Wie in der DDR: Die Utopie der bunten Gesellschaft wird nur hinter vorgehaltener Hand kritisiert

Häufig betonen Linke, unsere Gesellschaft werde durch Zuwanderer bunter und vielfältiger. Und es stimmt, Zuwanderer bringen nicht nur eine andere Sprache und andere Kleidungs- und Nahrungsgewohnheiten mit, sie bringen auch andere kulturelle Vorstellungen, andere Werte in unsere Gesellschaft ein.

Was mir Sorgen macht ist der insbesondere bei Linken, aber längst auch im liberalen und kirchlichen Umfeld verbreitete Glaube, Buntheit und Vielfalt wären ein Wert an sich, etwas zwingend Positives. Ob die Vorstellungen und Werte von Zuwanderern dem eigenen Weltbild und er eigenen Vorstellung vom Leben in unserer Gesellschaft entsprechen, steht für Linke hinter dem Ziel der größtmöglichen Vielfalt zurück. Ein rückständiges Frauenbild, archaische Ehrvorstellungen, religiöser Fundamentalismus – alles kein Problem, wenn es von der richtigen Personengruppe kommt.

Wie das aussieht kann man beispielsweise bei Stefanie von Berg von den Grünen beobachten. Sie ist der Meinung, dass es in Hamburg in wenigen Jahrzehnten keine ethnischen Mehrheiten mehr geben wird. Sie geht davon aus, dass Hamburg „davon lebt, dass wir unterschiedliche Ethnien haben“. Und sie bewertet das:

Ich sage Ihnen noch ganz deutlich, gerade hier Richtung rechts, das ist gut so!

Was folgt sind Forderungen an die Mehrheitsgesellschaft für eine bessere Bildung von Flüchtlingen. Sie bietet keine Begründung, warum sie es gut findet zukünftig keine ethnische Mehrheit mehr zu haben, oder wie genau die Stadt – wie sie diffus behauptet – davon leben soll.Es ist für mich nicht zu erkennen, was denn in Deutschland mit den ethnischen Deutschen so schlecht gelaufen ist, dass eine Änderung per se zu einer Verbesserung führt. Wir leben in einer wohlhabenden Gesellschaft mit hohem Lebensstandard und vielen Freiheiten – im internationalen und historischen Vergleich wird das recht deutlich.

Eine Änderung der ethnischen Zusammensetzung der Gesellschaft kann diese potenziell weiter verbessern, aber Linke sagen nie, wie die Verbesserung konkret erreicht werden soll. Bildung, sagt Frau von Berg. Aber Bildung für Zuwanderer sagt nichts darüber aus wie das unsere Gesellschaft voranbringt, bessere Bildung ist allenfalls geeignet, das Risiko einer Verschlechterung abzumildern.

Ich finde es fraglich, ob die kulturelle Prägung der ersten Lebensjahrzehnte durch Bildung und Integrationsbemühungen später überhaupt verändert werden kann. Frau von Berg bringt dazu keine Belege, ja es scheint auch nicht ihr Ziel zu sein, Zuwanderern ein Bekenntnis zu westlichen Werten abzuverlangen. So ist das eben, wenn Vielfalt ein Wert an sich ist.

In meiner Wahrnehmung sind manche Einwanderergruppen sogar in der zweiten und dritten Generation schlecht in die europäischen Mehrheitsgesellschaften integriert. Andere Einwandergruppen hingegen scheinen mit der Integration deutlich weniger Schwierigkeiten zu haben. Thilo Sarrazin (ja, der):

Fakt ist: Wir haben in Berlin etwa 300 000 Muslime. Wir haben in Berlin aber auch etwa 300 000 Polen. Haben Sie schon je einen Artikel in der Presse über die problematische Integration von Polen in Berlin gelesen? Haben Sie schon mal gelesen, dass die Polen sich zusammenrotten, dass sie Gangs bilden, dass sie Autowettrennen fahren auf dem Kurfürstendamm, dass sie ihre Töchter zwangsverheiraten und unter Kopftücher zwingen?

