Wie die Gender-Pay-Gap-Lüge Frauen zu schlechten Mitarbeitern macht

Die Lüge, dass Frauen bei gleicher Leistung 21 Prozent weniger Lohn bekommen als Männer ist schon lange widerlegt. Trotzdem greift aktuell die SPD dieses Thema wieder für ihren Wahlkampf auf:

Markus Kompa hat das Thema in einem Beitrag für Telepolis aufgegriffen und verlinkt auf einen Twitter-Beitrag von Martin Schulz:

Warum bekommen unsere Töchter Ø 21% weniger Gehalt als unsere Söhne? Als Vater macht mich das wütend. Als Bundeskanzler will ich das ändern.

Martin Schulz hält unsere Töchter für so dumm, dass sie sich mit 21 Prozent weniger Gehalt bei gleicher Arbeit zufrieden geben. Er hält Firmen für so dumm, dass sie Männer einstellen obwohl sie – bei gleicher Leistung – deutlich teurer wären als Frauen.

Martin Schulz hat Marktwirtschaft nicht im Ansatz verstanden. 

Man kann sich darüber ärgern, dass Martin Schulz versucht, aus falschen Zahlen Kapital zu schlagen. Man kann auch sich darüber ärgern, dass es in der SPD keinen Lerneffekt gibt, obwohl diese Zahlen schon seit Jahren widerlegt sind.

Mein Augenmerk gilt der anderen Seite. Nicht denjenigen die diese Legende verbreiten, sondern denjenigen die durch diese Propaganda beeinflusst werden.

Wie wirkt es auf eine Frau wenn sie überall aggressiv eingeredet bekommt, dass ihre Arbeit weniger wert ist als die eines Mannes? Wird sie das nicht auf sich ihre eigene Situation beziehen?

Wenn Frau immer wieder weisgemacht wird, dass sie von ihrem Chef und ihrem Arbeitgeber ungerecht behandelt wird, hat das keine Auswirkungen auf ihren Arbeitsalltag?

Ich habe selbst mal eine Kollegin erlebt, die mitten in einer technischen Diskussion auf einmal die Kollegen beschuldigt, dass die sie nicht ernst nähmen nur weil sie eine Frau sei – ist sie zum Teil Opfer eines eingeredeten Minderwertigkeitskomplexes in Form der Gender-Pay-Gap-Lüge?

Und führt die Unzufriedenheit aufgrund der angeblichen Lohnlücke nicht zu Demotivation und Frust? Und führt das nicht zu einer schlechteren Arbeitsleistung? Fehlende Anerkennung ist auch ein Risikofaktor für Burn-Out.

Ist letztlich also die Propaganda von der unterdrückten und unterbezahlten Frau ein wichtiger Faktor Frauen tatsächlich zu weniger wertvollen Arbeitskräften zu machen?

Je häufiger solche Lügen wiederholt werden, desto mehr brennt sich dieser Minderwertigkeitskomplex in das kollektive Bewusstsein der Frauen ein und der Graben zwischen den Geschlechtern wird mit jeder weiteren Lüge immer tiefer. Neid und Missgunst werden gesät. Keine gute Voraussetzung für ein gutes Arbeitsklima. Nutzt das den Frauen?

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2 Kommentare zu „Wie die Gender-Pay-Gap-Lüge Frauen zu schlechten Mitarbeitern macht“

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