Fefe: Unerwünschte Standpunkte und falsche Informationsquellen

Neulich Fefe: Er schreibt über Mitarbeiter des amerikanischen Heimatschutzministeriums (DHS). Fefe schreibt häufig nur wenig zu einem Link, so auch hier:

Das Department of Homeland Security erfüllt alle Vorurteile. Sie finden Trumps Moslem-Verbot total super und beziehen ihre Nachrichten von Breitbart.

Es schwingt Empörung mit. Offensichtlich geht Fefe davon aus, dass es sich hier um eine von ihm oft beschriebene „passt-wie-Arsch-auf-Eimer“-Situation handelt. Also dass Menschen mit bestimmtem politischen Positionen sich genau solche Jobs heraussuchen.

Ich möchte eine alternative Erklärung anbieten. Die Kausalität könnte auch in der anderen Richtung verlaufen: Die Mitarbeiter des DHS machen andere Erfahrungen als der durchschnittliche Bürger und als Fefe. Vielleicht befürworten die DHS Mitarbeiter das Einreiseverbot aus bestimmten Ländern deshalb eher als der Rest der Bevölkerung und lehnen liberale und linke Medien eher ab, weil diese nicht die Realität abbilden, die sie wahrnehmen.

Wer Polizisten kennt, sollte mal deren Erfahrungen erfragen. Gleiches gilt für Security-Mitarbeiter und Menschen, die in den Notaufnahmen der Krankenhäuser arbeiten. Geschichten aus dem realen Leben entsprechen oft nicht den Wohlfühlgeschichten, die in liberalen und linken Medien berichtet werden.

Empfehlen kann ich auch ein Video eines desillusionierten freiwilligen Flüchtlingshelfers. Das ist fast 25 Minuten lang, aber es lohnt, es sich über die ganze Länge anzusehen. Er hat reale Erfahrungen gemacht, im Gegensatz zu vielen anderen, die mit erhobenem moralischen Zeigefinger ihre Theorien verkünden.

Was sagen wohl die Polizisten, die den Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri im Bus verhaftet hatten, dazu, dass er nach zwei Tagen wieder frei war? Vielleicht ändern solche Vorkommnisse ja politische Positionen.

Statt den DHS-Mitarbeitern hier pauschal unerwünschte politische Positionen und die falschen Informationsquellen vorzuwerfen, sollte man auch mal seinen eigenen Erfahrungshorizont hinterfragen. Vielleicht wissen andere einfach mehr.

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1 Kommentar zu „Fefe: Unerwünschte Standpunkte und falsche Informationsquellen“

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