Im Nachgang zu ihrer Rede wurde Stefanie von Berg kritisiert, manche Kritik war offenbar sogar strafrechtlich relevant. Sie hatte Gelegenheit in der taz zu erläutern, warum sie die Veränderung der ethnischen Mehrheiten positiv bewertet. Sie bot nur Geschwurbel. Sachliche Begründungen – Fehlanzeige:

Gut finde ich, wenn wir eine superdiverse Gesellschaft haben, in der viele Kulturen vereint sind, weil es die Gesellschaft bereichert. Dafür brauchen wir interkulturelle Kompetenz und eine Offenheit anderen Kulturen gegenüber. Es gibt Großstädte, die darin richtig erfolgreich sind. London, Amsterdam, New York sind bereits superdiverse Städte, in denen es keine absolute ethische Mehrheit gibt. Die sind beliebt, sind auch ökonomisch erfolgreich. Und es gehört zum Straßenbild, dass alle unterschiedlich aussehen.

Ob London, Amsterdam und New York wegen anderer Kulturen erfolgreich sind, oder ob andere Kulturen zuwandern, weil die Städte erfolgreich sind, lasse ich mal dahingestellt.

Schaut man genauer hin fällt auf, dass in den von ihr genannten Beispielen auch Probleme mit ethnischer Diversität auftreten. Am Beispiel des Missbrauchsskandals von Rotherham kann man sehen, wo die Risiken von Migration verbunden mit oktroyierter Politischer Korrektheit liegen:

1400 Kinder und Jugendliche wurden in der Stadt Rotherham, deren Umgebung und anderen Orten in Mittelengland durch hauptsächlich britisch-pakistanische „Grooming“-Banden systematisch missbraucht und sexuell versklavt. […]

Obwohl von der Mehrheit der Täter bekannt war, dass sie asiatischer oder pakistanischer Herkunft sind, beschrieben sich mehrere Mitarbeiter der Behörde als nervös hinsichtlich der Ermittlung der ethnischen Herkunft der Täter – aus Angst davor, dass sie als Rassisten angesehen werden könnten; andere – worauf der Bericht hinweist – „erinnern sich an klare Anweisungen von ihren Vorgesetzten“, solche ethnisch-bezogenen Angaben nicht vorzunehmen. Einem Mitarbeiter, der 2002 versuchte, bei hochrangigen Polizeibeamten auf den Anstieg dieser Missbrauchsfälle aufmerksam zu machen, wurde gesagt, dass er dies unterlassen solle; darüber hinaus wurde er anschließend suspendiert und ins Abseits gedrängt.

Zu solchen Fehlentwicklungen sagt Stefanie von Berg nichts. Statt einer Begründung, warum Diversität per se gut sein soll, stellt sie Forderungen an die Mehrheitsgesellschaft die Bildungschancen zu verbessern:

Dort, wo die Einwanderer echte Bildungschancen haben, gibt es auch hohe Überschneidungen in den Werten. Stockholm ist sehr erfolgreich mit Integration.

Sie sieht die Mehrheitsgesellschaft in der Verantwortung für „echte Bildungschancen“, damit es wenigstens „hohe Überschneidungen in den Werten“ gibt. Wie groß die Unterschiede in den Werten trotzdem bleiben und welche Probleme daraus folgen – dazu kein Wort.

Man muss sich wirklich fragen, ob Stefanie von Berg in der realen Welt lebt, wenn sie ausgerechnet Stockholm als Beispiel für gelungene Integration feiert:

Im Stockholmer Stadtteil Rinkeby etwa gab es am Montagabend Krawalle. Dutzende Angreifer bewarfen die Polizei mit Steinen, nachdem diese eine Person an einem U-Bahnhof festgenommen hatte. Es fielen auch Schüsse, später brannten Autos, zudem wurden Läden demoliert. Ein Ladenbesitzer und ein Polizist wurden leicht verletzt. Rinkeby war bereits vor drei Jahren in den Schlagzeilen. Als dort und in einigen anderen Stadtteilen Jugendliche randalierten, Steine warfen und Autos anzündeten. Mehr als 80 Prozent der Menschen, die in Rinkeby wohnen, sind im Ausland geboren oder haben ausländische Eltern. […]

So sagen Polizisten hinter vorgehaltener Hand, dass sie die Kontrolle in einigen Gegenden verloren haben. Vor wenigen Monaten begleiteten wir den Polizisten Hanif Azizi auf seiner Streife im Stadtteil Husby, einem Problemviertel in Stockholm. Er sagte, dass die „Vollzeitkriminellen“ dort die Macht übernommen hätten und machten, was sie wollen.

