Die Anspruchshaltung von Gutmenschen schürt Rassismus

Bei wdr.de wird über die Zustände in einer Flüchtlingsunterkunft berichtet.

Flüchtlinge beklagen Zustände in Oerlinghausener Unterkunft

Die Zustände müssen so furchtbar sein, dass sich hoher Besuch angekündigt hat.

Staatssekretär Andreas Bothe aus dem NRW-Integrationsministerium hat sich Freitag (19.01.2018) ein Bild über die Zustände in der Oerlinghauser Flüchtlingsunterkunft gemacht.

Ein Staatssekretär kommt extra vorbei und schaut sich die Situation an.

Der Rat der Stadt hatte sich an das Land gewendet, weil die Kriminalität rund um die Unterkunft angestiegen ist.

Steigende Kriminalität geht oft mit einer allgemeinen Verwahrlosung der Gegend einher. Es klingt so, als sei der Grund des Besuches, dass sich die Situation der Stadt verschlechtert hat, seit die Flüchtlinge hier untergebracht werden.

Nun melden sich aber auch Flüchtlings-Organisationen zu Wort und die Menschen selbst, die dort untergebracht sind, und zwar mit einer Petition. Sie fordern vor allem einen menschenwürdigeren Umgang mit ihnen, der nicht immer gewährleistet sei.

Gutmenschen in Flüchtlings-Organisationen und die Bewohner der Unterkunft melden sich ebenfalls zu Wort. Auf die Probleme der Stadt – Probleme, die es vor ihrem Einzug in die Flüchtlingsunterkunft nicht gab – gehen sie nicht ein.

Stattdessen erheben sie schwere Vorwürfe. Mit ihnen würde nicht menschenwürdig umgegangen. Nicht menschenwürdig, das ist so ziemlich der maximal mögliche Vorwurf.

Räume und Toiletten der Unterkunft sollen nicht sauber sein

Sicher keine schöne Situation. Aber sind das unlösbare Probleme für die Flüchtlinge und ihre Helfer?

Gibt es im Alltag der Flüchtlinge keine zeitlichen Freiräume für die Reinigung ihrer Unterkunft? Kann man von ihnen nicht erwarten, was jeder andere bei sich zu Hause tut?

Fürchten die Flüchtlinge und ihre Helfer nicht, dass dies als überbordende Anspruchshaltung wahrgenommen wird?

Zimmer seien zu voll: Oft seien mehr als vier Personen untergebracht

Es wird nicht behauptet, dass es in diesen Zimmern zu wenige Betten oder Schränke gäbe. Wahrscheinlich sind manche Räume einfach für mehr als vier Personen ausgelegt.

Es gibt sicherlich schönere Wohnsituationen, aber ist das menschenunwürdig? Wurden Wehrdienstleistende auf ihren Stuben früher ebenfalls menschenunwürdig untergebracht?

Auch hier: Fürchten die Flüchtlinge und ihre Helfer nicht, dass dies als überbordende Anspruchshaltung wahrgenommen wird?

An der Kantine wird kritisiert, dass es dort kein gesundes Essen gebe.

Ist das wirklich eine typische Forderung von Menschen, die verfolgt wurden und unter Lebensgefahr nach Deutschland gekommen sind? Die hier ein Obdach bekommen und versorgt werden?

Kommt das den Flüchtlingen und ihren Helfern nicht irgendwie unverschämt vor?

Auch die ärztliche Versorgung soll nach 16 Uhr und an Wochenenden ungenügend sein.

Nach 16 Uhr und am Wochenende habe ich ebenfalls Schwierigkeiten meinen Hausarzt zu erreichen. In dringenden Notfällen muss ich in die Notaufnahme, in den allermeisten Fällen warte ich bis zum nächsten Tag oder bis zum Montag.

Gerade bei der ärztlichen Versorgung frage ich mich, ob es wirkliche keine Rolle spielt, dass die Zustände hier wahrscheinlich eine Größenordnung besser sind als die Zustände in ihren Herkunftsländern. Ist es wirklich angemessen, sich darüber zu beschweren?

Auch der Vergleich mit der Situation aller anderen Menschen in Deutschland zeigt, dass die Beschwerde obszön ist.

Außerdem fordern die Flüchtlinge, dass die „Flüchtlingshilfe Lippe“ weiter vor Ort bleiben soll. Ob und wie der Verein weiter macht, wird zurzeit noch beraten. Bisher sind sich die Landesregierung und der Verein aber noch nicht einig geworden.

Niemand hindert den Gutmenschen-Verein, weiterhin vor Ort zu bleiben. In Wahrheit wird es hier um Geld gehen, was die ganze Verlogenheit des Vereins zeigt: Sie nutzen die Flüchtlinge um weiterhin Geld vom Steuerzahler zu bekommen.

Der Verein ist auf die Argumentation angewiesen, dass die Flüchtlinge menschenunwürdig untergebracht sind. Nur so hat er eine Daseinsberechtigung und kann Geld vom Steuerzahler einfordern.

Warum fragt niemand, was dieser Verein bisher getan hat, um die angeblich menschenunwürdige Situation zu verbessern? Der Verein, der die ganze Zeit „vor Ort“ war!

Wie man Rassismus schürt

Es fällt auf, dass die Flüchtlinge und der Verein „Flüchtlingshilfe Lippe“ auf die Vorwürfe der Anwohner – steigende Kriminalität – für die sie aller Wahrscheinlichkeit nach verantwortlich sind, nicht eingehen.

Fällt denen wirklich nicht auf, dass diese Arroganz kontraproduktiv ist?

Merken die Flüchtlingshelfer vom Verein „Flüchtlingshilfe Lippe“ nicht, dass sie mit diesem Verhalten viele Vorurteile bestätigen?

