Gewalttätige Asylbewerber sind nur problematisch, weil sie anderen Asylbewerbern schaden

Mehrfach haben wir uns hier im Blog mit dem Rassismus der niedrigen Erwartungen und fehlender Empathie gegenüber Opfern von Gewalttaten beschäftigt.

Tatort Berlin: Fünf junge Asylbewerber randalieren in der U-Bahn, grölen herum und belästigen andere Fahrgäste – wie Zeugen später berichten. Als die Gruppe an der Station Fehrbelliner Platz im Ortsteil Wilmersdorf aussteigt, springt einer der Männer den Angaben zufolge auf den Radweg und tritt offenbar ohne erkennbaren Grund eine Fahrradfahrerin zu Boden.

So beginnt ein Artikel auf welt.de.

Die Frau hat Glück im Unglück: Sie kommt leicht verletzt mit Prellungen und Schürfwunden davon. Die Polizei fasst die Gruppe schnell. Der mutmaßliche Treter: Ajmal H. aus Afghanistan. Gegen ihn wird inzwischen wegen Körperverletzung ermittelt. Der Fall ist einer von vielen in der Hauptstadt, die für die mutmaßlichen Täter weitgehend folgenlos bleiben könnten. Nicht nur die Polizei ist frustriert – auch Flüchtlingshelfer sind empört.

So weit, so nachvollziehbar.

„Wir fahren eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Gewalt“, sagt Holger Michel, der sich ehrenamtlich im Heim engagiert. Ein Hausverbot könne aber nur ausgesprochen werden, wenn der Vorfall auf dem Gelände stattgefunden hätte. Michel ist wütend darüber, dass eine Handvoll gewalttätiger Männer den Ruf des ganzes Hauses in Verruf bringen können. „Ich kann nicht verstehen, warum Leute eine Frau vom Fahrrad stoßen und dann wieder laufen gelassen werden.“

Mich macht wütend, wenn Menschen belästigt und verletzt werden. Der Flüchtlingshelfer ist wütend, weil eine Handvoll gewalttätiger Männer den Ruf des ganzes Hauses in Verruf bringen können. Und er ist nicht auf die Täter wütend, sondern auf die Polizei. Weil die Täter gleich wieder laufen lässt.

Flüchtlinge sind nicht verantwortlich für ihre Taten und deren Folgen. Schuld sind immer andere: Gesellschaft, Behörden, Rechte die den Islam nicht akzeptieren wollen – die Gewalt von Asylbewerbern hat viele Ursachen. Diesmal ist die Polizei schuld. Denen macht es sicher Spaß, gefasste Gewalttäter gleich wieder laufen zu lassen.

Flüchtlingshelfer Michel kommt am Ende des Artikels noch einmal zu Wort. Er hofft auf schnelle Klärung.

Flüchtlingshelfer Michel hofft jetzt darauf, dass schnell klar wird, aus welcher Unterkunft die Täter stammen. „Wir haben knapp 1000 Bewohner hier. Solche Taten schaden all jenen Geflüchteten, die sich engagiert und gesetzestreu um ihre Integration bemühen.“

Die Taten sind verwerflich, weil sie anderen Geflüchteten schaden. Kein Wort von den Opfern.

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