Warum „Coolster Affe im Dschungel“ kein Rassismus ist

Fr.de berichtet über Kevin-Prince Boateng.

Boateng, seit jeher ein leidenschaftlicher Kämpfer gegen Fremdenhass, nimmt die neusten Vorfälle zum Anlass, um seine Botschaft zu erneuern und seinen Kampf noch leidenschaftlicher und offensiver zu führen als zuvor. „Wir dürfen nicht mehr die Augen zumachen, es genügt nicht, eine Woche darüber zu reden und dann verläuft es sich wieder. Wir müssen eine Front bilden.“

Kevin-Prince Boateng ist ein „leidenschaftlicher Kämpfer gegen Fremdenhass“.

Die aktuellen Vorfälle nennt fr.de später im Text: Der „dunkelhäutige“ Fußballspieler Blaise Matuidi in Italien wurde zwei Mal kurz hintereinander „rassistisch beleidigt“.

Es ist für einen Menschen schrecklich, wenn er allein wegen seiner Hautfarbe aus einer Gruppe herausgegriffen wird und dann mit Bezug auf seine Hautfarbe beschimpft wird.

Das ist Rassismus und das lehne ich ab.

Niemand, der es nicht erlebt habe, könne nachempfinden, wie es ist, wenn man verunglimpft wird, nur weil man eine andere Hautfarbe habe: „Was glauben Sie, wie man sich da fühlt?“

Das glaube ich sofort.

Ich bin kein Fußballfan und ich kenne Kevin-Prince Boateng nicht. Ich bin aber sehr skeptisch wenn jemand in den Mainstream-Medien überbetont zum Kämpfer für die gute Sache erklärt wird.

Dieser Artikel enthält kein Beispiel für seinen Kampf gegen Rassismus. Kevin-Prince Boateng spricht nur darüber, dass „wir“ eine „Front“ bilden sollen. Und er twittert darüber, dass „wir“ stark bleiben müssen und Rassismus bekämpfen müssten.

Was soll es bewirken, seinen Followern zu erklären, dass er Rassismus nicht gut findet? Wie viele Rassisten sind denn unter seinen Followern?

Man bekämpft ein gesellschaftliches Problem nicht damit, dass man Menschen, die keine Rassisten sind, versichert, dass man selbst ebenfalls kein Rassist ist und dass Rassismus schlimm ist.

Ihm als Profi-Fußballspieler dürften noch ganz andere Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

Ich habe versucht herauszufinden, wie Kevin-Prince Boateng Engagement gegen Rassismus gezeigt hat. Bei Wikipedia findet man nur Beispiele, wie er sich gegen Rassismus ausgesprochen hat. Daraufhin wurde er von zwei Gremien eingeladen wurde und hat einen Preis für sein Engagaement bekommen.

Woanders habe ich auch nichts weiter gefunden.

Kevin-Prince Boateng spricht das Thema an. Das ist doch gut, so kann man denken, man muss es ja nicht gleich übertrieben darstellen, das weckt nur Skepsis und diskreditiert Kevin-Prince Boatengs Art das Thema Rassismus zu thematisieren.

Das Fass zum Überlaufen brachte die jüngste Werbekampagne des Bekleidungsgiganten H&M, der einen dunkelhäutigen Jungen ein grünes Kapuzenshirt mit der Aufschrift „Coolster Affe im Dschungel“ bewerben ließ. Boateng fällt dazu nun wirklich gar nichts mehr ein. „Das ist eine Frechheit“, klagte er an. Genau mit dieser Assoziation habe auch er zu kämpfen gehabt. „Ich bin dunkelhäutig, ich bin als Affe beleidigt worden. Weil wir Schwarze sind.“

Glaubt Kevin-Prince Boateng ernsthaft, dass H&M bewusst und mit rassistischer Motivation das schwarze Kind für dieses Foto ausgesucht hat?

Das glaube ich nicht. Unter keinen Umständen würde ein Unternehmen absichtlich mit etwas Werbung machen, das schlecht bei seinen Kunden ankommt. H&M hatte keinesfalls rassistische Absichten. H&M ging nicht davon aus, dass dieses Fotos als Rassismus interpretiert werden würde.

Kevin-Prince Boateng kritisiert nicht das Kapuzenshirt. Er kritisiert nicht, dass H&M einen schwarzen Jungen als Model einsetzte.

Er kritisiert die Kombination aus beidem. Andere Kapuzenshirt auf dem Bild wären für ihn in Ordnung gewesen und ein anderes Model für dieses Kapuzenshirt.

Es ist Kevin-Prince Boateng, der zwischen Hautfarben unterscheidet, nicht H&M. Er findet bestimmte Pullover für Schwarze nicht angemessen, H&M hingegen macht keinen Unterschied zwischen den Hautfarben.

Ich kann nachvollziehen, dass ihn der Spruch auf einem schwarzen Kind an seine eigenen Erlebnisse erinnert. Aber an dieser Stelle ist der Vergleich nicht angemessen.

Die Mutter des Kindes sieht das ebenfalls so.

Der Junge hat schon viele Fotos gemacht. Ich weiß nicht, wie Fotoshootings ablaufen. Sie haben ihn wahrscheinlich so behandelt wie alle anderen Models auch.

Ist stelle mir das so vor, dass beispielsweise 10 Kleidungsstücke an einem Tag fotografiert werden sollen. Das Model zieht die nacheinander an und es werden Fotos gemacht.

