn er sowas über Frauen sagen würde, würde ich ausrasten.

„Eigentlich“ kannst du das verstehen, Luisa? Aber nicht wirklich? Du lieferst selbst das Beispiel mit vertauschten Rollen, aber eine Schlussfolgerung kannst du nicht ziehen?

Vielleicht vergesse ich manchmal, dass er nicht meine beste Freundin ist, sondern ein Mann. Er sagt dann, ich übertreibe oder: „Du steigerst dich da rein.“

Luisa findet es falsch, mit einem Mann über ihre Sichtweise zu reden. Denn da kommt nur Widerspruch. Besser wäre es mit Frauen darüber zu reden, da wären sich – so verstehe ich das – schnell alle einig, dass die Männer an allem Schuld sind und nichts können.

Das ist so erbärmlich: Ihre Argumente können nicht einmal ihren Freund überzeugen, ihre Firma funktioniert, obwohl die Männer „Luftpumpen“ sind und sie merkt selbst, wie sexistisch ihre Sprüche sind (wenn sie die Rollen vertauscht).

Luisa merkt, dass ihr feministisches Weltbild an der Realität zerschellt, also flieht sie vor der Diskussion. Hinein ist die abgeschottete Blase der Feministinnen.

Mich erinnern solche Sätze an Leute wie meinen Kollegen. Der glaubt, Sexismus gebe es nicht. Eine Vorgesetzte nennt er aber „Hexe“, nur weil sie etwas durchsetzungsstärker ist.

Hätte er einen männlichen Vorgesetzten würde er ihn vielleicht „Wichser“ nennen. Soll das das ein Beispiel für Sexismus sein? Ganz armselig, Luisa.

Ich finde schon, dass viele Männer da ziemlich ignorant und unreflektiert sind.

Ja, Luisa. Diese Männer. Ignorant und unreflektiert. Immer nur die anderen. Ist schon klar.

Simon würde sowas zwar nie zu einer Frau sagen. Aber, wenn er mich nicht ernst nimmt, werde ich natürlich super emotional.

Und diese Emotionalität, Luisa, das ist die ganz große Stärke von Frauen. Nur Sexisten würden behaupten, dass die von dir hier zur Schau gestellte Unfähigkeit, sachliche Diskussionen zu führen, eine Schwäche wäre.

Es liegt nur an den anderen.

Simon:
Luisa wird bei dem Thema schnell emotional und polarisierend. Es eskaliert fast immer. Sie bringt meiner Meinung nach auch schon eine gewisse aggressive Grundhaltung mit.

Ja, Simon, das schreibt sie ja selbst.

Lauf.

Ihre Chefs sind fast alle männlich und sie hält nicht viel von ihnen. Wenn sie sich in Rage geredet hat und nicht so gut drauf ist, sagt sie Sachen wie: „Männer haben nichts drauf.“

Ich denke, damit kann man das Thema Luisa abschließen. Feminismus bedeutet nicht Männerhass. Nein. Wenn man Feministinnen durchweg zustimmt, hat man vielleicht auch mal einen ruhigen Abend.

Lauf, Simon, lauf.

Es bleibt noch ein Satz von Simon. Ganz trocken und sachlich. Und er bringt alles auf den Punkt:

Wenn es wirklich so schlimm ist oder sie einschränkt, kann sie wechseln.

Simon nimmt Luisa in die Verantwortung für ihr eigenes Leben. Sie soll handeln statt mit emotionalem, aggressiven Gejammer ihre Leben und ihre Beziehung zu zerstören.

Dieser Satz zerlegt auch Luisas Argumentation völlig: Wäre sie wirklich so gut und die anderen so schlecht, dann sollten ihr alle Türen offen stehen.

Das scheint aber nicht der Fall zu sein.

Luisa handelt wie ein Kind: Nicht eigenverantwortlich jammert sie über die Situation, gibt nur anderen die Schuld und unternimmt selbst nichts um die Situation zu verbessern. Selbstzerstörerisch reibt sie sich stattdessen an diesem Thema auf und zieht sich damit immer weiter runter, weil sich die Erkenntnis verfestigt, dass sie selbst nichts an dieser Situation ändern kann. Der daraus folgende Streit mit ihrem Freund belastet die Beziehung.

Miriam, 31, und David, 34, sind seit sieben Jahren ein Paar und wohnen seit zwei Jahren zusammen.

Das nächste Pärchen ist ebenfalls 31 und 34 Jahre alt und die Geschichte ist noch abgefahrener.

Sobald ein Gespräch auf das Thema Frauen kommt, streiten wir. Ich habe lange hormonell verhütet und als ich damit durch war, begonnen, meinen Körper ganz anders wahrzunehmen.

Ich habe den Zusammenhang zwischen dem ersten und dem zweiten Satz nicht verstanden. Es gibt ihn nur in Miriams Kopf: Das „Thema Frauen“ ist für sie offensichtlich gleichbedeutend mit weiblichen Körperfunktionen.

Sieh zu, dass du Land gewinnst, David.

Das Gerede über PMS und Eisprünge ist David irgendwann auf die Nerven gegangen. Interesse daran hat er nie gezeigt.

Dabei weiß doch jeder, dass es nichts wichtigeres gibt als weibliche Körperfunktionen. Ich finde interessant, was Bento so alles unter der Überschrift „Gleichberechtigung“ zusammenfasst.

Ich finde, als Mann, der mit einer Frau zusammen ist – und vielleicht ja mal Töchter hat – kann man sich dafür mal interessieren. Dazu gehören ja auch andere Themen wie Verhütungsmethoden, Geburt und so. Schließlich lebt die Hälfte der Bevölkerung damit und es herrscht auf beiden Seiten noch so viel Unwissen

Miriam merkt gar nicht, wie irre das ist, was sie daherredet. Männer müssen sich einfach dafür interessieren, weil es die Hälfte der Bevölkerung betrifft? Weil sie mit einer Frau zusammen sind? Das ist für Bento „Gleichberechtigung“?

