Fefe und die „richtigen“ Schwulen

Fefe hatte mal wieder einen Geistesblitz:

Jens Spahn legt nach, diesmal über „ungeborenes menschliches Leben“. Wow. Hat dem mal jemand erzählt, dass in seinem Wertesystem seine Homoehe als Sodomie einzuschätzen und zu bekämpfen wäre?

Fefe spielt auf Spahns Homosexualität an und meint, dass er wegen „seiner“ Homoehe ein „Wertesystem“ vertreten müsste, welches auch Abtreibungen erlaubt.

Schwule dürfen Fefes Ansicht nach keine eigene Meinung zum Thema Abtreibung haben. Für Fefe heißt es: Wer Homoehe sagt, muss auch Abtreibung sagen.

Aber warum? Das sind zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben. Homosexualität und Homoehe, genau wie Heterosexualität und Heteroehe haben keine Opfer – solange alles im Konsens passiert.

Das ist bei einer Abtreibung anders: Hier wird ein menschlicher Fötus abgetötet.

Abtreibung ist kein einfaches Thema: Wenn eine Abtreibung nur eine alltägliche medizinische Prozedur ist, nichts besonderes, ganz normal: Warum dann nicht auch dem Kindesvater das Recht einräumen, gegen den Willen der Schwangeren eine Abtreibung zu verlangen, weil er kein Vater werden möchte?

Hier wird der Irrsinn der Debatte erkennbar: Für die Einen handelt es sich nicht um menschliches Leben, sondern um Gewebe, bestenfalls einen „Fötus“, den man abtöten kann.

Für die Anderen handelt es sich bei einem Fötus im selben Entwicklungsstadium um ein menschliches Baby, was nur noch nicht aus dem Uterus der Frau heraus ist, und dessen Leben heilig ist und das man auf keinen Fall töten kann.

Der einzige Unterschied ist der Standpunkt der Schwangeren.

Will sie das Kind nicht, muss man es töten; möchte sie das Kind austragen ist das gleiche Kind um (fast) jeden Preis schützenswert.

Ganz offensichtlich ist Abtreibung kein einfaches Thema. Um eine Diskussion führen zu können muss man zunächst die Realitäten anerkennen.

Was Fefe hier tut ist das Gegenteil davon: Er vermischt Dinge, die nichts miteinander zu tun haben. Und dann verlangt er auf Basis der Moral und dieser sehr einseitigen und simplifizierten Betrachtungsweise, dass Schwule gefälligst die gleiche Meinung haben mögen.

Aber: Homosexualität und Abtreibung, das ist nicht das gleiche Spiel, es ist nicht dieselbe Liga, es ist nichtmal derselbe verdammte Sport!

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6 Kommentare zu „Fefe und die „richtigen“ Schwulen“

  1. Der marxistische Glaube schreibt vor, dass das zusammengehört.

    Eine Abweichung von marxistischen Glauben findet nicht statt.

    Jeder marxistische Gläubige hat die Pflicht, sämtlich alle Bestandteile des marxistischen Glaubens zu denken, zu leben, ständig vor sich herzubeten und unabhängig von anderen Glaubensinhalten stets zu 100% zu vertreten und zu verteidigen.

    Lästiges Überdenken von mehr als einem marxistischen Glaubensinhalt ist nichtstatthaft und nicht ratsam. Bei dementsprechenden Anfällen und Neigungen ist sofort der nächste marxistische Hohepriester aufzusuchen.

    Gefällt 3 Personen

  2. Es kommt ja noch dazu, dass man Abtreibungen nicht moralisch verteidigen kann. Und welche Frau geht zu ihrer Freundin und sagt: Hey, bei der Aerztin gibt es ganz tolle Abtreibungen; musste unbedingt mal ausprobieren.

    Homosexualitaet kann man ausserhalb der religioesen Moraldoktrin durchaus moralisch verteidigen.

    Gefällt 1 Person

  3. Käptn Hirnlos aka Fiffie kannhalt in seine denkbefreite Zone hinter seiner fettbehangenen Stirn einfach nicht den Gedanken hegen, dass Konservative kein Problem mehr mit einfachem schwul sein haben, der Platz wird eingenommen vom Traum den Islam zu Reformieren.
    Man wächst halt an seinen Zielen.

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