An diesem Tag war der schwarze Junge das Model. Alles läuft wie immer. Und plötzlich steht er in diesem Pullover da. Der Fotograf sieht das.

Aber was sollen sie jetzt machen? Das Kapuzenshirt mit diesem Kind nicht fotografieren?

Den Aufschrei der gleichen Menschen und Medien – die das Foto jetzt kritisieren – hätte ich nicht hören wollen.

Oder sie haben beim Fotoshooting tatsächlich keinen Unterschied gemacht. Sie haben nicht gesehen, dass das Kapuzenshirt je nach Hautfarbe unterschiedlich wirkt. Auch später, beim Sichten und bei der Auswahl der Fotos, sah niemand eine Verbindung zwischen einem schwarzen Kind und mit einem Affen.

Das ist das Gegenteil von Rassismus.

Ich kann Kevin-Prince Boatengs Kritik nicht nachvollziehen. Egal wie ich mir das Szenario vorstelle: Ich kann keinen Rassismus erkennen.

Auswirkungen überzogener Rassismusvorwürfe

Solche PR-Desaster – wie H&M sie jetzt erlebt – haben Auswirkungen. Und diese Auswirkungen sind für Menschen, die in der westlichen Welt eine Minderheit sind, nachteilig.

Alle Unternehmen werden zukünftig versuchen, aktiv solche Situationen verhindern.

Jetzt gibt es Models mit Einschränkungen, bei denen man überlegen muss, ob die Kleidung angemessen ist und es gibt weiße Models, denen man einfach alles anziehen kann.

Und was passiert, wenn Models flexibler einsetzbar sind als andere? Sie werden im Durchschnitt besser bezahlt und häufiger gebucht.

Ist es das was Kevin-Prince Boateng und all die anderen Moralapostel, die sich lauthals über das Foto aufregen, erreichen möchten?

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6 Kommentare zu „Warum „Coolster Affe im Dschungel“ kein Rassismus ist“

  1. Es geht darum, die weisse Minderheit (8% global) soweit einzuschüchtern, dass sie nicht aufmuckt bei der ihnen angedachten Rassenvermischung und Weissenabschaffung, die von UN, EU und anderen überstaatlichen Orgsansationen gefordert , gefördert und aktiv betrieben wird.
    Da muss man doch nur ein empörtes Statement auf Twitter loslassen und alle linken Linken marschieren ohne nachzudenken, Soros stellt Infrastruktur und Stundenlohn.
    Ein älterer Schuldkult wird duch einen neuen ersetzt. Offensichtlich wirken Deutschsein und Weisssein-Schuldkulte besser als Umwelt und CO2-Schuldkult. Erbsündeschuldkult zieht ja garnicht mehr…

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  2. Niemand, der es nicht erlebt habe, könne nachempfinden, wie es ist, wenn man verunglimpft wird, nur weil man eine andere Hautfarbe habe: „Was glauben Sie, wie man sich da fühlt?“

    Och, dazu muss ich nicht lange suchen. In den „Qualitätsmedien“ findet sich jede Menge sexistischer Rassismus gegen weiße (heterosexuelle) Männer. Ich würde fast behaupten wollen, dadurch mehr Rassismus als Boateng in seinem Leben erfahren zu haben. Allerdings fehlt mir irgendwie die Motivation zu so einer sinnlosen Opferrallye.

    grünes Kapuzenshirt mit der Aufschrift „Coolster Affe im Dschungel“

    Vermutlich war auch das Spiel Donkey Kong ein traumatisches Erlebnis. Schließlich musste man da eine weiße Prinzessin aus den Klauen eines Affen befreien.

    Aber mal so ganz nebenbei. Wenn der Bäcker um die Ecke mal wieder Weißbrot im Angebot hat könnte man doch eigentlich… Schließlich ist Weißbrot auch ein rassistischer Begriff für Weiße. Und der Verkauf von Weißbroten könnte traumatische Erinnerungen an den Sklavenverkauf verschleppter Christen durch Moslems hervorrufen. Das ist schließlich auch nicht länger her als das Verbot der Sklaverei in Europa.

    Ich persönlich empfinde diese ganzen haltlosen Rassismusvorwürfe zunehmend als Heuchelei.

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    1. Grundsätzlich richtig. Aber es macht einen erheblichen Unterschied als Gruppe anonym in den Medien herabgesetzt zu werden oder einzeln in einem Stadion aus einer Gruppe herausgegriffen zu werden. Tausende greifen sich Einen wegen einer Eigenschaft, die er nicht ändern kann.

      Diese Situation ist deutlich Intensiver und beängstigender.

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  3. Nur Rassisten sehen überall Rassismus.
    Der psychologische Fachbegriff hierfür ist Projektion. Im Kopf von Boateng befindet sich wohl eine stikte Trennung der schwarzen und weißen „Rasse“. Normale Menschen denken für gewöhnlich nicht mehr als hübsch oder nicht hübsch, wenn sie die Bilder sehen. Nur die Rassisten, die eine klare Trennung im Kopf haben und die Welt daher auch in ihrer Trennung wahrnehmen, gucken auf die Hautfarbe des Models.

    Die Kämpfer gegen Rassismus sind also die eigentlichen Rassisten.
    Im Übrigen kann man von einem Kevin ja nichts anderes erwarten… Ich meine, wer heißt schon Kevin?
    Habe ich jetzt Kevenismus?

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