Ihre Petition überreichten die Bewohner auch Staatssekretär Bothe. Er sagte, das Ministerium werde die Forderungen genau prüfen.

Andreas Bothe (FDP) will die Forderungen „genau prüfen“? Ist das ein Witz?

Hat keiner mehr die Kraft, das Offensichtliche auszusprechen, auch wenn man mit Gegenwind rechnen muss?

Die Menschen in der Unterkunft verursachen Kriminalität, gehen auf dieses Problem gar nicht ein und stellen dann auch unangemessene Forderungen?

Und Andreas Bothe glaubt, die angemessene Reaktion darauf ist, wie üblich, nur diplomatische Floskeln abzusondern? Sollte man nicht auch mal deutliche Wort finden?

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9 Kommentare zu „Die Anspruchshaltung von Gutmenschen schürt Rassismus“

  1. Die Überschrift des Artikels verstehe ich nicht. Es geht um den politischen Krampfbegriff „Rassismus“.

    Denn strenggenommen gibt es gar keinen „Rassismus“. Es gibt nämlich niemanden, der sich selbst als „Rassisten“ bezeichnet.
    Wenn es so jemanden gäbe, könnte man sich ja mal anhören, was er zu sagen hat. Dann hätte man eine klare Definition.
    Aber da es so jemanden nicht gibt, ist das Wort „Rassismus“ nur ein politischer Krampfbegriff, was dazu führt, dass man alles Mögliche und Unmögliche als „rassistisch“ definieren kann.
    Ein Beispiel:
    Es gibt tatsächlich Leute, die der Meinung sind, es sei „rassistisch“, Milch zu trinken.
    Bleiben wir bei Milch: Es gibt auch Leute, die der Meinung sind, es sei „rassistisch“, wenn eine Afrikanerin Reklame für Schokoladenmilch macht.

    Zurück zum Artikel:
    Es geht um ein Asylantenheim und um Asylanten, die nach geltendem Recht gar nicht hier sein dürften (siehe Art. 16a GG).
    Diese Asylanten verursachen schwerwiegende Probleme, worüber die Anwohner alles andere als erfreut sind.
    Doch das interessiert die Politik in keinster Weise. Stattdessen „prüfen“ die Politiker unverschämte Forderungen, die von den Asylanten und Gutmenschen gestellt wurden.

    Das alles macht die Anwohner natürlich wütend. Doch diese Wut ist völlig berechtigt.
    Wenn die Politik also etwas schürt, dann ist das diese Wut. Mit „Rassismus“ hat das aber rein gar nichts zu tun.

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    1. Durch die Gutmenschen wird für viele Menschen erst offensichtlich, welche Zustände in der Unterkunft herrschen. Und dass die Bewohner nicht Willens sind, selbst etwas an diesen Zuständen zu ändern.

      Warum kann das nicht dazu führen, dass manche Menschen zu der Überzeugung kommen, dass bestimmte Gruppen von Menschen (die in der Unterkunft) beispielsweise faul sind? Das ist ein gruppenbezogenes Vorurteil. Die Gruppen sind beispielsweise Schwarze oder Araber.

      Was ist das anderes als Rassismus?

      Durch die überzogenen Forderungen der Gutmenschen verbreiten sich solche Nachrichten weiter als sonst, weil sie Empörung hervorrufen.

      Schüren Gutmenschen also nicht Rassismus?

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      1. Was die Forderungen dieser Flüchtlingshelfer eigentlich auslösen ist Empörung.

        Die Empörung könnte bei manchen Menschen rassistische Auffassungen hervorrufen oder bestärken. Das ist aber nicht zwangsläufig so.

        Nur weil ich mich über die Anspruchshaltung dieser Flüchtlinge empöre, bin ich noch kein Rassist. Indem du diese Empörung mit Rassismus gleichsetzt, argumentierst du wie ein linker Gutmensch, dass jegliche Kritik an Menschen anderer Hautfarbe Rassismus wäre.

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        1. Es ist auf jeden Fall so, dass solche Aktionen nicht nur Rassismus schüren. Aber auch. Das schreibst du doch. Warum ist die Überschrift also falsch?

          Es geht mir doch gerade um den Gegensatz der guten Intentionen der Gutmenschen und ihrer tatsächlichen Wirkung.

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      2. horsp hat es ganz gut auf den Punkt gebracht.

        Aber wir können uns ja einfach mal vorstellen, dass in der Unterkunft keine Asylanten wohnen würden, sondern z.B. „schwer erziehbare Jugendliche“.
        Wenn die Situation jetzt genauso wäre wie in dem o.g. Artikel (nur mit dem Unterschied, dass die Bewohner der Unterkunft eben keine Asylanten, sondern „Jugendliche“ sind), würden auch viele Menschen zu der Überzeugung kommen, dass bestimmte Gruppen von Leuten (in dem Fall „schwer erziehbare Jugendliche“) faul und asozial sind.
        Wäre das ein „gruppenbezogenes Vorurteil“? Oder gar „Rassismus“?

        Wie horsp es schon sagte:
        Wenn jemand (seien es Asylanten, Gutmenschen, Politiker oder „Jugendliche“) Probleme verursacht, unverschämte Anforderungen stellt und „gruppenbezogene Vorurteile“ bestätigt, erzeugt das Wut und Empörung.

        Gefällt 1 Person

        1. Es sind aber nicht „schwer erziehbare Jugendliche“, sondern Afrikaner oder Araber. Und neben den Gefühlen die geweckt werden, werden sicherlich auch rassistische Vorurteile bestärkt.

          Die Gutmenschen wollen Gutes tun. Sie erreichen genau das Gegenteil. Diesen Gegensatz wollte ich herausstellen.

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