Angst vor dem Islam: Koranentsorgung in der Wüste

Deutsche Behörden beugen sich Vorschriften des Islam.

Der WDR berichtet von beschlagnahmten Koranübersetzungen, die „stark salafistisch geprägt“ seien. So salafistisch geprägt, dass sie entsorgt werden müssen. Offenbar handelt es sich dennochum eine gültige Übersetzung, denn die Behörden stehen nun vor dem Problem, dass sie sich nicht trauen, diese Bücher so zu entsorgen, wie sie alle anderen Bücher entsorgen würden.

Für den Autor ist dieses Vorgehen selbstverständlich:

Verbrennen, schreddern oder im Altpapier entsorgen geht auch nicht, denn es handelt sich um die Heilige Schrift der Muslime. „Wir suchen im Gespräch mit Islam-Organisationen nach einer islamgerechten Lösung“, heißt es bei den Behörden.

Im Artikel werden auch Personen erwähnt, die meinen, dass eine Übersetzung nicht der Koran sei und damit normal entsorgt werden könne:

Allerdings gibt es auch Islamwissenschaftler, die eine Entsorgung gerade dann weniger kritisch sehen, wenn es sich um Übersetzungen handelt.

Wer kommt im Artikel nicht zu Wort? Menschen die sagen, dass man die Bücher einfach ganz normal entsorgen dürfe, weil die Regeln des Islam für Moslems gelten und nicht für alle anderen Menschen.

Ob der Artikel ausgewogen ist, wenn triviale andere Ansichten nicht genannt werden, lasse ich dahingestellt. Spannend finde ich die gesellschaftlichen Fragen, die sich in dieser Situation stellen.

Das Vorgehen der deutschen Behörden richtet sich hier nach den Vorschriften einer Religionsgemeinschaft.

Macht man das bei jeder Vorschrift jeder Religionsgemeinschaft? Nach meiner Wahrnehmung nicht. Warum behandeln wir den Koran anders? Weil Muslime bei Übertretungen ihrer religiösen Vorschriften besonders laut und aggressiv protestieren und möglicherweise Anschläge verüben? Beugen wir uns denen, die am lautesten Schreien?

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2 Kommentare zu „Angst vor dem Islam: Koranentsorgung in der Wüste“

  1. Ich hätte da einen Vorschlag. Die Korane einfach an den Youtuber Schlomo Finkelstein übergeben. Der kümmert sich dann um eine Entsorgung. 🙂 Mit Videodokumentation. 🙂

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