Das Spendenexperiment

Auf faz.de gibt einen Artikel zu einem Spendenexperiment. Dabei konnten die Teilnehmer zwischen einer 200 Euro Spende an ein Mädcheninternat in Ghana und einer Zahlung an sich selbst wählen. Die Zahlung an den Teilnehmer wurde je nach Teilnehmer variiert.

Die wesentlichen Erkenntnisse sind:

  1. Je höher das Einkommen der Teilnehmer, desto größer die Spendenbereitschaft.
  2. Je höher der Bildungsgrad der Teilnehmer, desto geringer die Spendenbereitschaft.

Den ersten Punkt finde ich wenig überraschend. Beim zweiten Punkt habe ich kurz gestutzt. Über die Gründe spekuliert Faz.de:

„Vielleicht haben Menschen mit Mittlerer Reife und hohem Einkommen eher das Gefühl, im Leben Glück gehabt zu haben, und wollen es jetzt auch anderen Leuten zuteilwerden lassen“, mutmaßt der Kölner Volkswirt Matthias Sutter.

Auch ich will eine Hypothese äußern: Je höher der formale Bildungsgrad, desto rationaler sind die Teilnehmer. Ich gehe davon aus, dass anonyme Spenden an anonyme Hilfsbedürftige eher emotional begründet sind.

Ich bin verwundert, dass faz.de nichts über die Auswirkung das Geschlechts der Teilnehmer auf die Spendenbereitschaft berichtet. Leider findet sich auch auf der Website von Prof. Sutter noch keine Veröffentlichung zu diesem Thema.

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