Auch das amerikanische Magazin 60 Minutes (CBS) kann aus erster Hand von „erfolgreicher“ Integration in einwandererdominierten No-Go-Areas in Stockholm und Schweden berichten und wird dabei selbst von Migranten angegriffen.

Einen Vorgeschmack auf die „superdiversen“ deutschen Städte der Zukunft bekommt man in Berlin.

Haben wir vor einiger Zeit noch die Integration Zuwanderer in unsere Gesellschaft gefordert, wird jetzt gegenseitige Akzeptanz propagiert. Wertvorstellungen von Zuwanderern ist Toleranz entgegenzubringen, während das Verteidigen der eigenen Werte als Beweis für die Intoleranz rechter Hetzer gilt.

Wir haben uns längst davon entfernt, Schutzbedürftigen solange Asyl zu gewähren, bis sie gefahrlos in ihre Heimat zurückkehren können. Das deutsche Asylrecht ist zum Einfallstor einer Einwanderung mutiert, die mangels Kontrolle über die Grenzen und ohne wirksame Möglichkeit der Rückführung völlig ungesteuert abläuft. Die Interessen der aufnehmenden Gesellschaft hinsichtlich der beruflichen Qualifikation von Zuwanderern bleiben unberücksichtigt. Ob Zuwanderer überhaupt die Bereitschaft zur Integration haben, wird erst recht nicht hinterfragt. Schon die Frage danach gilt als rassistisch.

Ich bin dafür, Verfolgten Asyl zu gewähren. Ich bin pro Asyl. Aber „Pro Asyl“ ist heute ein Verein, der für bedingungslose Integration unabhängig von der Bleibeperspektive, offene Grenzen, unbegrenzten Familiennachzug, das Abholen illegaler Zuwanderer in Afrika, die Ausweitung von Sozialleistungen und medizinischer Versorgung für Zuwanderer, generell für linke Lobbyarbeit steht und die Politik vor sich hertreibt. Bedenken und Kritik an derlei selbstzerstörerischen Utopien werden moralisch diskreditiert, Geld hat die Gesellschaft selbstverständlich bereitzustellen.

Mich hat niemand gefragt, als Angela Merkel 2015 die Grenzen öffnete und die unkontrollierte Masseneinwanderung einsetzte, die abgeschwächt aber stetig bis heute anhält. Natürlich muss mich niemand fragen – ich kann ja wählen gehen. Mit den Folgen der Zuwanderung wie steigender Kriminalität und der permanenten Gefahr von Terroranschlägen muss ich aber leben. Und ich werde zur Kasse gebeten – etwa für die Kosten für Unterbringung und Integration, für Asylbewerberleistungen und Hartz IV.

Was sind die Themen der aktuellen gesellschaftlichen Debatten, die Politik und Medien dominieren? Wo greift die Regierung im Jahr 2017 steuernd ein, um die Weichen für die Zukunft zu stellen? Nun, sie plant ein neues Gesetz gegen Hass-Sprache im Internet. Die Regierung kümmert sich um den Kampf gegen Rechts und schreibt uns Frauenquoten vor. An deutschen Universitäten gibt es inzwischen mehr als 200 Genderprofessuren. Auch dafür bezahlen wir, einen Mehrwert für die Gesellschaft generiert das nicht.

Das alles geht meilenweit vorbei an den echten Herausforderungen, denen sich unsere Gesellschaft stellen müsste. Ich weiß nicht mal was das Problem mit Hass-Sprache im Internet ist. Wer andere anpöbelt und beschimpft, disqualifiziert sich selbst und gehört ignoriert. Wen betrifft denn das außer ein paar Politikern und Aktivisten?

Was Drohungen betrifft – die sind bereits jetzt strafbar und werden verfolgt. Das Maas’sche Schrottgesetz bewirkt nur, dass ein Informations- und Kommunikationskanal eingeschränkt und überwacht wird. Wir werden uns anpassen in Sprache und Meinung. Wer sich nicht anpasst, dessen Beiträge verschwinden einfach. Eine effektive Möglichkeit sich dagegen zu wehren ist im Gesetz nicht vorgesehen. Überwachung und Zensur gibt es natürlich nicht, wenn uns eine Ministerin unwidersprochen das Märchen von der 21-Prozent-Lohnlücke erzählt.