Wie wäre es, liebe Miriam, wenn man von dir verlangen würde, dich für Davids Wichsvorlagen zu interessieren? Schließlich lebst du mit ihm zusammen. Und die Hälfte der Bevölkerung ist betroffen!

Manchmal übertreibt er es aber auch und steckt mich in so eine Schublade.

Er sollte dich dort lassen und fliehen.

Wir haben beispielsweise über Heiraten und Namensänderung gesprochen.

David, tief in dir drin weißt du doch, dass sie irre ist. Wer würde sonst solche selbstbezogenen Themen für derart wichtig halten?

David: […]  Sie will emanzipiert sein, fällt dann aber in Klischees zurück und erwartet zum Beispiel, dass ich ihr einen Heiratsantrag mache.

Weil sie eine selbstsüchtige Person ist, David. Ihr Denken scheint sich ausschließlich um ihre lächerlichen Befindlichkeiten zu drehen, mit denen sie eure Beziehung vergiftet.

Miriam ist auch unselbstständig: Wenn David aus ihrer Sicht ein Sexist ist, weil er bezüglich des Familiennamens zu viel von ihr verlangt, warum trennt sie sich dann nicht? Warum jammert sie lieber öffentlich darüber?

Die Frauen in diesem Artikel sind unselbstständig, sexistisch und arrogant. Sie übernehmen keine Verantwortung und jammern nur statt zu handeln.

Merken das die Feministinnen nicht? Warum veröffentlichen sie solche Artikel auf ihren feministischen Plattformen? Es scheint, als erwarteten sie von Frauen nicht das gleiche wie von Männern.

Feministische Frauen in den Dreißigern. Selbstbezogenes Gejammer, gepaart mit dem Anspruch, von Männern auf Händen getragen zu werden.

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11 Kommentare zu „Jammerfrauen vergiften ihre Beziehung und ihr Leben“

  1. Kleiner Tipp an Simon:
    Nimm die Luisa nicht ernst, sondern von hinten, wenn sie mal wieder „super emotional“ ist.
    So einfach ist das leider nicht. Aus Erfahrung kann ich dir sagen: Nichts tötet Libido und Zuneigung schneller und zuverlässiger als diese ständige Jammerei.
    Das schlimme daran ist, diese Frauen halten das Genörgel für gelunge Kommunikation.

    Sieh zu, dass du Land gewinnst, David.
    Dies. Tu es, jetzt.

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  2. „…Namensänderung …“

    Ich finde es ausgesprochen witzig, wenn es als feministische Großtat gefeiert wird, wenn statt des Familiennamens des Ehegatten der Familienname des Braut-Vaters, Braut-Großvaters, Braut-Urgroßvaters etc. genommen wird…

    Gefällt 1 Person

  3. Ich finde solche Themen/Fragen genial, und solche Deppenzeitschriften erleichtern einem die Arbeit. Man kann sowas zum rasend schnellen Aussortieren nutzen.

    Bei Frauen sollte man immer fragen, ob sie sich mit ihrem Vater gut versteht. Wenn nicht, hat sie meist generell Probleme mit Maennern. Wenn sie den Braten riecht oder drum herum schwafelt, dann kann man auch fragen:
    Wuerdest Du bei einer Heirat den Familiennamen des Mannes annehmen? Wenn sie auch nur bei der Antwort zoegert, dann gleich mal dicker Minuspunkt.
    Faendest Du es gut, wenn Tampons und Binden fuer Frauen kostenlos waeren? [Fangfrage 😉 ]

    Mit ueber 100 Einstellungsgespraechen auf dem Buckel, fragte ich da auch immer, ob er/sie mit ihrem jetzigen/frueheren Chef Probleme hatten (nicht unbedingt so direkt). Wer anfing vom Leder zu ziehen flog aus dem Stapel; bei Mauschelantwort landete die Bewerbung am Boden des Stapels. Einen Staenkerer braucht man echt nicht in der Firma.

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  4. Liest das den keiner Mal zur Kontrolle vorab durch? Ich wette aus Bentos Sicht sind es selbst in diesen Fällen immer die Männer mit dem Sexismus Problem, obwohl das Gegenteil der Fall ist.

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  5. Gute Analyse – danke hierfür!

    Einige Punkte oben finde ich etwas zu stark formuliert. Z. B. scheint es mir legitim, wenn eine Frau erwartet, daß ihr Partner sich auch mal für ihre Menstruation, Verhütung, Wechseljahre u. dgl. interessiert.

    Im Gegenzug scheint es mir durchaus geboten – und dies wird ja oben im Artikel erwähnt -, daß die Frau sich eben auch mal für die Besonderheiten ihres Partners interessiert: für seinen Haarausfall, seine Hämorrhoiden, oder seine Tränensäcke.

    Das Gebot wäre also: Gegenseitigkeit.

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    1. Genau das ist der Punkt: Es geht ja nicht darum worüber man sich in einer Beziehung gemeinsam Gedanken macht.

      Ich wähle starke Formulierungen, weil das kein normales Gespräch zwischen Partnern ist. Das sind die Themen, die sie wählt, wenn sie von einem Dritten auf das Thema Gleichberechtigung angesprochen wird. Gleichberechtigung bedeutet für sie offensichtlich eine Anspruchshaltung gegenüber dem Mann. Er hat sich für alles zu interessieren, was ihr gerade durch den Kopf geht.

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