Was Blogs und Youtuber besser machen als etablierte Medien

Wenn ich etablierte Medien (Mainstream-Medien) konsumiere, habe ich – im Gegensatz zu früher – nicht mehr die Erwartung, unvoreingenommen und sachlich informiert zu werden. Es ist also nicht so, dass ich manchmal voreingenomme und unsachliche oder emotionale Artikel oder Beiträge lese. Nein, ich erwarte schon gar nicht mehr, dass ich Journalismus zu lesen, sehen oder hören bekomme.

In meinen Augen haben die etablierten Medien ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Ausnahmen, also gute Beiträge, bestätigen die Regel.

Das Thema hatten wir schon häufiger hier im Blog.

Ein Problem der etablierten Medien ist, dass sie Aggregatoren unterschiedlicher Autoren sind und es – aus meiner Sicht – keine Mindest-Qualitätsanforderungen mehr gibt. Das bedeutet, dass es auf einer Nachrichtenseite oder auf einem Sender eine Mischung unterschiedlicher Qualität gibt und es für mich nicht vorhersehbar ist, welcher Anteil sich anzuschauen lohnt. Hier habe ich über 4 Artikel beim Deutschlandfunk geschrieben.

Das ist bei Blogs und bei Youtube anders.

Hier folge ich den Personen, die – wiederum aus meiner Sicht – sachlich kommentieren und berichten. Und das bleibt konstant. Jemand, der seine Argumente mit Fakten unterlegt, seine Quellen veröffentlicht und nicht seine persönlichen Befindlichkeiten in den Mittelpunkt stellt, bleibt normalerweise bei diesem Stil.

Ich teile manche Meinungen nicht, durch sachliche Argumente und die Quellen lerne ich trotzdem sehr viel Neues. Manchmal ändere ich auch meine Meinung aufgrund besserer Informationen.

Was mir bei Blogs und Youtubern außerdem gefällt ist häufig ein guter Stil. Mit Fehlern wird oft transparent umgegangen, oft ist man nicht bereit, die Wahrheit zu biegen, nur weil es einem politisch passt. Das ist mir zum Beispiel hier aufgefallen.

Es gibt sicher Ausnahmen und sicher auch die häufig beschworenen Fake News. Aber auch wenn ich mir unbekannte Autoren ansehe finde ich selten Fake News. Und wenn, dann war mein erster Besuch vielleicht auch mein letzter Besuch. Im Gegensatz dazu finde ich viele Beiträge auf etablierten Nachrichtenseiten schlecht gemacht und manchmal halte ich sie sogar für Fake News. Hier kann ich aber nicht so einfach ausweichen.

Bei einem aktuellen Thema ist mir noch etwas aufgefallen. Drei Donald Trump sehr zugeneigte Youtuber waren (gemeinsam mit Donald Trump) gegen das Eingreifen Obamas in Syrien. Schaue ich jetzt dort rein, sind sie nicht nur ihrer Art treu geblieben, sondern auch den Inhalten.

Wenige Jahre alte Äußerungen von Trump zu diesem Thema werden herausgezogen und Trump wird an ihnen gemessen. Für diese Youtuber gilt nicht, dass es in Ordnung ist, etwas falsches zu tun, weil es das eigene Team ist. Sie halten es für falsch, sprechen das aus und kritisieren Trump.

Schaue ich mir die deutschen Journalisten und ihre Berichterstattung zu Deutschland / Russland / Türkei oder Hillary / Trump an, ist bei vielen zu erkennen, dass sie gleiche Dinge anders werten, wenn das andere Team sie tut.

 

 

 

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1 Kommentar zu „Was Blogs und Youtuber besser machen als etablierte Medien“

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