Weil ich die Schnauze voll davon habe, dass linke Moralapostel in Politik und Medien den Ton angeben, gehe ich den Dingen selbst auf den Grund. Mit meinen Möglichkeiten versuche ich zu recherchieren, was Gender-Ideologie und Massenimmigration mit unserem Land machen.

Ich weiß, dass mich das in die rechte Ecke verbannt. Ich komme selbst von links und kenne die Denkmuster, die eine echte Diskussion und das Einlassen auf sachliche Argumente Andersdenkender verhindern. Linke erklären Kritiker schnell zur Unperson, mit der man nicht diskutieren und die man gesellschaftlich meiden soll, über die man sich abfällig äußert. Das haben sie mit der radikalen Rechten gemeinsam. Bereits das Zitieren von Thilo Sarrazin oben im Text macht mich für viele Linke zum Nazi. Es spielt keine Rolle wie gut das Argument ist, wenn man den Falschen zitiert.

In meinem persönlichen und beruflichen Umfeld wird Kritik an der deutschen Zuwanderungspolitik und an der Gender-Ideologie nur hinter vorgehaltener Hand geäußert. Zu groß ist die Gefahr der Ächtung. Seine Meinung frei zu äußern kann gravierende Folgen haben, vom finanziellen Schaden bis zur Vernichtung der bürgerlichen Existenz.

Schon die falschen Leute zum Gespräch einzuladen kann Linksextremisten auf den Plan rufen:

Nachdem wir diverse Drohungen erhielten, die KIEZ UND KNEIPE Neukölln in ihrer wirtschaftlichen Existenz zu vernichten, einzelne Redaktionsmitglieder Androhungen bis hin zu körperlicher Gewalt ausgesetzt waren, und auch unsere Anzeigenkunden angehalten wurden, uns etwa durch Anzeigenboykott zur Absage der Veranstaltung zu bewegen, sehen wir uns gezwungen, die Veranstaltung abzusagen.

In Schleswig-Holstein musste ein Gasthaus schließen, nachdem der Wirt es der AfD für Veranstaltungen wie die Wahlparty zur Landtagswahl vermietete.

Eingangstüren wurden mit Parolen beschmiert, Pferdemist mit zerkleinerten AfD-Wahlplakaten vor der Tür abgeladen, Autoreifen zerstochen. Letzteres auch beim Hausmeister.

Dann blieben die Gäste aus dem Ort weg.

Und es geht – anders als bei rechtsradikalen Angriffen – kein Aufschrei durch die Gesellschaft. Ein paar Statements von Politikern, die Gewalt verurteilen – und klammheimliche Freude bei linken Sympathisanten, hat man es doch den Nazis wieder mal gezeigt.

Es sind bei weitem nicht nur die radikalen Linken, die Existenzen vernichten. Die Gewerkschaft ver.di hat eine „Handlungshilfe für den Umgang mit Rechtspopulisten in Betrieb und Verwaltung“ herausgegeben, die zur Bespitzelung von Kollegen aufruft.

Das zweiseitige Pamphlet ist randvoll mit nützlichen Tipps, wie man Rechte am Arbeitsplatz nicht nur identifiziert, sondern dann auch effektiv unschädlich macht – indem man sie zum Beispiel feuern lässt.

In ähnlicher Weise fordert der SWR zum Denunzieren von Kollegen auf.

Die Blockade des AfD-Tagungshotels, der boykottierte Bäcker und die Kampagne „Kein Geld für Rechts“ sind wohlbekannt. Schnell wird man auch von SPD-Politikern als „Rechter“ beim Arbeitgeber denunziert.

Wo jedes unbedachte Wort Folgen haben kann, ist man vorsichtig. Es erinnert an die DDR: Man vermeidet politische Äußerungen in der Öffentlichkeit, die eigene Meinung ist privaten Gesprächen vorbehalten. Es herrscht eine Atmosphäre der Angst.

Es ist Zeit, gegen die linke Meinungsführerschaft in Politik und Medien zu kämpfen.

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1 Kommentar zu „Wie in der DDR: Die Utopie der bunten Gesellschaft wird nur hinter vorgehaltener Hand kritisiert“

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